Inflation in der Schweiz steigt auf 1,5 Prozent
Die Teuerung in der Schweiz hat im Oktober 2026 deutlich angezogen. Höhere Erdölpreise trieben die Inflation auf den höchsten Stand seit Dezember 2023.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Inflation steigt auf 1,5 Prozent, höchste Rate seit Dezember 2023
- Erdölpreise 40 Prozent höher als im Vorjahr
- Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) steigt auf 101,7 Punkte
- Kerninflation bleibt bei 0,5 Prozent stabil
- SNB-Zielbereich von 0 bis 2 Prozent wird eingehalten
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Preisstabilität bleibt gewahrt
- −Unternehmen mit Energieabhängigkeit könnten höhere Kosten tragen
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 08:53
- Rubrik
- Wirtschaft
- Schwerpunkte
- Energiekosten & -versorgung, Neue Vorschriften & Compliance
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- Neutralbetrifft alle Schweizer Unternehmen
Ausgangslage
Die Schweizer Inflation ist im Oktober 2026 auf 1,5 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg liegt über den Prognosen der Ökonomen, die mit Werten zwischen 1,1 und 1,4 Prozent gerechnet hatten. Die letzte höhere Teuerung wurde im Dezember 2023 verzeichnet.
Die aktuelle Inflationsrate von 1,5 Prozent markiert einen deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahreswerten. Dies könnte auf eine allgemeine Erholung der Wirtschaft hindeuten, aber auch auf spezifische Preistreiber wie Energie hinweisen. Die Prognosen der Ökonomen wurden damit deutlich übertroffen, was die Unsicherheit in den wirtschaftlichen Aussichten erhöht.
Hintergrund
Hauptverantwortlich für den Anstieg sind die stark gestiegenen Energiekosten. Erdölprodukte waren im Oktober 40 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Der Landesindex der Konsumentenpreise verzeichnete einen Anstieg. Dieser betrug 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Der neue Wert liegt bei 101,7 Punkten. Als Grund dafür werden höhere Energiekosten genannt.
Die starken Preisschwankungen bei Erdölprodukten sind nicht nur auf globale Entwicklungen zurückzuführen, sondern auch auf saisonale Faktoren. Der Anstieg des Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) zeigt, dass diese Preisschwankungen direkt an die Verbraucher weitergegeben werden. Die Kerninflation bleibt stabil, was darauf hindeutet, dass die Preisschwankungen bei Energie und Treibstoffen die Haupttreiber der aktuellen Inflation sind.
Was das bedeutet
Die Kerninflation, die schwankende Komponenten wie Energie, Treibstoffe und frische Produkte ausschliesst, blieb mit 0,5 Prozent unverändert. Der Anstieg ändert nichts daran, dass die Gesamtrate sich zwischen null und zwei Prozent bewegt. Diese Spanne entspricht dem Zielbereich der Schweizerischen Nationalbank. Dies bedeutet, dass die Preisstabilität weiterhin gewahrt bleibt.
Die Stabilität der Kerninflation deutet darauf hin, dass die Preise für andere Güter und Dienstleistungen weiterhin moderat bleiben. Dies könnte darauf hindeuten, dass die aktuellen Inflationsraten temporär sind und nicht auf eine langfristige Preisspirale hindeuten. Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) bedeutet dies, dass keine drastischen Massnahmen erforderlich sind, um die Preisstabilität zu gewährleisten.
Ausblick
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Inflation in der Schweiz zwar gestiegen ist, aber innerhalb der tolerierten Grenzen bleibt. Unternehmen und Verbraucher müssen sich auf weiterhin stabile Preise einstellen, solange die Energiekosten nicht weiter stark ansteigen.
Dazu passt
Zahlen
- Jahresinflation
- 1,5 Prozent
- LIK
- 101,7 Punkte
- Kerninflation
- 0,5 Prozent
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Auch berichtet von
Originaltitel: Teuerung 2026 – Schweizer Inflation steigt im Oktober auf 1.5 Prozent



