Japan startet Mission zu Marsmond Phobos für Gesteinsproben
Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA startet am 19. Im Oktober 2026 startet eine Mission, die erstmals Bodenproben vom Marsmond Phobos zur Erde transportieren soll. Die Mission könnte Japan im Wettlauf um Marsmaterial an die USA und China vorbeiziehen lassen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Start der MMX-Mission am 19. Oktober 2026
- Ziel: Bodenproben vom Marsmond Phobos zur Erde bringen
- Japan könnte im Wettlauf um Marsmaterial an die USA und China vorbeiziehen
- Mission war ursprünglich für 2024 geplant, wurde jedoch verschoben
- Trägerrakete H3 hatte bei früheren Missionen Probleme
Key Facts
Überblick- Quelle
- t3n
- Veröffentlicht
- 19.10.2026, 14:00
- Rubrik
- Wirtschaft
- Einschätzung (KI)
- NeutralRaumfahrt und internationale Konkurrenz
Missionstart
Die japanische Raumfahrtbehörde JAXA plant den Start der Raumsonde „Martian Moons Exploration“ (MMX) am 19. Oktober 2026. Die Sonde wird vom Raumfahrtzentrum Tanegashima aus mit einer Trägerrakete des Typs H3 ins All befördert. Die fünfjährige Reise soll erstmals Bodenproben vom Marsmond Phobos zur Erde bringen.
Die MMX-Sonde besteht aus drei Modulen und wird eine komplexe Reise antreten. Nach dem Start wird sie zunächst eine Flugstrecke von 500 bis 600 Millionen Kilometern zurücklegen, um den Mars im August 2027 zu erreichen. Im September 2027 soll sie in einen Quasi-Satelliten-Orbit einschwenken, der es ihr ermöglicht, in der Nähe von Phobos zu bleiben. Die Mission sieht zwei Landungen auf Phobos vor, die für das Jahr 2030 geplant sind.
Die MMX-Sonde wird Proben von der Oberfläche von Phobos sammeln. Dies ermöglicht eine detailliertere Analyse des Materials. Die Sonde wird zwei unterschiedliche Sammelverfahren nutzen: einen japanischen Bohrarm und ein US-System, das Druckgas verwendet, um Staub aufzuwirbeln.
Vor der Landung der Hauptsonde wird ein Erkundungsrover namens Idefix abgesetzt. Dieser Rover wird die Bodenfestigkeit prüfen und die mineralogische Zusammensetzung des Gesteins untersuchen. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, kurz DLR, sowie die französische Raumfahrtagentur CNES haben den Rover konstruiert.
Hintergrund
Japan könnte mit dieser Mission im Wettlauf um die ersten Marsmaterial-Proben an die USA und China vorbeiziehen. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben wegen der Kosten ihr eigenes Rückführprogramm abgeschafft. Gleichzeitig plant China, seine Mission Tianwen-3 erst im Jahr 2028 zu starten. Die MMX-Mission war ursprünglich für 2024 geplant, wurde jedoch wegen Verzögerungen nach dem gescheiterten Erstflug der H3-Rakete im März 2023 verschoben.
Die MMX-Mission nutzt eine indirekte Route, um Marsmaterial zur Erde zu bringen. Während andere Nationen direkt auf dem Mars landen wollen, sammelt die MMX-Sonde Material von Phobos, das von der Marsoberfläche stammt. Dies könnte wertvolle Informationen über die Zusammensetzung und Geschichte des Mars liefern.
Bereits im Jahr 2011 scheiterte die russische Mission Phobos-Grunt beim Landeversuch. Bereits im Jahr 2011 scheiterte jedoch die russische Mission Phobos-Grunt beim Landeversuch. Die MMX-Mission nutzt daher innovative Technologien, um die Risiken zu minimieren. Der Erkundungsrover Idefix verfügt über vier einzeln steuerbare Beine, um auf dem unebenen Gelände nicht liegenzubleiben.
Einordnung für die Schweiz
Die Mission könnte wichtige Erkenntnisse über die Entstehung der Marsmonde liefern. Die Schweiz ist zwar nicht direkt an der Mission beteiligt, könnte jedoch von den wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren.
Dies könnte zu neuen Kooperationsmöglichkeiten und Geschäftschancen für Schweizer Unternehmen führen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Schweizer Unternehmen im Raumfahrtsektor könnte die Mission neue Kooperationsmöglichkeiten eröffnen. Zudem könnten die wissenschaftlichen Erkenntnisse neue Impulse für die Forschung und Entwicklung geben.
Ausblick
Die Mission steht unter Vorbehalt, da die Trägerrakete H3 bereits bei früheren Missionen Probleme hatte. Falls die Mission erfolgreich ist, könnte sie neue Erkenntnisse über die Entstehung der Marsmonde liefern.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU im Raumfahrtsektor könnte die Mission neue Kooperationsmöglichkeiten eröffnen. Zudem könnten die wissenschaftlichen Erkenntnisse neue Impulse für die Forschung und Entwicklung geben.
Zahlen
- Startdatum
- 19. Oktober 2026
- Missionsdauer
- 5 Jahre
- Probenmenge
- mindestens 10 Gramm
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Originaltitel: Wettlauf zum Roten Planeten: Wie Japan auf dem Marsmond Phobos nach Marsgestein sucht



