Partners Group plant Aufspaltung ihres Flaggschiff-Fonds
Partners Group will ihren Global Value SICAV in zwei Teilportfolios aufteilen, um Liquiditätsprobleme zu bewältigen. Die Branche beobachtet den Fall genau, da er als Test für Evergreen-Fonds gilt.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Partners Group plant Aufspaltung des Global Value SICAV in zwei Teilportfolios.
- Hintergrund sind Liquiditätsprobleme und unterschiedliche Anlegerziele.
- Die Aufteilung des Fonds könnte als Testfall für die Branche dienen.
- Die Zukunft des Fonds hängt von der Zustimmung der Aktionäre ab.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 30.10.2026, 15:00
- Rubrik
- Finanzen
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NeutralTestfall für Anlegerstrategien
Hintergrund
Partners Group hat angekündigt, ihren Global Value SICAV, einen der grössten Private-Equity-Evergreen-Fonds, neu zu strukturieren. Der Fonds mit einem Nettovermögen von 6,6 Milliarden Euro soll in zwei Teilportfolios aufgeteilt werden. Einer soll auf langfristiges Wachstum ausgerichtet sein, der andere auf die Ausschüttung von Gewinnen durch den Verkauf von Anlagen.
Die Aufteilung ist eine Reaktion auf zunehmende Liquiditätsprobleme. Seit Juni 2026 werden Rücknahmeanträge nur noch begrenzt bedient. Die Trennung soll Anlegern mit unterschiedlichen Zielen gerecht werden. Ob die Aktionäre zustimmen, entscheidet, ob die Umstrukturierung durchgeführt wird.
Beide Teilportfolios werden vom selben Team unter einem Dach verwaltet. Dies garantiert die Kontinuität und Expertise.
Die Aufteilung geschieht nach den verschiedenen Investitionsjahrgängen, nicht aber nach den einzelnen Anlegern. Die genaue Aufteilung der Jahrgänge wurde von Partners Group noch nicht offengelegt, was bei einigen Anlegern zu Unsicherheit führen könnte. Laut Bloomberg sollen jedoch ältere Beteiligungen dem ausschüttenden Fonds und neue Investitionen dem Wachstumsfonds zugeteilt werden.
Einordnung für die Schweiz
Die Aufteilung des Fonds könnte als Testfall für die gesamte Branche dienen, insbesondere für Evergreen-Fonds. Diese Fonds müssen oft zwei Gruppen von Anlegern gleichzeitig bedienen: jene, die investiert bleiben wollen, und jene, die aussteigen möchten. Die Lösung von Partners Group könnte als Vorbild dienen.
Die Entwicklung bei Partners Group ist auch für die Schweizer Finanzbranche von Interesse, da Evergreen-Fonds eine wichtige Rolle im Portfoliomanagement spielen. Die Aufspaltung des Fonds könnte als Präzedenzfall dienen und zeigen, wie ähnliche Liquiditätsprobleme in Zukunft gelöst werden können. Dies ist besonders relevant, da viele Schweizer institutionelle Anleger in solche Fonds investieren.
Die Aufteilung des Fonds könnte auch Auswirkungen auf die Regulierung von Evergreen-Fonds in der Schweiz haben, insbesondere im Hinblick auf Transparenz und Liquiditätsmanagement.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen, die in solche Fonds investieren, könnte die Aufteilung Vorteile bieten. Anleger haben die Möglichkeit, ihre Anlagestrategie besser an ihre Ziele anzupassen. Allerdings birgt die Umstrukturierung auch Risiken, insbesondere wenn die Aktionäre der Aufteilung nicht zustimmen.
Die Aufteilung könnte auch Auswirkungen auf die Performancegebühren haben. Falls die Aufteilung zu einer besseren Liquiditätssteuerung führt, könnte dies langfristig die Stabilität und Attraktivität des Fonds erhöhen. Unternehmen sollten jedoch auch die möglichen Kosten und Gebühren im Zusammenhang mit der Umstrukturierung berücksichtigen.
Ausblick
Die Zukunft des Fonds hängt von der Zustimmung der Aktionäre ab. Falls die Aufteilung umgesetzt wird, könnte dies ein Präzedenzfall für andere Evergreen-Fonds sein. Die Branche wird die Entwicklung genau beobachten, insbesondere wie die Liquiditätsprobleme bewältigt werden.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU, die in Evergreen-Fonds investieren, könnte die Aufteilung des Global Value SICAV neue Möglichkeiten bieten. Sie könnten ihre Anlagestrategie flexibler gestalten und besser an ihre Ziele anpassen. Allerdings sollten sie die Risiken einer solchen Umstrukturierung genau abwägen.
Zahlen
- Nettovermögen des Global Value SICAV
- 6,6 Milliarden Euro
- Rücknahmeanträge im zweiten Quartal
- 9,8 Prozent des NAV
- Liquidität des Fonds
- 15 Prozent des NAV
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