ETF-Boom: Aktive Fonds holen auf
ETFs wachsen weiter, doch institutionelle Anleger setzen wieder stärker auf aktive Strategien. Die DWS beobachtet eine Gegenbewegung im Schweizer Markt.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- DWS verzeichnete 2026 Nettomittelzuflüsse von 35 Milliarden Euro, vor allem durch ETFs.
- Institutionelle Anleger setzen wieder stärker auf aktive Fondsstrategien.
- Konzentration von Aktienindizes auf Technologieunternehmen treibt Nachfrage nach aktiven Lösungen.
- Postfinance-ETF wurde als «ETF des Jahres» ausgezeichnet.
- DWS plant weiteres Wachstum in digitalen Vertriebskanälen und massgeschneiderten Lösungen.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Schweizer Markt zeigt steigende Nachfrage nach aktiven Fonds.
- −ETFs richten sich derzeit vor allem an Privatanleger, institutionelle Investoren folgen später.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 08:39
- Rubrik
- Finanzen
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NeutralEntwicklung im ETF-Markt
Wachstum der ETFs
Die Nachfrage nach ETFs bleibt ungebrochen. Die DWS, einer der grössten europäischen ETF-Anbieter, verzeichnete in den ersten neun Monaten 2026 Nettomittelzuflüsse von knapp 35 Milliarden Euro, wobei ein grosser Teil auf passive Anlageprodukte wie Xtrackers entfiel. Europaweit stiegen die Mittelzuflüsse in ETFs im bisherigen Jahresverlauf um knapp 50 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode.
Die DWS profitiert besonders von der hohen Nachfrage nach kostengünstigen, skalierbaren Anlageprodukten. ETFs bieten Anlegern eine einfache und transparente Möglichkeit, in breite Märkte zu investieren, was ihre Attraktivität weiter erhöht. Die steigenden Mittelzuflüsse zeigen, dass Anleger weiterhin auf passive Anlageprodukte setzen, um langfristige Renditen zu erzielen.
Gegenbewegung zu passiven Anlagen
Die zunehmende Konzentration von Aktienindizes auf wenige Technologieunternehmen führt dazu, dass Anleger nach alternativen Anlageformen suchen. Aktive Fonds ermöglichen es, gezielt von Marktineffizienzen zu profitieren und Risiken besser zu steuern. Diese Entwicklung zeigt, dass Anleger zunehmend nach flexibleren und anpassungsfähigeren Anlageprodukten suchen.
Schweizer Markt im Fokus
In der Schweiz registriert die DWS eine steigende Nachfrage nach aktiven und semiaktiven Anlagelösungen. Dazu gehören aktive ETFs, benchmarknahe Strategien und Index-Enhanced-Lösungen. Pensionskassen und andere institutionelle Investoren prüfen, wie sie indexbasierte Modelle um aktive Elemente erweitern können.
Zusammenarbeit mit Postfinance
Die Zusammenarbeit mit Postfinance zeigt die Bedeutung des ETF-Geschäfts. Der gemeinsam lancierte ETF wurde als «ETF des Jahres» ausgezeichnet und hat die Erwartungen übertroffen. Derzeit richtet sich das Produkt vor allem an Privatanleger, doch mit steigendem Fondsvolumen könnte es auch für institutionelle Investoren interessant werden.
Zukunft der Anlageprodukte
Die Grenzen zwischen passivem und aktivem Management verschwimmen zunehmend. ETFs lassen sich sowohl passiv als auch aktiv verwalten, während institutionelle Mandate sowohl indexorientierte als auch aktive Elemente umfassen können. Die DWS sieht Wachstumsmöglichkeiten auf beiden Seiten und möchte weiter in digitale Vertriebskanäle investieren.
Dazu passt
Zahlen
- Nettomittelzuflüsse DWS
- 35 Milliarden Euro
- Wachstum ETF-Mittelzuflüsse Europa
- 50 Prozent
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Originaltitel: ETF-Boom: Jetzt kommt die Gegenbewegung



