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Neues Altersvorsorgedepot soll Riester-Rente ablösen

Ab Januar 2027 wird das Altersvorsorgedepot die bekannte Riester-Rente ersetzen. Es verspricht höhere Renditechancen durch Aktien und ETFs, doch Verbraucherschützer warnen vor überhasteten Entscheidungen.

Titelbild zu: Neues Altersvorsorgedepot soll Riester-Rente ablösen
Bild: tagesschau – Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Altersvorsorgedepot ersetzt ab 2027 die Riester-Rente
  • Staatliche Unterstützung bis maximal 540 Euro und zusätzlich 300 Euro für Kinder.
  • Verbraucherschützer warnen vor überhasteten Entscheidungen
  • Kosten sollten genau geprüft werden
  • Langfristige Auswirkungen auf die Rendite beachten

Key Facts

Überblick
Quelle
tagesschau – Wirtschaft
Veröffentlicht
22.10.2026, 13:09
Rubrik
Finanzen
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance, Digitalisierung & Verwaltung
Einschätzung (KI)
Neutralbetrifft Vorsorge aller Firmen
  1. Ausgangslage

    Die gesetzliche Rente allein reicht für viele nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Die durchschnittlichen Rentenbezüge liegen bei 1.900 Euro im Monat, doch nur wer über Jahre gut verdient hat, erhält diesen Betrag. Die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und benötigtem Einkommen soll nun durch das neue Altersvorsorgedepot geschlossen werden.

    Die Rentenlücke ist ein weitverbreitetes Problem. Viele Menschen unterschätzen den Handlungsbedarf und schieben die Vorsorge auf. Die Prognosen des gesetzlichen Rentenversicherers zeigen deutlich, dass die gesetzliche Rente allein oft nicht ausreicht. Die durchschnittlichen Rentenbezüge von 1.900 Euro im Monat sind für viele nicht ausreichend, insbesondere wenn sie über Jahre hinweg weniger als durchschnittlich verdient haben.

  2. Hintergrund

    Das Altersvorsorgedepot wird ab Januar 2027 die Riester-Rente ersetzen. Es bietet mehr Aktien, ETFs und Renditechancen. Die staatliche Unterstützung beinhaltet maximal 540 Euro zusätzlich zu 300 Euro pro Kind als Kinderzulage. Voraussetzung ist eine Eigenleistung von 2.100 Euro pro Jahr.

    Das Altersvorsorgedepot bietet mehr Flexibilität und höhere Renditechancen durch Aktien und ETFs. Die staatliche Förderung ist nun auch für Geringverdiener attraktiv. Allerdings warnen Verbraucherschützer vor Lockvogelangeboten und unnötig teuren Produkten. Es ist ratsam, abzuwarten, bis mehr Anbieter auf dem Markt sind und die Konditionen genau zu prüfen.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Auch hier ist die private Vorsorge ein wichtiger Baustein, um die Rentenlücke zu schliessen.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Mitarbeiter könnten von höheren Renditechancen profitieren, was die Mitarbeiterbindung stärken könnte.

  5. Chancen und Risiken

    Das Altersvorsorgedepot bietet sowohl Chancen als auch Risiken. Zu den Chancen gehört die Möglichkeit, durch höhere Renditechancen die Rentenlücke zu schliessen. Aktien und ETFs können langfristig eine bessere Rendite erzielen als klassische Anlageformen. Zudem ist die staatliche Förderung attraktiv, insbesondere für Geringverdiener.

  6. Offene Fragen und Handlungsempfehlungen

    Es gibt noch einige offene Fragen zum neuen Altersvorsorgedepot. Zum Beispiel ist unklar, wann ein öffentlicher Träger wie die Bundesbank den privaten Anbietern Konkurrenz machen wird. Zudem ist fraglich, wie viele Anbieter tatsächlich in den Markt eintreten werden und welche Konditionen sie bieten.

    Entscheider sollten jetzt prüfen, ob das neue Modell für sie vorteilhaft ist. Es ist ratsam, abzuwarten, bis mehr Anbieter auf dem Markt sind und die Konditionen genau zu vergleichen. Zudem sollten die Kosten und die langfristigen Auswirkungen auf die Rendite genau geprüft werden. Wer bereits einen Riester-Vertrag hat, sollte diesen nicht kündigen, sondern auf einen neuen Vertrag umsteigen, um die bisher angesammelten Fördergelder nicht zu verlieren.

  7. Ausblick

    Verbraucherschützer raten, nicht überstürzt zu handeln. Viele Anbieter werden erst im Laufe des nächsten Jahres in den Markt eintreten. Zudem sollten die Kosten genau geprüft werden, da diese langfristig einen grossen Einfluss auf die Rendite haben.

  8. Einordnung

    Die private Altersvorsorge gewinnt weltweit an Bedeutung, da die gesetzlichen Renten oft nicht ausreichen. In vielen Ländern werden staatlich geförderte Modelle eingeführt, um die Rentenlücke zu schliessen.

  9. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte das neue Modell eine Chance sein, die betriebliche Altersvorsorge attraktiver zu gestalten. Mitarbeiter könnten von höheren Renditechancen profitieren, was die Mitarbeiterbindung stärken könnte.

Zahlen

Durchschnittliche Rentenbezüge
1.900 Euro im Monat
Eigenleistung
2.100 Euro pro Jahr

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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