Zum Inhalt
BIZ24

Mo., 26. Okt. 2026

Märkte
verzögert · TradingViewMarktzentrum
Immobilien

Viele Haushalte geben zu viel fürs Wohnen aus

Eine Umfrage zeigt, dass in der Schweiz 16 Prozent der Haushalte mehr als ein Drittel ihres Einkommens für Wohnkosten ausgeben. Besonders betroffen sind Geringverdiener und Mieter.

Titelbild zu: Viele Haushalte geben zu viel fürs Wohnen aus
Bild: Moneycab

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • 16 Prozent der Haushalte geben mehr als ein Drittel ihres Einkommens für Wohnkosten aus.
  • 22 Prozent der Mieter und 7 Prozent der Immobilienbesitzer überschreiten die Drittelregel.
  • 36 Prozent der Haushalte mit einem Bruttoeinkommen von bis zu 4000 Franken liegen über dem empfohlenen Wert.
  • Die Drittelregel dient als wichtiger Warnwert für finanzielle Engpässe.
  • Banken rechnen bei Hypotheken mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5 Prozent.

Key Facts

Überblick
Quelle
Moneycab
Veröffentlicht
22.10.2026, 08:15
Rubrik
Immobilien
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance, Energiekosten & -versorgung
Einschätzung (KI)
NegativWohnkosten in der Schweiz
  1. Ausgangslage

    In der Schweiz geben aktuell 16 Prozent der Haushalte mehr als ein Drittel ihres Bruttohaushaltseinkommens für Wohnkosten aus. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die im Auftrag des Onlinedienstes Comparis durchgeführt wurde. An der Umfrage nahmen über 1000 Personen teil.

    Die Umfrage zeigt, dass die Drittelregel nicht nur für Mieter, sondern auch für Immobilienbesitzer eine Herausforderung darstellt.

  2. Details der Umfrage

    Besonders auffällig ist, dass 22 Prozent der Mieterinnen und Mieter die empfohlene Drittelregel überschreiten. Bei den Immobilienbesitzern sind es 7 Prozent. Die Umfrage ergab, dass 36 Prozent der Haushalte mit einem Bruttoeinkommen von bis zu 4000 Franken die empfohlene Drittelregel überschreiten.

    Die Umfrage ergab zudem, dass die Drittelregel besonders für Haushalte mit niedrigem Einkommen schwierig zu erreichen ist. Dies könnte auf strukturelle Probleme im Wohnungsmarkt hinweisen, die eine breitere Diskussion über bezahlbaren Wohnraum erfordern. Die Ergebnisse zeigen, dass eine grössere Anzahl von Haushalten als erwartet von den steigenden Wohnkosten betroffen ist.

  3. Hintergrund

    Die Drittelregel, die empfiehlt, nicht mehr als ein Drittel des Einkommens für Wohnkosten auszugeben, ist ein wichtiger Warnwert. Wer längerfristig diesen Wert überschreitet, könnte unter Umständen bei anderen Budgetpositionen Einsparungen vornehmen müssen, eventuell sogar bei Ausgaben für Gesundheit oder Vorsorge. Zudem drohen Engpässe bei unerwarteten Ausgaben.

    Die Drittelregel ist kein Naturgesetz, sondern ein wichtiger Warnwert.

  4. Einordnung für die Schweiz

    Die Umfrage unterstreicht, dass die Drittelregel besonders für Geringverdiener eine Herausforderung darstellt. Banken prüfen vor der Vergabe einer Hypothek die Tragbarkeit der Finanzierung, indem sie mit einem kalkulatorischen Zinssatz von 5 Prozent rechnen, was deutlich über dem aktuellen Marktniveau liegt.

  5. Was das für Unternehmen bedeutet

    Auch die langfristige Finanzierungsplanung von Immobilienbesitzern könnte an Bedeutung gewinnen.

  6. Auswirkungen auf verschiedene Branchen

    Auch im Bildungswesen könnten höhere Wohnkosten die finanziellen Möglichkeiten von Familien beeinflussen und sich auf die Bildungsentscheidungen auswirken.

  7. Offene Fragen und Handlungsbedarf

    Die Umfrage wirft einige offene Fragen auf, die weiter untersucht werden müssen. Zum Beispiel ist unklar, wie sich die steigenden Wohnkosten langfristig auf die finanzielle Stabilität der Haushalte auswirken werden. Auch die Frage, wie die Politik und die Wirtschaft auf diese Entwicklung reagieren sollten, bleibt offen.

  8. Ausblick

    Die Umfrage zeigt, dass die Drittelregel nicht immer eingehalten wird. Es ist wichtig, dass Haushalte ihre Ausgaben im Blick behalten und sich auf unerwartete Ausgaben vorbereiten.

  9. Einordnung

    Die Drittelregel ist eine allgemein anerkannte Empfehlung, um finanzielle Stabilität zu gewährleisten. Sie hilft Haushalten, ihre Ausgaben im Griff zu behalten und sich auf unerwartete Ausgaben vorzubereiten.

  10. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU im Immobiliensektor könnte dies bedeuten, dass sie ihre Mietpreise überprüfen müssen, um sicherzustellen, dass sie für ihre Kunden tragbar bleiben. Auch die langfristige Finanzierungsplanung von Immobilienbesitzern könnte an Bedeutung gewinnen.

Zahlen

Haushalte über Drittelregel
16%
Mieter über Drittelregel
22%
Immobilienbesitzer über Drittelregel
7%
Haushalte mit Bruttoeinkommen bis 4000 Franken über Drittelregel
36%

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Begriffe

Bruttohaushaltseinkommen
Das gesamte Einkommen eines Haushalts vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben.
Drittelregel
Empfehlung, nicht mehr als ein Drittel des Einkommens für Wohnkosten auszugeben.
Tragbarkeitsrechnung
Prüfung, ob eine Hypothek langfristig finanzierbar ist.
Ganzen Artikel bei Moneycab lesen

Originaltitel: Viele bezahlen fürs Wohnen zuviel