Schweizer Millionäre wechseln Banken häufiger
Eine Studie zeigt, dass vermögende Privatkunden in der Schweiz ihre Anlagebanken öfter wechseln als erwartet. Die UBS und Kantonalbanken dominieren den Markt, doch die Loyalität ist gering.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Jeder vierte Millionär hat in den letzten fünf Jahren seine Haupt-Anlagebank gewechselt.
- Die UBS und Kantonalbanken dominieren den Markt mit 48 Prozent der Kunden.
- Vermögende Privatkunden unterhalten im Durchschnitt 3,3 Bankbeziehungen.
- 99 Prozent der vermögenden Befragten halten Wertschriften, gegenüber 52 Prozent der Gesamtbevölkerung.
- Die fachliche Kompetenz der Berater, Vertrauen und eine transparente Kommunikation sind entscheidend für die Zufriedenheit der Kunden.
- Die Kunden sind wechselwillig, und die Banken müssen sich darauf einstellen.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Die UBS und Kantonalbanken sind stark positioniert.
- −Die Loyalität der Kunden ist gering, und die Konkurrenz ist gross.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 08:39
- Rubrik
- Finanzen
- Region
- Luzern
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- Neutralbetrifft Private Banking in der Schweiz
Ausgangslage
Jeder vierte Millionär hat in den letzten fünf Jahren seine Haupt-Anlagebank gewechselt. Eine Studie der Hochschule Luzern sowie der Luzerner Kantonalbank beweist dies. Die Untersuchung befragte 307 Personen mit einem Vermögen von über einer Million Franken.
Der Wechselwille ist überraschend hoch. Die Untersuchung zeigt, dass die Kunden ihr Vermögen auf verschiedene Institute verteilen. Die Loyalität zu einer einzigen Bank ist gering. Besonders stark positioniert sind die UBS und die Kantonalbanken. Gemeinsam machen sie bei 48 Prozent der Befragten die wichtigste Anlagebank aus.
Hintergrund
Die Untersuchung verdeutlicht, wie unterschiedlich das Anlageverhalten vermögender Personen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist. Im Gegensatz zu 52 Prozent der Schweizer Bevölkerung, die Wertschriften besitzen, halten 99 Prozent der befragten Private-Banking-Kunden solche. Besonders ausgeprägt ist der Unterschied bei Aktien. Direkt in Aktien investieren 90 Prozent der vermögenden Befragten, während dies nur 35 Prozent der Gesamtbevölkerung tun.
Die befragten Millionäre bewerten ihre Finanzkompetenz höher und zeigen sich gelassener bei kurzfristigen Kursverlusten. Dennoch möchten sie nicht auf den Austausch mit ihrer Bank verzichten. Mehr als ein Drittel der Befragten möchte, dass ihre Anlageberater sie mindestens alle drei Monate anrufen.
Was das bedeutet
Die Studie hat wichtige Implikationen für die Bankenbranche. Die Kundenbetreuung muss individueller werden.
Für die Banken bedeutet dies, dass sie ihre Kunden noch besser verstehen müssen. Die Loyalität der Kunden ist gering, und die Konkurrenz ist gross. Die Banken sollen sich darauf vorbereiten, dass Kunden ihr Vermögen auf mehrere Institute aufteilen und bei der Auswahl ihrer Bank flexibel sind.
Ausblick
Die Untersuchung deutet darauf hin, es könnte in den nächsten Jahren durchaus Veränderungen geben. Die Kunden sind wechselwillig, und die Banken müssen sich darauf einstellen. Die UBS und die Kantonalbanken sind derzeit stark positioniert, aber die Neo- und Digitalbanken könnten in Zukunft eine zunehmend ergänzende Rolle spielen.
Die Banken müssen ihre Kundenbetreuung verbessern und individueller gestalten. Die Kunden Zufriedenheit hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die fachliche Kompetenz der Berater. Auch das Vertrauen spielt eine wichtige Rolle. Ebenso wichtig ist die Stabilität des Instituts. Eine transparente Kommunikation rundet das Bild ab. Die Kunden verteilen ihr Vermögen auf verschiedene Institute. Bei der Wahl ihrer Bank bleiben sie beweglich. Die Banken müssen sich darauf einstellen.
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Zahlen
- Befragte Personen
- 307
- Durchschnittliche Bankbeziehungen
- 3,3
- Anteil der UBS als Haupt-Anlagebank
- 27 Prozent
- Anteil der Kantonalbanken als Haupt-Anlagebank
- 21 Prozent
- Wertschriftenbesitz unter vermögenden Befragten
- 99 Prozent
- Wertschriftenbesitz in der Gesamtbevölkerung
- 52 Prozent
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