Wohnungsmieten und Mehrfamilienhäuser teurer, Büromieten im Rückgang
Die Marktmieten für Wohnungen sind im dritten Quartal 2026 weiter gestiegen, während die Büromieten gesunken sind. Die Preise für Mehrfamilienhäuser haben ebenfalls zugelegt, wie eine Auswertung von Fahrländer Partner Raumentwicklung zeigt.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Marktmieten für Wohnungen stiegen im dritten Quartal 2026 um 1,0 Prozent (Neubau) und 0,5 Prozent (Altbau).
- Preise für Mehrfamilienhäuser stiegen um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal und liegen 7,9 Prozent über dem Vorjahresniveau.
- Büromieten sanken um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal und sind 2,9 Prozent günstiger als vor Jahresfrist.
- Stärkste Zuwächse bei Wohnungsmieten im Alpenraum und in der Südschweiz.
- FPRE erwartet weiter steigende Mieten für Wohnungen und stabile Marktbedingungen für Büroimmobilien.
Key Facts
Überblick- Quelle
- Moneycab
- Veröffentlicht
- 30.10.2026, 14:03
- Rubrik
- Immobilien
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NeutralMarktmieten steigen
Preisentwicklung
Mieten und Immobilienpreise im Wandel
Die Marktmieten für Wohnungen sind im dritten Quartal 2026 gestiegen. Neu abgeschlossene Mietverträge im Neubausegment verzeichneten einen Anstieg von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorquartal, im Altbausegment lag der Anstieg bei 0,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mieten damit um 2,7 Prozent respektive 1,9 Prozent höher.
Die Auswertung von Fahrländer Partner Raumentwicklung zeigt, dass sowohl Neubauten als auch Altbauten von den Preisanstiegen betroffen sind.
Regionale Unterschiede
Stärkste Zuwächse im Alpenraum und in der Südschweiz
Alle acht Regionen der Schweiz verzeichneten höhere Wohnungsmieten. Die Alpenregion verzeichnete im Neubausegment die höchsten Wachstumsraten mit einem Plus von 4,9 Prozent. Die Südschweiz folgte mit einem Anstieg von 4,1 Prozent. Auch bei Altbauwohnungen lagen diese beiden Regionen vorne (+3,5% bzw. +3,3%).
Die Unterschiede könnten auch darauf hinweisen, dass politische Massnahmen zur Steuerung der Mietpreise auf regionaler Ebene angepasst werden müssen.
Büromieten
Rückgang trotz stabiler Marktbedingungen
Im Gegensatz zu den Wohnungsmieten sind die Marktmieten für Büroflächen gesunken. Im Vergleich zum vorherigen Quartal wiesen sie einen Minus von 0,9 Prozent auf und liegen nun 2,9 Prozent tiefer als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Werte von Bürogebäuden auf dem Markt sind ebenfalls um 0,6 Prozent gesunken im Vergleich zum Quartal davor. Sie bleiben jedoch noch etwas höher als im Vorjahr (+0,7 %).
Der Rückgang der Büromieten könnte auf die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitswelt zurückzuführen sein. Immer mehr Unternehmen setzen auf Homeoffice und flexible Arbeitsmodelle, was zu einer geringeren Nachfrage nach Büroflächen führt. Dies könnte insbesondere für ältere Bürogebäude und periphere Lagen eine Herausforderung darstellen.
Die stabilen Marktbedingungen für Büroimmobilien könnten jedoch auch Chancen bieten. Unternehmen, die nach günstigen Büroflächen suchen, könnten von den gesunkenen Mieten profitieren. Dies könnte insbesondere für Start-ups und kleine Unternehmen interessant sein, die nach kostengünstigen Lösungen suchen.
Prognose
Weiter steigende Mieten erwartet
Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) erwartet weiter steigende Werte für Wohnungsmieten. Die starke Nachfrage nach Wohnungen zur Miete und das knappe Angebot werden voraussichtlich die Entwicklung der Mietpreise im restlichen Jahresverlauf unterstützen. Für Büroimmobilien werden insgesamt stabile Marktbedingungen erwartet, allerdings mit anhaltendem Druck auf periphere Lagen und ältere Objekte.
Einordnung
Die aktuellen Entwicklungen im Immobilienmarkt spiegeln die unterschiedlichen Dynamiken in den verschiedenen Segmenten wider. Während die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin hoch ist und das Angebot begrenzt bleibt, führt die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitswelt zu einem Rückgang der Nachfrage nach Büroflächen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass die Kosten für Wohnraum weiter steigen werden, was insbesondere für Unternehmen im Gastgewerbe und Tourismus relevant ist. Gleichzeitig könnten günstigere Büromieten Chancen für Unternehmen bieten, die Büroflächen anmieten oder kaufen möchten.
Zahlen
- Marktmieten Neubausegment
- +1,0% (Vorquartal), +2,7% (Vorjahr)
- Marktmieten Altbausegment
- +0,5% (Vorquartal), +1,9% (Vorjahr)
- Preise Mehrfamilienhäuser
- +1,3% (Vorquartal), +7,9% (Vorjahr)
- Büromieten
- -0,9% (Vorquartal), -2,9% (Vorjahr)
- Marktwerte Büroimmobilien
- -0,6% (Vorquartal), +0,7% (Vorjahr)
Wissen zur Meldung
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