Telekom will Kupfernetz trotz Digital Networks Act behalten
Die Deutsche Telekom plant nicht, ihr Kupfernetz abzubauen. Der Digital Networks Act könnte die Kontrolle über Europas digitale Infrastruktur verändern und Auswirkungen auf Anbieterwahl und Preise haben.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Deutsche Telekom will ihr Kupfernetz nicht abschalten.
- Der Digital Networks Act könnte die Kontrolle über Europas digitale Infrastruktur verändern.
- Die Telekom sieht das Kupfernetz als wichtig für eine flächendeckende Versorgung.
- Der Act könnte zu mehr Wettbewerb und niedrigeren Preisen führen.
- Die Umsetzung des Act könnte durch die Pläne der Telekom erschwert werden.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Geringere Abhängigkeit von einzelnen Anbietern
- −Mögliche höhere Kosten für Telekommunikationsdienste
Key Facts
Überblick- Quelle
- Golem.de
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 13:30
- Rubrik
- Technologie
- Einschätzung (KI)
- NeutralAnalyse zu Telekom-Infrastruktur
Ausgangslage
Die Deutsche Telekom zeigt sich entschlossen, ihr Kupfernetz weiterhin zu betreiben. Hintergrund ist der Digital Networks Act, der die Zukunft der digitalen Infrastruktur in Europa neu regeln soll. Die Telekom sieht in ihrem Kupfernetz weiterhin einen wichtigen Bestandteil ihrer Infrastruktur.
Die Deutsche Telekom betont, dass das Kupfernetz weiterhin eine zentrale Rolle in ihrer Infrastruktur spielt. Dies liegt daran, dass das Netz in ländlichen Gebieten oft die einzige Möglichkeit zur Internetversorgung darstellt. Ein Abbau des Netzes würde diese Regionen stark beeinträchtigen.
Hintergrund
Der Digital Networks Act könnte die Machtverhältnisse in der Telekommunikationsbranche verschieben. Die Telekom argumentiert, dass das Kupfernetz weiterhin notwendig ist, um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Ein Abbau des Netzes würde laut Telekom zu höheren Kosten und weniger Wahlmöglichkeiten für die Verbraucher führen.
Der Digital Networks Act zielt darauf ab, den Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche zu fördern. Die Telekom argumentiert, dass ein Abbau des Kupfernetzes zu einer Verschlechterung der Servicequalität führen könnte. Zudem würde die Umstellung auf neue Technologien erhebliche Investitionen erfordern.
Was das bedeutet
Für Anbieter von Telekommunikationsdiensten könnte der Digital Networks Act zu mehr Wettbewerb führen. Verbraucher könnten von niedrigeren Preisen und einer grösseren Auswahl an Anbietern profitieren. Allerdings könnte die Entscheidung der Telekom, das Kupfernetz beizubehalten, die Umsetzung des Act erschweren.
Technische Herausforderungen
Die Umstellung von Kupfer auf Glasfaser ist technisch komplex. Die Telekom argumentiert, dass nicht alle Haushalte problemlos auf Glasfaser umgestellt werden können. In einigen Gebieten sind die technischen Voraussetzungen für eine vollständige Umstellung noch nicht gegeben.
Die Telekom betont, dass die Umstellung auf Glasfaser erhebliche technische Herausforderungen mit sich bringt. In einigen Gebieten sind die Leitungen veraltet oder nicht ausreichend dimensioniert. Dies könnte zu erheblichen Verzögerungen bei der Umstellung führen.
Ausblick
Es bleibt abzuwarten, wie die europäischen Regulierungsbehörden auf die Pläne der Telekom reagieren werden. Der Digital Networks Act könnte in den kommenden Jahren zu erheblichen Veränderungen in der Telekommunikationsbranche führen.
Die europäischen Regulierungsbehörden werden die Pläne der Telekom genau prüfen. Es ist möglich, dass sie zusätzliche Massnahmen ergreifen, um den Wettbewerb zu fördern. Die Telekom könnte gezwungen sein, Teile ihres Kupfernetzes abzubauen oder anderen Anbietern Zugang zu gewähren.
Dazu passt
Zahlen
- Anzahl Drittanbieter
- 160
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Originaltitel: (g+) Digital Networks Act - Teil 1: Warum die Telekom ihr Kupfernetz nicht abschalten will



