Migros plant tiefgreifende Genossenschaftsfusion
Die Migros-Führung schlägt eine Fusion der zehn Regionalgenossenschaften vor. Die Genossenschafter sollen Mitte 2027 darüber abstimmen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Migros plant eine Fusion der zehn Regionalgenossenschaften.
- Die Genossenschafter stimmen Mitte 2027 in einer Urabstimmung ab.
- Die neue Gruppengenossenschaft soll als Dachorganisation für sieben Geschäftseinheiten dienen.
- Die bisherigen regionalen Führungsstrukturen werden weitgehend durch sechs Regionalräte ersetzt.
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 26.10.2026, 10:59
- Rubrik
- Unternehmen
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- NeutralDetailhändler und Strukturwandel
Ausgangslage
Die Migros plant eine umfassende Restrukturierung ihrer Genossenschaftsstruktur. Die Regionalgenossenschaften und der MGB haben alle zugestimmt. Die Verwaltungen aller zehn haben dem Vorhaben zugestimmt. Die endgültige Entscheidung liegt bei den 2,3 Millionen Genossenschaftern, die Mitte 2027 in einer Urabstimmung abstimmen werden.
Die Migros hat seit 2024 zahlreiche Tochtergesellschaften verkauft und geschlossen, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Der Verkauf von Tochtergesellschaften wie Hotelplan und die Schliessung von Do it+Garden sind Teil dieser Strategie.
Hintergrund
Die neue Gruppengenossenschaft soll als Dachorganisation für sieben eigenständige Geschäftseinheiten dienen. Dazu gehören Migros Supermarkt, Denner, Digitec Galaxus und die Migros Bank. Das Supermarktgeschäft soll schweizweit zentralisiert werden. Die bisherigen regionalen Führungsstrukturen werden weitgehend durch sechs Regionalräte ersetzt, die die Anliegen der Regionen vertreten und Delegierte für die nationale Delegiertenversammlung wählen.
Die sechs Regionalräte werden die Anliegen der Regionen in die nationale Delegiertenversammlung einbringen. Dies soll gewährleisten, dass die lokale Verwurzelung und die genossenschaftliche Mitbestimmung bewahrt werden.
Einordnung für die Schweiz
Die Migros hat seit 2024 zahlreiche Tochtergesellschaften verkauft und geschlossen, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Die aktuelle Führung um Mario Irminger sieht in der Fusion eine notwendige Anpassung, um im harten Wettbewerb des Detailhandels bestehen zu können. Die dezentrale Organisationsform, die Gottlieb Duttweiler in den 1940er-Jahren einführte, galt bisher als unantastbar.
Die Migros hat sich seit ihrer Gründung auf eine dezentrale Organisationsform verlassen, die eine starke regionale Autonomie gewährleistet. Diese Struktur hat sich in der Vergangenheit als hinderlich für schnelle Entscheidungen erwiesen. Die geplante Fusion könnte diese Herausforderung angehen und die Migros besser für die Zukunft positionieren.
Was das für Unternehmen bedeutet
Die Veränderungen betreffen vor allem Verwaltung und Management, wobei betroffene Mitarbeitende innerhalb der Gruppe umgesetzt werden sollen.
Chancen und Risiken
Die geplante Fusion der Migros-Genossenschaften bietet sowohl Chancen als auch Risiken. Zu den Chancen gehört die Möglichkeit, die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu steigern. Durch die Zentralisierung des Supermarktgeschäfts und die Schaffung einer Gruppengenossenschaft könnte die Migros schneller auf Marktveränderungen reagieren und ihre Position im Detailhandel stärken.
Offene Fragen und nächste Schritte
Ein weiterer wichtiger Punkt sind die konkreten Einsparziele und die Zahl der betroffenen Stellen. Es bleibt abzuwarten, wie die Umstrukturierung genau ablaufen wird und welche Auswirkungen sie auf die Mitarbeitenden und die Regionen haben wird.
Ausblick
Mit der Fusion geht auch ein Führungswechsel einher. Die Migros hat bereits in den vergangenen Jahren rund 1500 Stellen abgebaut und sich auf die Bereiche Detailhandel, Finanzdienstleistungen und Gesundheit konzentriert.
Einordnung
Die Migros hat seit 2024 zahlreiche Tochtergesellschaften verkauft und geschlossen, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Die aktuelle Führung sieht in der Fusion eine notwendige Anpassung, um im harten Wettbewerb des Detailhandels bestehen zu können.
Zahlen
- Genossenschafter
- 2,3 Millionen
- Einsparpotenzial
- 300 bis 400 Millionen Franken jährlich
- Mögliche Stellenreduktion
- rund 3000
Umfrage für Unternehmen
Wie stark betrifft Sie die geplante Fusion der Migros-Genossenschaften?
Antwort wählen – anonym, ohne Anmeldung
Auch berichtet von
Originaltitel: Umbau beim Detailhändler – Migros-Führung will Genossenschaftsfusion



