Wohnungsknappheit treibt Schweizer in Agglomerationen
Die Schweizer Bevölkerung wächst stärker als der Wohnungsmarkt. Eine UBS-Studie zeigt, dass viele Menschen von den Grosszentren in die Agglomerationen abwandern. Die Situation könnte sich jedoch stabilisieren.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Schweizer Bevölkerung wächst schneller als der Wohnungsmarkt.
- Kantone wie Schaffhausen, Wallis, Freiburg, Aargau und Thurgau verzeichnen starke Zuwächse.
- Zürich verliert Bevölkerung an andere Gemeinden.
- Die UBS prognostiziert ein schwächeres Bevölkerungswachstum für das laufende Jahr.
Key Facts
Überblick- Quelle
- Moneycab
- Veröffentlicht
- 22.10.2026, 10:28
- Rubrik
- Immobilien
- Region
- Aargau, Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Neuenburg, Schaffhausen, Thurgau, Waadt, Wallis, Zürich
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance, Digitalisierung & Verwaltung
- Einschätzung (KI)
- NeutralImmobilienmarkt Schweiz
Bevölkerungswachstum und Wohnungsmangel
Die Schweiz verzeichnete zwischen 2021 und 2025 ein Bevölkerungswachstum von nahezu 460’000 Personen. Gleichzeitig wurden nur 220’000 neue Wohneinheiten gebaut. Diese Diskrepanz führt dazu, dass die Nachfrage nach Wohnraum die Angebot nicht decken kann.
Gleichzeitig bleibt die Bauaktivität hinter den Erwartungen zurück, was die Situation zusätzlich verschärft. Dies führt zu einer zunehmenden Verknappung des Wohnraums, insbesondere in den bevölkerungsreichen Regionen.
Die steigenden Mieten und die begrenzte Verfügbarkeit von Wohnraum zwingen die Menschen, nach alternativen Wohnmöglichkeiten zu suchen. Dies hat zur Folge, dass die Nachfrage nach Wohnraum in den Agglomerationen steigt, was wiederum die Preise und Mieten in diesen Regionen erhöht.
Wanderungsbewegungen in die Agglomerationen
Diese Regionen verzeichnen Zuwächse zwischen 1,4 und 1,6 Prozent pro Jahr. Gleichzeitig verlieren Kantone wie Basel-Stadt, Genf, Neuenburg und Waadt Bevölkerung an benachbarte Regionen.
Dies hat zur Folge, dass die Agglomerationen wachsen, während die Grosszentren an Bevölkerung verlieren. Gemäss der UBS haben diese Kantone nicht nur Zuzügler aus dem Ausland, sondern auch Haushalte aus anderen Kantonen dazugewonnen. Diese Regionen profitieren von der Zuwanderung aus anderen Kantonen und dem Ausland.
Die Wanderungsbewegungen ins Umland sind nicht nur auf die hohen Mieten zurückzuführen, sondern auch auf die bessere Erschliessung und Infrastruktur in den Agglomerationen. Viele Menschen ziehen in diese Regionen, um eine bessere Work-Life-Balance zu erreichen.
Zürich als Beispiel
Zürich zeigt besonders deutlich die Auswirkungen der Wohnungsknappheit. Die Stadt gewann zwar fast 38’000 Personen aus dem Ausland hinzu, verlor aber gleichzeitig rund 21’500 Personen an andere Gemeinden. Die hohen Mieten und der knappe Wohnraum begünstigen die Abwanderung in weiter entfernte Regionen.
Prognose für die Zukunft
Die UBS prognostiziert für das laufende Jahr ein schwächeres Bevölkerungswachstum von 0,7 Prozent. Hauptgrund ist die geringere Arbeitskräftenachfrage. Langfristig könnte sich die Lagequalität wieder verstärken, was die Wanderungsbewegungen ins Umland abschwächen oder umkehren könnte.
Die Abwanderung in die Agglomerationen könnte sich in Zukunft abschwächen oder umkehren, was die Situation auf dem Wohnungsmarkt stabilisieren würde. Dies würde den Druck auf die Mieten und Preise in den Agglomerationen verringern und die Lebensqualität in den Grosszentren verbessern.
Einordnung
Die Wohnungsknappheit in den Schweizer Grosszentren ist ein langfristiges Problem, das durch demografische und wirtschaftliche Faktoren verstärkt wird. Die Abwanderung in die Agglomerationen zeigt, dass die Menschen nach günstigeren Wohnmöglichkeiten suchen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie sich auf veränderte Arbeitsmärkte und möglicherweise höhere Kosten für Gewerbeimmobilien in den Agglomerationen einstellen müssen. Die Abwanderung könnte auch die Nachfrage nach Dienstleistungen und Produkten in den Grosszentren beeinflussen.
Zahlen
- Bevölkerungswachstum 2021-2025
- 460’000 Personen
- Neue Wohneinheiten 2021-2025
- 220’000
- Zuwanderung Zürich 2021-2025
- 38’000 Personen
- Abwanderung Zürich 2021-2025
- 21’500 Personen
- Bevölkerungswachstum 2026
- 0,7 Prozent
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Originaltitel: Wohnungsknappheit drängt Bevölkerung ins Umland



