Luzerner Kantonalbank steigert Gewinn um 9 Prozent
Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat ihren Konzerngewinn in den ersten neun Monaten 2026 um 8,7 Prozent erhöht. Das Wachstum wird vor allem durch das Kommissions- und Anlagegeschäft getrieben. Die Bank zeigt sich für das Gesamtjahr zuversichtlich.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Konzerngewinn steigt um 8,7 Prozent auf 242,7 Millionen Franken.
- Zinsunabhängige Erträge wachsen um 14,6 Prozent auf 195 Millionen Franken.
- Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft legt um 12,8 Prozent zu.
- CEO-Wechsel: Stefan Studer übernimmt ab Januar 2027.
- Bank erwartet Konzerngewinn im oberen Drittel der Prognosespanne.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 30.10.2026, 19:19
- Rubrik
- Finanzen
- Region
- Luzern
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- PositivSchweizer Bankenentwicklung
Geschäftsentwicklung
Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) hat in den ersten neun Monaten 2026 einen Konzerngewinn von 242,7 Millionen Franken erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz im Geschäftsbereich stieg um 7,7 Prozent und erreichte 555,8 Millionen Franken.
Die zinsunabhängigen Erträge verzeichneten ein besonders kräftiges Wachstum. Sie stiegen um 14,6 Prozent. Damit erreichten sie rund 195 Millionen Franken. CEO Daniel Salzmann betonte, dass die Bank bereits nach neun Monaten mit ihrer Strategie LUKB30 voll auf Kurs sei.
Die LUKB verzeichnete nicht nur einen Anstieg des Konzerngewinns, sondern auch eine Verbesserung der Effizienz. Die Kosten-Einnahmen-Ratio hat sich von 46,1 Prozent auf 45,5 Prozent verringert. Dieser Wert ist geringer als der strategische Maximalswert von 50 Prozent. Dies zeigt, dass die Bank ihre operativen Kosten gut im Griff hat und effizienter arbeitet.
Wachstumstreiber
Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft verzeichnete ein Wachstum von 12,8 Prozent und erhöhte sich auf 118,4 Millionen Franken. Dieses Geschäft war ein bedeutender Wachstumstreiber. Die Erträge im Wertschriften- und Anlagegeschäft erhöhten sich um 17,5 Prozent, was 15,9 Millionen Franken entspricht.
Auch das Geschäft mit Vermögensverwaltungs- und Beratungsmandaten verzeichnete einen deutlichen Zuwachs. Das entsprechende Volumen erhöhte sich von 16,8 Milliarden auf 18,5 Milliarden Franken.
Die Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten trieb viele Anleger in professionelle Vermögensverwaltungsmandate. Die LUKB verzeichnete zusätzliche Mandatsvermögen von 1,03 Milliarden Franken, was das Jahresziel von mindestens 1,2 Milliarden Franken bereits weitgehend erreicht hat.
Strategische Ausrichtung
Die LUKB will ihre Abhängigkeit vom klassischen Zinsgeschäft reduzieren. Trotz des Nullzinsumfelds erhöhte sich der Nettozinserfolg um 4,3 Prozent auf 361 Millionen Franken. Das Kreditgeschäft entwickelte sich ebenfalls positiv, mit einem Anstieg der Kundenausleihungen um 1,9 Prozent auf 47,2 Milliarden Franken.
Das Geschäft mit Immobiliengesellschaften, die unter das Kollektivanlagengesetz (KAG) fallen, wurde reduziert. Im übrigen Hypothekargeschäft erzielte die Bank dagegen ein Wachstum von 988 Millionen Franken, was die strategische Ausrichtung der Bank unterstreicht.
Personalentscheidungen
Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden CEO-Wechsel hat die LUKB weitere Personalentscheidungen getroffen. Stefan Studer wird am 1. Januar 2027 die Nachfolge von Daniel Salzmann antreten. René Arnold übernimmt interimistisch die Leitung des Departements Privat- und Gewerbekunden.
René Arnold, der die Leitung des Departements Privat- und Gewerbekunden interimistisch übernimmt, ist seit 1986 bei der LUKB tätig. Er hat eine lange Karriere bei der Bank durchlaufen und ist seit 2020 Marktbereichsleiter Mitte im Privat- und Gewerbekundengeschäft. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hat seine aufsichtsrechtliche Gewähr bestätigt.
Ausblick
Die Bank zeigt sich für das Gesamtjahr 2026 zuversichtlich und erwartet einen Konzerngewinn im oberen Drittel der Prognosespanne von 305 bis 320 Millionen Franken. Mittelfristig strebt die LUKB ehrgeizigere Ziele an, darunter einen bereinigten Konzerngewinn von über 340 Millionen Franken bis 2030.
Bis 2030 soll der bereinigte Konzerngewinn auf mehr als 340 Millionen Franken steigen. Die zinsunabhängigen Erträge sollen dann über 310 Millionen Franken erreichen, was die strategische Ausrichtung der Bank weiter stärken würde.
Einordnung
Die Luzerner Kantonalbank setzt ihre Wachstumsstrategie erfolgreich um. Die Steigerung der zinsunabhängigen Erträge zeigt, dass die Bank ihre Abhängigkeit vom klassischen Zinsgeschäft reduziert. Dies ist eine wichtige strategische Ausrichtung, insbesondere in einem Niedrigzinsumfeld.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass die LUKB als stabile und wachsende Bank weiterhin ein verlässlicher Partner sein kann. Die Bank bietet eine breite Palette an Dienstleistungen, die für Unternehmen in verschiedenen Branchen relevant sind.
Zahlen
- Konzerngewinn
- 242,7 Millionen Franken
- Geschäftsertrag
- 555,8 Millionen Franken
- Zinsunabhängige Erträge
- 195 Millionen Franken
- Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft
- 118,4 Millionen Franken
- Vermögensverwaltungsmandate
- 18,5 Milliarden Franken
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Sehr stark
Originaltitel: Luzerner Kantonalbank: Gewinn steigt – Anlagegeschäft gewinnt an Bedeutung



