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Thüringer Sensoren unterstützen japanische Marsmission

Eine japanische Raumsonde mit einem deutsch-französischen Rover ist zum Mars aufgebrochen. Sensoren aus Jena helfen bei der Navigation. Die Mission soll Proben von einem Marsmond zur Erde bringen.

Titelbild zu: Thüringer Sensoren unterstützen japanische Marsmission
Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Stern-Sensoren aus Jena unterstützen japanische Marsmission.
  • Sensoren helfen bei der Navigation und Ausrichtung der Raumsonde.
  • Rover „Idefix“ soll 2029 auf Phobos landen und Proben sammeln.
  • Jena-Optronik hat lange Tradition in der Raumfahrttechnik.

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
20.10.2026, 13:50
Rubrik
Märkte
Schwerpunkte
Export & neue Märkte
Einschätzung (KI)
NeutralThüringer Firma beteiligt an Weltraumprojekt
  1. Ausgangslage

    Eine japanische Raumsonde hat mit dem deutsch-französischen Rover „Idefix“ ihre Reise zum Mars angetreten. An Bord befinden sich Stern-Sensoren aus Jena, die für die Navigation der Sonde entscheidend sind. Die Sensoren kommen von dem Thüringer Raumfahrtunternehmen Jena-Optronik, welches eine lange Tradition in der Herstellung von Weltraumtechnik besitzt.

    Die Raumsonde startete erfolgreich vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima. Die Sensoren aus Jena sind Teil des Lage- und Bahnsteuerungssystems der Sonde. Die Mission ist ein Beispiel für die internationale Zusammenarbeit in der Raumfahrt, bei der jedes Land seine spezifischen Stärken einbringt. Für die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist dies eine Chance, ihre Technologien unter Beweis zu stellen und ihre Position im globalen Wettbewerb zu stärken.

  2. Technische Details

    Die Stern-Sensoren von Jena-Optronik kombinieren Optik mit Bildverarbeitung und nutzen Sterne zur Orientierung. Sie sind Teil des Lage- und Bahnsteuerungssystems der Raumsonde. Die Sensoren messen das Sternenfeld, das die Sonde umgibt, und vergleichen es sofort mit einem eingebauten Sternenkatalog. Dadurch kann die genaue Position des Flugkörpers im Weltraum ermittelt werden. Dies ist besonders wichtig für die präzise Ausrichtung wissenschaftlicher Instrumente, die Daten von den Oberflächen der Marsmonde Phobos und Deimos erfassen sollen.

    Die Stern-Sensoren von Jena-Optronik sind nicht nur für die Navigation der Raumsonde entscheidend, sondern auch für die Stabilisierung des Flugkörpers im All. Sie ermöglichen es, die Ausrichtung der Sonde in Echtzeit anzupassen, was besonders wichtig ist, um die wissenschaftlichen Instrumente präzise auf die Oberflächen der Marsmonde auszurichten.

  3. Mission und Ziele

    Die Raumsonde soll im Jahr 2029 auf dem Marsmond Phobos landen. Der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und der französischen Raumfahrtbehörde CNES entwickelte Rover Idefix wird Proben sammeln. 2031 soll ein Rückkehrmodul erstmals Proben von Phobos zur Erde bringen. Die Sensoren aus Jena spielten in diesem Jahr bereits eine Rolle bei der Artemis-Mission zum Mond, die in den USA gestartet wurde.

    Dies würde nicht nur neue Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung des Mars liefern, sondern auch die technische Fähigkeit zur Probenrückführung demonstrieren.

  4. Unternehmen und Tradition

    Jena-Optronik produziert seit der DDR-Zeit Systeme zur Lageregulierung von Satelliten und Raumschiffen. Das Unternehmen hat dabei eine lange Tradition. Jena-Optronik ist eine Tochterfirma von Airbus Defence and Space.

    Die Firma trägt damit massgeblich zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Raumfahrtindustrie bei.

  5. Einordnung

    Die Raumfahrtindustrie ist stark von präzisen Navigationssystemen abhängig, um Missionen erfolgreich durchzuführen. Stern-Sensoren sind dabei ein bewährtes Mittel, um die Ausrichtung von Raumschiffen und Sonden zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit zwischen internationalen Partnern ist in der Raumfahrt üblich und ermöglicht den Austausch von Expertise und Technologie.

  6. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU in der Raumfahrt- und Technologiebranche könnte diese Mission ein Ansporn sein, sich weiter in der Entwicklung präziser Navigationssysteme zu engagieren. Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern kann neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen und die Innovationskraft stärken.

Zahlen

Anzahl der bisher verkauften Lageregelungssensoren
450

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Japans Marsmission: So sollen Sensoren aus Deutschland zum Erfolg beitragen