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Streaming überholt erstmals Fernsehen und Radio in Deutschland

In Deutschland erzielen Streamingdienste 2026 erstmals höhere Umsätze als klassische Medien. Während die Werbeerlöse im Fernsehen und Radio sinken, steigen sie im Streaming stark an. Nicht alle Anbieter profitieren gleichermassen.

Titelbild zu: Streaming überholt erstmals Fernsehen und Radio in Deutschland
Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Streamingdienste erzielen 2026 erstmals höhere Umsätze als klassische Medien
  • Werbeumsätze im Fernsehen und Radio sinken um sechs Prozent
  • Werbeerlöse im Videostreaming steigen um 15 Prozent
  • Grosse Technologieunternehmen profitieren am meisten

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
21.10.2026, 08:00
Rubrik
Unternehmen
Schwerpunkte
Digitalisierung & Verwaltung, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralMedienwandel in Deutschland
  1. Wachstum des Streamings

    Gemäss der Vorhersage des Verbands Privater Medien steigen die Einnahmen aus Streamingdiensten bis 2026 auf etwa 8,6 Milliarden Euro. Damit würden sie zum ersten Mal über die Hälfte (52 Prozent) des gesamten Medienmarktes stellen. Im Jahr 2019 betrug ihr Anteil 26 Prozent.

  2. Rückgang klassischer Medien

    Die klassischen Medien stehen unter Druck. Die Fernsehwerbeeinnahmen werden in diesem Jahr voraussichtlich um sechs Prozent auf etwa 3,1 Milliarden Euro zurückgehen. Der Verband rechnet bei der Radiowerbung mit einem Rückgang von sechs Prozent. Dieser Rückgang würde die Einnahmen auf 636 Millionen Euro drücken. Die Umsätze im klassischen Pay-TV dürften um vier Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zurückgehen.

  3. Werbeerlöse im Streaming

    Die Werbeerlöse im Videostreaming sollen um 15 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro steigen. Auch die Einnahmen aus Audiostreaming-Werbung wachsen der Prognose zufolge um zehn Prozent auf 147 Millionen Euro. Von der Entwicklung profitieren vor allem grosse internationale Technologieunternehmen wie Alphabet, Amazon, ByteDance und Meta.

  4. Strategische Anpassungen für Medienunternehmen

    Dies könnte beispielsweise die Entwicklung eigener Streamingplattformen oder die Zusammenarbeit mit grossen Technologieunternehmen umfassen. Zudem müssen sie ihre Werbestrategien überdenken und neue Zielgruppenansprachen entwickeln.

    Medienunternehmen müssen neue Geschäftsmodelle entwickeln, um ihre Inhalte profitabel anzubieten. Dies könnte beispielsweise durch Abonnements, Mikrozahlungen oder gezielte Werbung geschehen. Zudem müssen sie sicherstellen, dass ihre Inhalte auf verschiedenen Geräten und Plattformen verfügbar sind, um eine möglichst breite Zielgruppe zu erreichen.

  5. Zukunft des Medienmarkts

    Die steigende Bedeutung des Streamings zeigt, wie stark sich der Medienmarkt verändert. Während die klassischen Medien an Bedeutung verlieren, setzen sich die Trends bei kostenpflichtigen Angeboten fort. Die Einnahmen aus bezahlten Video-Abrufangeboten sollen um 4,5 Prozent auf rund 3,7 Milliarden Euro steigen. Für kostenpflichtige Audioangebote erwartet der Verband ein Plus von fünf Prozent auf rund 2,2 Milliarden Euro.

    Die Zukunft des Medienmarkts wird stark von der weiteren Entwicklung des Streamings geprägt sein. Während klassische Medien weiterhin eine Rolle spielen werden, müssen sie sich an die neuen Gegebenheiten anpassen. Dies könnte beispielsweise durch die Integration von Streamingangeboten oder die Entwicklung neuer Werbeformate geschehen. Langfristig wird der Medienmarkt wahrscheinlich noch stärker fragmentiert sein.

  6. Einordnung

    Der Medienwandel hin zum Streaming ist ein globales Phänomen, das bereits in anderen Ländern wie den USA und Grossbritannien zu beobachten war. In Deutschland hat sich dieser Trend nun endgültig durchgesetzt.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Werbestrategien überdenken müssen. Streamingdienste bieten neue Möglichkeiten zur Zielgruppenansprache, erfordern aber auch neue Kompetenzen und Investitionen.

Zahlen

Streaming-Umsätze 2026
8,6 Milliarden Euro
Anteil Streaming am Medienmarkt 2026
52 Prozent
Rückgang Werbeumsätze Fernsehen 2026
3,1 Milliarden Euro
Steigerung Werbeerlöse Videostreaming 2026
2,5 Milliarden Euro

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Streaming überholt erstmals Fernsehen und Radio in Deutschland: Wer von dem Medienwandel wirklich profitiert