Graubünden trotzt Konjunkturabschwung mit robustem Wachstum
Während die Schweizer Wirtschaft im dritten Quartal 2026 an Schwung verlor, verzeichnete Graubünden ein Wachstum von 2.2%. Der Kanton profitierte dabei von einer starken Tourismusbranche und stabilen Exporten.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Graubünden verzeichnete im dritten Quartal 2026 ein Wachstum von 2.2%.
- Der Tourismus trug massgeblich zum Wachstum bei, mit einem Höchststand von 12% mehr Logiernächten im Juli.
- Die Bergbahnen verzeichneten 11% mehr Ersteintritte gegenüber dem Vorjahr.
- Die Exporte entwickelten sich stabil, mit Zuwächsen in der Elektronikbranche.
- Die Zahl der Online-Stellenanzeigen lag im September 2026 rund 7% über dem Vorjahreswert.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Graubünden zeigt sich widerstandsfähig gegen den nationalen Konjunkturabschwung.
- −Die internationale Unsicherheit bleibt eine Herausforderung für exportorientierte Unternehmen.
Key Facts
Überblick- Quelle
- Moneycab
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 10:26
- Rubrik
- Wirtschaft
- Region
- Graubünden
- Schwerpunkte
- Export & neue Märkte, Fachkräftemangel
- Einschätzung (KI)
- PositivRegionalwirtschaft mit Plus
Ausgangslage
Die Wirtschaft der Schweiz zeigte im dritten Quartal 2026 einen deutlichen Verlust an Dynamik. Im Juli und August betrug das geschätzte Wachstum etwa 1%. Der Swiss REco Index der Fachhochschule Graubünden zeigte im September sogar einen leicht negativen Wert von -0,15%.
Die nationalen Wirtschaftsdaten deuten auf eine breitere Verlangsamung hin, was die Bedeutung regionaler Unterschiede unterstreicht.
Widerstandsfähigkeit Graubündens
Graubünden hingegen zeigte sich widerstandsfähig. Das Wachstum lag im Juli bei 2.2% und im August bei etwa 3%, bevor es im September auf 1.25% abflachte. Damit zählt der Kanton zu den stärker wachsenden Regionen der Schweiz.
Treiber des Wachstums
Der Tourismus spielte eine zentrale Rolle. Von April bis Juli lagen die Logiernächte deutlich über den Vorjahreswerten, mit einem Höchststand von 12% im Juli. Besonders die Nachfrage aus der Schweiz, Italien und den USA trug positiv bei. Auch die Bergbahnen verzeichneten einen Anstieg der Ersteintritte um 11% gegenüber dem Vorjahr.
Stabilität im Export
Die Exporte Graubündens entwickelten sich trotz internationaler Unsicherheiten stabil. Die Branchen Elektronik, Optik und Elektrik verzeichneten deutliche Zuwächse, während die Maschinenexporte schwächer abschnitten. Medizinische Apparate und Materialien zeigten nach einer schwächeren Phase im September wieder Wachstum.
Arbeitsmarkt
Positive Signale kamen auch vom Arbeitsmarkt. Die Anzahl der digitalen Jobinserate betrug im September 2026 etwa 7% mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der beim RAV registrierten Arbeitslosen sank im September zum ersten Mal unter den Wert des Vorjahres. Besonders im Gastgewerbe und im Gesundheitswesen verbesserte sich die Lage.
Die leichte Unterschreitung der Stellensuchenden beim RAV deutet auf eine langsam verbesserte Lage hin.
Was das bedeutet
Tourismusbetriebe, Bergbahnen und die Elektronikbranche profitieren direkt von der robusten Wirtschaftslage. Für exportorientierte Unternehmen bleibt die internationale Unsicherheit eine Herausforderung. Die stabilen Exporte zeigen jedoch, dass Graubünden auch in schwierigen Zeiten widerstandsfähig bleibt.
Ausblick
Entscheidend ist, ob der Tourismus und der Binnenkonsum ihre Dynamik bewahren können. Ebenso wichtig ist, ob exportorientierte Branchen im unsicheren weltwirtschaftlichen Umfeld bestehen können.
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Zahlen
- Wachstum Graubünden Q3 2026
- 2.2%
- Logiernächte Juli 2026
- 12% mehr als Vorjahr
- Ersteintritte Bergbahnen
- 11% mehr als Vorjahr
- Online-Stellenanzeigen September 2026
- 7% mehr als Vorjahr
- Swiss REco Index September 2026
- -0.15%
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Originaltitel: GKB-Wirtschaftsmonitor: Graubünden wächst gegen den Trend



