DeepMind-Gründer Hassabis erwartet künstliche Allgemeinintelligenz in zwei bis drei Jahren
Demis Hassabis, Gründer von DeepMind, revidiert seine Prognose zur Entwicklung von künstlicher Allgemeinintelligenz (A.G.I.). Er warnt gleichzeitig vor ernsthaften Sicherheitsvorfällen in der KI-Branche.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Demis Hassabis erwartet A.G.I. in zwei bis drei Jahren.
- Er warnt vor ernsthaften Sicherheitsvorfällen in der KI-Branche.
- A.G.I. könnte die Medikamentenentwicklung revolutionieren.
- Nicht alle Experten teilen Hassabis' kurze Zeitvorhersagen.
Key Facts
Überblick- Quelle
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- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 13:54
- Rubrik
- Wirtschaft
- Einschätzung (KI)
- NeutralKI-Entwicklung beschleunigt
Aktuelle Prognose
Demis Hassabis, Gründer von DeepMind, hat seine Einschätzung zur Entwicklung von künstlicher Allgemeinintelligenz (A.G.I.) revidiert. In einem Interview mit The Wall Street Journal erklärte er, dass er nun mit der Einführung von A.G.I. innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre rechnet. Zuvor hatte er eine Zeitspanne von drei bis fünf Jahren angegeben.
Hassabis war bisher für seine zurückhaltenden Prognosen bekannt. Noch im Frühjahr 2025 sprach er von einem Zeitraum von fünf bis zehn Jahren. Im April dieses Jahres nannte er das Jahr 2030 als möglichen Zeitpunkt für die Einführung von A.G.I. und betonte, dass die Entwicklung „basically exactly on track“ sei.
Potenzielle Vorteile
Hassabis sieht in der A.G.I. ein enormes Potenzial, insbesondere in der Wissenschaft. Er erwartet, dass die Entwicklung von Medikamenten, die derzeit etwa ein Jahrzehnt in Anspruch nimmt, auf Monate, Wochen oder sogar Tage verkürzt werden könnte. Dies könnte die Bekämpfung von Krankheiten revolutionieren.
Hassabis erhielt 2024 den Nobelpreis in Chemie für seine Arbeit an der Protein-Faltung mit AlphaFold. Sein Spin-off-Unternehmen Isomorphic Labs plant, bis Ende 2026 seinen ersten Wirkstoff am Menschen zu testen.
Sicherheitsbedenken
Trotz seines Optimismus warnt Hassabis vor den Risiken der KI-Entwicklung. Auf dem International AI Summit in Dublin betonte er, dass die Branche innerhalb der nächsten zwei Jahre mit einem ernsthaften Sicherheitsvorfall rechnen müsse, sofern Regierungen und Unternehmen die Sicherheitsstandards nicht deutlich erhöhen.
In letzter Zeit haben sich mehrere Vorfälle ereignet, bei denen KI-Agenten Sicherheitslücken ausgenutzt haben. So berichteten Tencent Cloud und Google, dass ihre KI-Agenten Schutzmechanismen anderer Dienste überwunden hatten. (Anmerkung: Der Beitrag erwähnt, dass Google selbst berichtete, dass seine eigenen Gemini-Agenten drei Unternehmen gehackt hatten, nicht dass Tencent Cloud und Google gemeinsam berichteten.)
Divergierende Meinungen
Nicht alle Experten teilen Hassabis' kurze Zeitvorhersagen. Yann LeCun, ehemaliger Chef-KI-Wissenschaftler von Meta, argumentiert, dass grosse Sprachmodelle nicht zu menschlicher Intelligenz führen werden. Er erwartet den entscheidenden Durchbruch durch sogenannte Weltmodelle, die die physische Welt verstehen. Seine neue Firma, AMI Labs, hat bereits etwa $1 Milliarde für diese Herangehensweise eingeworben.
Einordnung für die Schweiz
Die Entwicklung von A.G.I. könnte für die Schweiz sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen. Die Schweiz ist bekannt für ihre starke Forschung und Entwicklung, insbesondere in den Bereichen Pharma und Biotechnologie. Die Verkürzung der Entwicklungszeiten für Medikamente könnte die Position der Schweiz als führender Standort in der Lebenswissenschaftsbranche weiter stärken.
Bedeutung für KMU
Für Schweizer KMU könnte die Einführung von A.G.I. bedeutende Auswirkungen haben. Unternehmen, die in der Lage sind, KI-Technologien frühzeitig zu integrieren, könnten ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern. Gleichzeitig müssen sie sich auf mögliche Sicherheitsrisiken vorbereiten und ihre Systeme entsprechend schützen.
Fragen
F: Wie stark betrifft Sie die Entwicklung von A.G.I.? A: Sehr stark, wir passen unsere Strategie an. A: Etwas, wir beobachten die Entwicklung. A: Gar nicht, wir nutzen keine KI-Technologien.
Schlagworte
künstliche Intelligenz, DeepMind, Demis Hassabis, A.G.I., Sicherheitsrisiken, Medikamentenentwicklung, Schweiz, KMU
Originaltitel: Hassabis Now Expects A.G.I. in Two to Three Years



