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Künstliche Intelligenz kann Fachkräftemangel nicht beheben

Eine Studie von Deloitte Schweiz zeigt, dass KI den Arbeitskräftemangel in bestimmten Branchen nicht lösen wird. Vor allem in der Pflege, im Handwerk und im Transportwesen bleiben menschliche Arbeitskräfte unverzichtbar.

Titelbild zu: Künstliche Intelligenz kann Fachkräftemangel nicht beheben
Bild: Moneycab

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • KI kann Fachkräftemangel nicht beheben
  • Pflege, Handwerk und Transport bleiben auf menschliche Arbeitskräfte angewiesen
  • KI automatisiert Aufgaben in Büro- und Wissensberufen
  • Berufsbildung und Quereinstiege müssen gestärkt werden

Key Facts

Überblick
Quelle
Moneycab
Veröffentlicht
22.10.2026, 08:30
Rubrik
Wirtschaft
Schwerpunkte
Fachkräftemangel, Künstliche Intelligenz
Einschätzung (KI)
NegativArbeitsmarkt Schweiz
  1. Ausgangslage

    Künstliche Intelligenz (KI) verändert zwar den Schweizer Arbeitsmarkt, wird aber den demografisch bedingten Fachkräftemangel nicht beheben können. Dies geht aus einer Studie von Deloitte Schweiz hervor. Besonders in personenorientierten und praxisnahen Berufen bleibt der Bedarf an menschlichen Arbeitskräften hoch.

    Die Studie von Deloitte Schweiz betont, dass der Fachkräftemangel in bestimmten Branchen trotz des Einsatzes von KI weiterhin bestehen bleibt. Dies ist besonders kritisch, da die Schweizer Wirtschaft stark von diesen Sektoren abhängt. Die Demografie verschärft das Problem zusätzlich, da die Bevölkerung altert und weniger junge Menschen in diese Berufe nachrücken.

  2. Hintergrund

    Die Studie untersucht das Einsatzpotenzial von KI in verschiedenen Berufen. KI kann zwar Aufgaben in der Dokumentation, Planung, Administration und Informationssuche erleichtern. In Software- und Marketingberufen könnte dies sogar zu einem Arbeitsplatzabbau führen. Allerdings sind aktuelle KI-Systeme nicht in der Lage, ältere oder kranke Menschen zu pflegen, Kinder zu unterrichten oder körperliche Arbeit zu übernehmen.

    KI kann zwar repetitive Aufgaben übernehmen, doch die Komplexität und die menschliche Interaktion in Berufen wie der Pflege oder dem Handwerk sind schwer zu automatisieren. Dies zeigt, dass KI eher ein Werkzeug zur Unterstützung denn eine vollständige Lösung darstellt. Die Studie unterstreicht, dass KI die Arbeitsplätze in diesen Bereichen nicht ersetzen, sondern lediglich bestimmte Aufgaben erleichtern kann.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Studie zeigt eine mögliche Spaltung des Arbeitsmarktes auf. Während in einigen Berufen KI Aufgaben automatisiert und neue Anforderungen schafft, bleiben in anderen Berufen, deren Kernaufgaben schwer zu automatisieren sind, Stellen offen. Dies betrifft insbesondere die Pflege, das Handwerk und den Transportsektor.

    Die Schweizer Wirtschaft ist stark von personenorientierten und praxisnahen Berufen abhängig. Eine Spaltung des Arbeitsmarktes könnte zu einer ungleichen Verteilung der Arbeitskräfte führen. Dies könnte langfristig die Wirtschaftlichkeit und Effizienz dieser Sektoren beeinträchtigen. Die Studie zeigt, dass eine differenzierte Herangehensweise notwendig ist, um die Herausforderungen des Fachkräftemangels zu bewältigen.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Unternehmen, Bildungsinstitutionen und die Politik sollten die Berufsbildung stärken und Quereinstiege in Mangelberufen erleichtern. Attraktive Karrierewege könnten mehr Menschen für diese Berufe begeistern. Zudem sollte KI genutzt werden, um Beschäftigte von repetitiven Aufgaben zu entlasten. In Büro- und Wissensberufen sind Weiterbildung und neue Aufgabenprofile notwendig.

    Unternehmen müssen sich auf eine langfristige Strategie zur Bewältigung des Fachkräftemangels einstellen. Dies umfasst nicht nur die Investition in KI, sondern auch die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen und die Förderung von Quereinstiegen. Eine enge Zusammenarbeit mit Bildungsinstitutionen könnte ebenfalls helfen, den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften zu decken.

  5. Ausblick

    Die Studie verbindet schweizerische demografische und berufliche Angaben mit weltweiten Informationen über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Insgesamt wurden 279 Berufe untersucht. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, gezielt in die Berufsbildung und die Attraktivität von Mangelberufen zu investieren.

    Die Studie von Deloitte Schweiz zeigt, dass der Einsatz von KI im Arbeitsmarkt eine komplexe Herausforderung darstellt. Unternehmen, Bildungsinstitutionen und die Politik müssen gemeinsam Lösungen entwickeln, um den Fachkräftemangel zu bewältigen. Dies erfordert eine langfristige Planung und gezielte Massnahmen, um die Attraktivität und die Effizienz der betroffenen Berufe zu steigern.

  6. Einordnung

    Die Studie von Deloitte Schweiz zeigt, dass KI zwar bestimmte Aufgaben erleichtern kann, aber den Fachkräftemangel in personenorientierten und praxisnahen Berufen nicht lösen wird. Dies unterstreicht die Bedeutung gezielter Massnahmen zur Förderung dieser Berufe.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie weiterhin auf menschliche Arbeitskräfte in Mangelberufen angewiesen sind. Investitionen in die Berufsbildung und die Schaffung attraktiver Karrierewege könnten helfen, den Fachkräftemangel zu lindern.

Zahlen

Berufe untersucht
279

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Begriffe

Künstliche Intelligenz (KI)
Technologie, die maschinelles Lernen und Automatisierung ermöglicht
Fachkräftemangel
Fehlende qualifizierte Arbeitskräfte in bestimmten Berufen
Quereinstiege
Möglichkeit für Personen, ohne spezifische Ausbildung in einen Beruf einzusteigen

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Originaltitel: KI löst Fachkräftemangel nicht