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Kantonalbanken überholen Raiffeisen als meistgenannte Hauptbank

Die Kantonalbanken sind erstmals die am häufigsten genannte Hauptbank der Schweizer Bevölkerung. Raiffeisen nimmt mit 25 Prozent den zweiten Rang ein. UBS hat nach der Übernahme der Credit Suisse einen kleineren Marktanteil.

Titelbild zu: Kantonalbanken überholen Raiffeisen als meistgenannte Hauptbank
Bild: finews.ch

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Kantonalbanken sind erstmals die meistgenannte Hauptbank mit 28 Prozent.
  • Regionale Unterschiede: Kantonalbanken stark in der Westschweiz, Raiffeisen im Tessin.
  • UBS verliert nach der Integration der Credit Suisse an Marktanteil.
  • Digitalbanken gewinnen langsam an Boden, besonders bei jüngeren Altersgruppen.

Key Facts

Überblick
Quelle
finews.ch
Veröffentlicht
26.10.2026, 10:32
Rubrik
Finanzen
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance, Digitalisierung & Verwaltung
Einschätzung (KI)
NeutralMarktanteile der Banken in der Schweiz
  1. Aktuelle Entwicklung

    Die Kantonalbanken haben Raiffeisen als meistgenannte Hauptbank der Schweizer Bevölkerung überholt. Die Hochschule Luzern (HSLU) hat eine Studie durchgeführt. Diese Studie ergab, dass 28 Prozent der Befragten eine Kantonalbank als ihre Hauptbank bezeichnen. Von den 24 Kantonalbanken wurde eine genannt. Vor zwei Jahren lag dieser Wert noch bei 26 Prozent. Raiffeisen nimmt mit 25 Prozent den zweiten Rang ein. Postfinance folgt mit 19 Prozent. UBS liegt mit 17 Prozent auf dem dritten Platz.

    Die Kantonalbanken haben Raiffeisen als meistgenannte Hauptbank überholt. Die Studie zeigt auch, dass die Integration der Credit Suisse durch UBS zu einem leichten Rückgang des Marktanteils geführt hat.

  2. Regionale Unterschiede

    Die regionale Verteilung der Hauptbanken zeigt deutliche Unterschiede. In der Westschweiz sind die Kantonalbanken mit 30 Prozent besonders stark vertreten. Im Tessin hingegen nennen nur 10 Prozent der Befragten eine Kantonalbank als Hauptbank. Dort führt Raiffeisen mit 33 Prozent, gefolgt von UBS mit 20 Prozent.

    Die starken Unterschiede zwischen den Regionen sind erkennbar. In der Westschweiz könnte die Nähe zu den Kantonalbanken eine grössere Rolle spielen, während im Tessin internationale Banken wie UBS stärker vertreten sind.

  3. Einfluss von Einkommen und Vermögen

    Einkommen und Vermögen spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Hauptbank. Personen mit einem Vermögen von über 500'000 Franken nennen zu 33 Prozent UBS als wichtigste Bankverbindung. Bei Haushalten mit einem monatlichen Einkommen von über 9'000 Franken beträgt der UBS-Anteil 23 Prozent. Postfinance ist bei Personen mit tieferen Einkommen und Vermögen besonders verbreitet.

    Personen mit höherem Einkommen und Vermögen bevorzugen tendenziell UBS. Postfinance hingegen ist bei Personen mit tieferen Einkommen und Vermögen beliebt.

  4. Geschlechterunterschiede

    Auch zwischen den Geschlechtern zeigen sich Unterschiede. 20 Prozent der Männer nennen UBS als Hauptbank, bei den Frauen sind es nur 14 Prozent. Frauen bevorzugen dagegen etwas häufiger Kantonalbanken oder Postfinance. Postfinance ist bei Personen mit Vermögen von weniger als 25'000 Franken mit 22 Prozent besonders stark vertreten, bei Vermögen von über 500'000 Franken nur noch bei 8 Prozent.

    Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind erkennbar. Frauen könnten tendenziell mehr Wert auf lokale und regionale Banken legen, während Männer eher internationale Banken bevorzugen.

  5. Altersgruppen und Digitalbanken

    Die Präferenzen variieren auch zwischen den Altersgruppen. Raiffeisen erfreut sich bei den 16- bis 29-Jährigen einer Beliebtheit von 27 Prozent. Bei den 30- bis 45-Jährigen liegt diese sogar bei 28 Prozent. Die Bank ist in diesen Altersgruppen besonders populär.

    Bei älteren Personen liegt der Anteil dagegen bei rund 21 Prozent. Postfinance ist insbesondere bei älteren Kundinnen und Kunden häufiger anzutreffen. Banken wie Revolut, Yuh und Neon sind dagegen bei Personen zwischen 30 und 45 Jahren mit einem Anteil von vier Prozent vertreten.

    Die Beliebtheit von Raiffeisen bei jüngeren Altersgruppen ist erkennbar. Digitalbanken gewinnen langsam an Boden, besonders bei jüngeren Altersgruppen.

  6. Bedeutung für KMU

    Die Entwicklung zeigt, dass Kantonalbanken und Raiffeisen weiterhin eine zentrale Rolle im Schweizer Bankensektor spielen. Für KMU bedeutet dies, dass sie weiterhin auf eine breite Palette von Bankdienstleistungen zugreifen können. Die regionalen Unterschiede könnten jedoch darauf hindeuten, dass lokale Banken in bestimmten Regionen stärker gefragt sind.

  7. Ausblick

    Die Studie zeigt, dass traditionelle Banken weiterhin dominieren, während Digitalbanken nur langsam an Marktanteil gewinnen. Für die Zukunft wird es interessant sein zu beobachten, ob sich dieser Trend fortsetzt oder ob Digitalbanken in bestimmten Segmenten stärker Fuss fassen können.

    Die Zukunft wird zeigen, ob sich der Trend zu Kantonalbanken fortsetzt. Die zunehmende Akzeptanz von Digitalbanken ist erkennbar.

  8. Einordnung

    Die Studie der HSLU zeigt, dass traditionelle Banken weiterhin eine dominante Rolle im Schweizer Bankensektor spielen. Die regionalen und demografischen Unterschiede spiegeln die vielfältigen Bedürfnisse der Schweizer Bevölkerung wider.

  9. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie weiterhin auf eine breite Palette von Bankdienstleistungen zugreifen können. Die regionalen Unterschiede könnten jedoch darauf hindeuten, dass lokale Banken in bestimmten Regionen stärker gefragt sind.

Zahlen

Kantonalbanken
28%
Raiffeisen
25%
Postfinance
19%
UBS
17%
Digitalbanken
2,4%

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Kantonalbanken überholen Raiffeisen – UBS verliert