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USA verbieten Deepseek-KI in Bundesbehörden

Das US-Heimatschutzministerium hat die Nutzung von KI-Technologie des chinesischen Unternehmens Deepseek in zivilen Bundesbehörden untersagt. Betroffene Unternehmen umfassen auch Partner und externe Dienstleister, welche mit Deepseek-Technologien arbeiten.

Titelbild zu: USA verbieten Deepseek-KI in Bundesbehörden
Bild: The Decoder (KI)

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • US-Heimatschutzministerium verbietet Deepseek-KI in Bundesbehörden.
  • Betroffen sind auch verbundene Unternehmen und Drittanbieter-Dienste.
  • Keine konkreten Sicherheitsbedenken oder Fristen genannt.
  • Entscheidung basiert auf US-Gesetz zur Lieferketten-Sicherheit.

Key Facts

Überblick
Quelle
The Decoder (KI)
Veröffentlicht
20.10.2026, 10:11
Rubrik
Politik
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance, Künstliche Intelligenz, Lieferketten & Beschaffung
Einschätzung (KI)
NegativK37,K38 | betrifft US-Behörden und Tech-Branche
  1. Ausgangslage

    Das US-Heimatschutzministerium hat eine Anordnung erlassen, die die Nutzung von KI-Technologie des chinesischen Labors Deepseek in zivilen Bundesbehörden verbietet. Diese Massnahme umfasst nicht ausschliesslich direkte Produkte von Deepseek, sondern erstreckt sich ebenfalls auf solche von verbundenen Firmen sowie Leistungen von externen Anbietern, welche mit Deepseek-Lösungen erstellt wurden.

    Behörden sind verpflichtet, Deepseek-Produkte aus ihren IT-Systemen zu entfernen. Neue Anschaffungen dieser Produkte sind untersagt.

  2. Hintergrund

    Die Entscheidung basiert auf einem US-Gesetz, das 2018 erlassen wurde. Dieses Gesetz betrifft die Sicherheit von Lieferketten bei Beschaffungen. Das Ministerium hat jedoch keine konkreten Sicherheitsbedenken oder eine Frist für die Entfernung der bestehenden Technologien genannt. Unklar bleibt auch, was genau unter "entwickelt mit" Deepseek zu verstehen ist und ob KI-Gateways wie OpenRouter betroffen sind.

    Die Entscheidung des Ministeriums steht im Kontext früherer Überlegungen der US-Regierung, chinesische Open-Weight-Modelle zu sanktionieren. Im Sommer 2024 hatte die Regierung laut der New York Times verschiedene Massnahmen in Betracht gezogen, darunter eine Handels-Blacklist und spezifische Regeln für den Einsatz von KI-Modellen in Bundesbehörden. Diese Massnahmen wurden jedoch nach Protesten von Tech-Unternehmen wie Nvidia, Microsoft, Google und Meta vorerst zurückgenommen.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Für die Schweiz könnte die Entscheidung des US-Heimatschutzministeriums ein Indikator für zukünftige Regulierungen im Bereich der KI-Technologie sein. Die Schweiz hat bereits Schritte unternommen, um die Sicherheit und Ethik von KI-Systemen zu gewährleisten, und könnte ähnliche Massnahmen ergreifen, um die Kontrolle über kritische Technologien zu behalten. Dies könnte zu einer stärkeren Regulierung des KI-Marktes führen.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Unternehmen, die mit US-Bundesbehörden zusammenarbeiten, könnte die Anordnung zusätzliche Compliance-Anforderungen mit sich bringen. Sie müssen sicherstellen, dass ihre Produkte und Dienste nicht auf verbotener Deepseek-Technologie basieren. Dies könnte zu erhöhten Kosten und administrativen Aufwendungen führen.

    Unternehmen, die mit US-Bundesbehörden zusammenarbeiten, könnten gezwungen sein, ihre IT-Systeme umfassend zu überprüfen und möglicherweise zu sanieren. Dies könnte zu erheblichen Investitionen und Umstellungen führen.

  5. Ausblick

    Es bleibt abzuwarten, ob andere Länder ähnliche Massnahmen ergreifen werden. Zudem könnte die Entscheidung Auswirkungen auf die Zusammenarbeit zwischen US-amerikanischen und chinesischen Unternehmen im Bereich der KI-Technologie haben. Langfristig könnte dies zu einer Fragmentierung des globalen KI-Marktes führen.

  6. Einordnung

    Die Entscheidung des US-Heimatschutzministeriums fällt in einen breiteren Kontext der zunehmenden Regulierung von KI-Technologien. In den letzten Jahren haben verschiedene Länder Massnahmen ergriffen, um die Sicherheit und Kontrolle von KI-Systemen zu gewährleisten.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte die Entscheidung bedeuten, dass sie ihre Compliance-Prozesse anpassen müssen, insbesondere wenn sie mit US-Bundesbehörden Geschäfte machen. Dies könnte zu erhöhten Kosten und administrativen Aufwendungen führen.

Zahlen

Jahr des Gesetzes
2018

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

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Wir sind direkt betroffen.

Begriffe

KI-Gateways
Schnittstellen, die den Zugriff auf verschiedene KI-Modelle ermöglichen.
Open-Weight-Modelle
KI-Modelle, deren Gewichte öffentlich zugänglich sind.

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Originaltitel: US-Heimatschutzministerium verbannt Deepseek aus zivilen Bundesbehörden