Neues Wirtschaftsranking zeigt wachsende Bedeutung von Cluster-Regionen
Das Bundesamt für Statistik hat die kantonale Wirtschaftsleistung neu berechnet. Die Ergebnisse zeigen eine stärkere Konzentration der Wertschöpfung in urbanen Zentren. Besonders profitieren Genf und Basel von der neuen Methode.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Das BIP von Basel-Stadt stieg im Jahr 2022 um 30 Prozent.
- Genf verzeichnete eine Steigerung der Wertschöpfung um fast 50 Prozent.
- Schaffhausen und Neuenburg weisen nun ein um 50 Prozent höheres BIP auf.
- Zürich bleibt mit 167 Mrd. Fr. das wirtschaftliche Schwergewicht.
- Die Schweiz entwickelt sich in Richtung einer Wissensökonomie.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- ++ Für urbane Zentren wie Zürich, Genf und Basel.
- −- Für Randregionen und reine Produktionsstandorte.
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 07:50
- Rubrik
- Wirtschaft
- Region
- Basel-Stadt, Genf, Neuenburg, Schaffhausen, Zug, Zürich
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance, Export & neue Märkte, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- NeutralWirtschaftliche Veränderungen in der Schweiz
Ausgangslage
Das Bundesamt für Statistik hat die Wirtschaftsleistung der Kantone für die Jahre 2011 bis 2024 neu errechnet. Dabei kam es zu deutlichen Verschiebungen, insbesondere zugunsten der urbanen Zentren wie Genf, Basel und Zug.
Besonders auffällig ist die starke Zunahme der Wertschöpfung in den Kantonen Genf und Basel. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung von internationalen Konzernen für die Schweizer Wirtschaft.
Die überarbeitete Statistik erhöht die BIP-Werte in acht Kantonen teilweise deutlich, zum Beispiel Basel-Stadt, Genf, Neuenburg oder Zug. In den anderen 18 Kantonen sind die neuen Werte niedriger als zuvor, zum Beispiel in Glarus, St. Gallen oder im Tessin. Die aktuellen Daten zeigen, wie wichtig Grossfirmen und Branchencluster für die Schweizer Wirtschaft sind.
Hintergrund
Bisher wurden die kantonalen BIP-Zahlen «top-down» berechnet, also von der Gesamtwirtschaft heruntergebrochen. Neu erfolgt die Berechnung «bottom-up», basierend auf Unternehmensdaten. Diese Methode spiegelt die wirtschaftliche Realität genauer wider und führt zu teils starken Korrekturen.
Die neue Methode der BIP-Berechnung berücksichtigt erstmals die genaue Zuordnung von Unternehmensdaten zu den Kantonen. Dies führt zu einer präziseren Abbildung der wirtschaftlichen Realität. Die bisherigen Schätzungen basierten weitgehend auf der Zahl der Beschäftigten in einem Kanton, was zu Verzerrungen führte.
Was das bedeutet
Die neuen Zahlen verdeutlichen die entscheidende Rolle von Grossunternehmen und Branchenclustern für die Wirtschaftsleistung der Schweiz. Kantone mit vielen internationalen Konzernen wie Genf, Basel und Zug weisen eine deutlich höhere Wertschöpfung pro Kopf auf. Für KMU und reine Produktionsstandorte könnte dies eine Herausforderung darstellen.
Die Konzentration der Wirtschaftskraft in urbanen Zentren könnte langfristig zu einer Polarisierung zwischen den Kantonen führen. KMU in Randregionen könnten sich zunehmend mit Herausforderungen konfrontiert sehen, während Grossunternehmen und Branchencluster weiter an Bedeutung gewinnen.
Ausblick
Die Schweiz entwickelt sich weiter in Richtung einer Wissensökonomie. Funktionen wie Forschung, Hauptsitz und Finanzierung von Unternehmen tendieren zur Ballung in urbanen Zentren. Dies könnte die wirtschaftliche Konzentration weiter verstärken.
Für Michael Grass vom Basler Wirtschaftsforschungsinstitut BAK könnten Grossunternehmen wie Anker wirken in einem wirtschaftlichen Ökosystem. In der Umgebung dieser Firma nutzten zahlreiche weitere Betriebe, inklusive kleiner und mittlerer Unternehmen, die Vorteile.
Dazu passt
Zahlen
- BIP Basel-Stadt 2022
- +30 Prozent
- Wertschöpfung Genf 2022
- +50 Prozent
- BIP Schaffhausen/Neuenburg
- +50 Prozent
- BIP Zürich 2024
- 167 Mrd. Fr.
- BIP Genf 2024
- 87 Mrd. Fr.
Wissen zur Meldung
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Originaltitel: Neues Wirtschaftsranking – Eine Schweiz voller Cluster



