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US-Wirtschaft vor Zwischenwahlen: Wachstum trotz hoher Lebenshaltungskosten

Die US-Wirtschaft präsentiert ein uneinheitliches Bild: Während das BIP ansteigt, kämpfen viele Amerikaner mit hohen Preisen und einem schwächelnden Arbeitsmarkt. Vor den Zwischenwahlen versucht Präsident Trump, die wirtschaftliche Lage als Erfolg zu präsentieren.

Titelbild zu: US-Wirtschaft vor Zwischenwahlen: Wachstum trotz hoher Lebenshaltungskosten
Bild: tagesschau – Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Das BIP der USA wuchs im dritten Quartal 2026 um 3,4 Prozent.
  • Die Inflation liegt bei 3,7 Prozent, deutlich über dem Ziel der US-Notenbank.
  • Die Verbraucherstimmung ist auf den tiefsten Stand seit 2014 gesunken.
  • Der Arbeitsmarkt zeigt Anzeichen einer Schwäche, mit rückläufiger Schaffung neuer Arbeitsplätze.
  • Unternehmensinvestitionen in KI und Technologie stützen die Konjunktur.

Key Facts

Überblick
Quelle
tagesschau – Wirtschaft
Veröffentlicht
02.11.2026, 12:25
Rubrik
Wirtschaft
Schwerpunkte
Export & neue Märkte, Künstliche Intelligenz, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralUS-Wirtschaftsentwicklung und Politik
  1. Aktuelle Lage

    Die US-Wirtschaft verzeichnet ein moderates Wachstum, doch die Lebenshaltungskosten belasten viele Haushalte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im dritten Quartal 2026 annualisiert um 3,4 Prozent. Dennoch klagen Verbraucher über hohe Preise, insbesondere bei Energie und Grundnahrungsmitteln. Die Inflation lag im September bei 3,7 Prozent, deutlich über dem Ziel der US-Notenbank.

    Die Verbraucherstimmung hat den niedrigsten Wert seit 2014 erreicht. Eine Umfrage der University of Michigan zeigt, dass die Zuversicht in die Wirtschaft geringer ist als während der Finanzkrise 2008 oder der Corona-Pandemie 2020. Trotzdem herrscht eine negative Stimmung, doch der private Konsum bleibt stabil. Dadurch wird das BIP-Wachstum gefördert.

    Neben der Inflation tragen auch die erhöhten Energiepreise zu den hohen Lebenshaltungskosten bei. Der Iran-Krieg hat eine Energiekrise ausgelöst, die die Preise für Benzin und Diesel in die Höhe getrieben hat. Diese Entwicklung belastet insbesondere Haushalte mit niedrigem Einkommen, die einen grösseren Teil ihres Budgets für Energie ausgeben müssen.

    Die politische Unsicherheit vor den Zwischenwahlen belastet die wirtschaftliche Lage zusätzlich. Präsident Trump stellt die wirtschaftliche Entwicklung als Erfolg seiner Regierung dar. Viele Amerikaner erleben jedoch eine andere Realität. Die Umfrage der University of Michigan zeigt, dass die Verbraucherstimmung auf einem Tiefstand ist, was auf eine wachsende Unzufriedenheit hindeutet.

  2. Arbeitsmarkt und Investitionen

    Der US-Arbeitsmarkt zeigt Anzeichen einer Schwäche. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,2 Prozent, doch die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist rückläufig. Im September entstanden lediglich 29.000 neue Stellen, ein deutlicher Rückgang gegenüber den Vorjahren. Die Nettozuwanderung ist praktisch zum Stillstand gekommen, was den Arbeitskräftemangel verschärft.

    Unternehmensinvestitionen, insbesondere in Künstliche Intelligenz (KI), Halbleiter und Energieinfrastruktur, stützen die Konjunktur. Diese Investitionen könnten langfristig die Produktivität steigern, doch ob sich die hohen Ausgaben rechnen, ist noch ungewiss.

    Die schwache Schaffung neuer Arbeitsplätze deutet auf eine wachsende Unsicherheit in der Wirtschaft hin. Viele Unternehmen halten sich mit Neueinstellungen zurück, was auf eine vorsichtige Haltung aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit hindeutet. Dies könnte ein Vorzeichen für eine mögliche Abschwächung der Konjunktur sein.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die wirtschaftliche Entwicklung in den USA hat direkte Auswirkungen auf die Schweiz. Als einer der wichtigsten Handelspartner der USA profitieren Schweizer Unternehmen von einem stabilen US-Markt. Gleichzeitig können steigende Zölle und Handelsbarrieren die Exportchancen beeinträchtigen. Die Schweizer Wirtschaft sollte die Entwicklungen in den USA genau beobachten, um auf mögliche Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet die aktuelle Lage in den USA sowohl Chancen als auch Risiken.

    Unternehmen sollten ihre Lieferketten und Preispolitik an die neuen Gegebenheiten anpassen.

  5. Ausblick

    Die nächsten Monate werden zeigen, ob die US-Wirtschaft weiterhin stabil bleibt oder ob sich die aktuellen Trends verschärfen. Die Zwischenwahlen könnten entscheidend sein, da die politische Richtung die wirtschaftliche Politik massgeblich beeinflusst. Schweizer Unternehmen sollten die Entwicklungen in den USA genau verfolgen und ihre Strategien entsprechend anpassen.

    Die wirtschaftliche Lage in den USA ist komplex und wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst.

  6. Einordnung

    Die aktuelle wirtschaftliche Lage in den USA zeigt ein moderates Wachstum, während gleichzeitig hohe Lebenshaltungskosten und ein schwächelnder Arbeitsmarkt bestehen. Diese Entwicklungen sind das Ergebnis einer komplexen Wechselwirkung zwischen politischer Steuerung, globalen Ereignissen und strukturellen Veränderungen in der Wirtschaft.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet die aktuelle Lage in den USA sowohl Chancen als auch Risiken. Gleichzeitig können hohe Lebenshaltungskosten und ein schwächelnder Arbeitsmarkt die Nachfrage nach Schweizer Produkten und Dienstleistungen beeinträchtigen.

Zahlen

BIP-Wachstum (Q3 2026)
3,4 Prozent
Inflation (September 2026)
3,7 Prozent
Arbeitslosenquote (September 2026)
4,2 Prozent
Neue Arbeitsplätze (September 2026)
29.000

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Originaltitel: Vor den US-Zwischenwahlen: Wie ist Trumps Wirtschaftsbilanz?