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DSAG fordert mehr Wahlfreiheit bei SAP-Transformationen

Die Deutschsprachige SAP Anwendergruppe (DSAG) betont auf ihrer Jahreskonferenz die Notwendigkeit von Wahlfreiheit und Wirtschaftlichkeit bei SAP-Transformationen. Die Diskussion dreht sich um die Balance zwischen KI-Vision und ERP-Alltag.

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • DSAG-Jahreskonferenz mit über 6.000 Teilnehmern
  • Forderung nach Wahlfreiheit und Wirtschaftlichkeit bei SAP-Transformationen
  • Gemäss dem DSAG-Investitionsreport für 2026 betrachten 79 Prozent der Umfrageteilnehmenden die Wirtschaftlichkeit als wichtigsten Aspekt bei Investitionen in SAP-Software.
  • Zielkonflikt bei der S/4HANA-Migration
  • DSAG fordert belastbare Roadmaps und transparente Lizenzmodelle

Key Facts

Überblick
Quelle
BIZ24-Recherche
Recherchiert aus
cloudcomputing-insider.de, nextlytics.com
Veröffentlicht
12.10.2026, 12:46
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Digitalisierung & Verwaltung, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralSAP und KI
  1. Ausgangslage

    Die DSAG-Jahreskonferenz in Köln brachte über 6.000 Teilnehmer zusammen, um über die Zukunft der SAP-Software zu diskutieren.

    Die Teilnehmer diskutierten intensiv über die strategische Richtung von SAP und die praktischen Auswirkungen auf ihre Unternehmen. Besonders im Fokus stand die Frage, wie Unternehmen die Kontrolle über ihre Transformationen behalten können, während sie gleichzeitig die Vorteile neuer Technologien nutzen.

  2. Hintergrund

    DSAG-Vorstandsvorsitzender Jens Hungershausen betonte die Notwendigkeit einer „Einordnung statt Euphorie“ und „Nutzenbewertung statt Schlagworte“. Wirtschaftlicher Druck, Regulierung und geopolitische Unsicherheit führen dazu, dass SAP-Investitionen genauer geprüft werden. 79 Prozent der Befragten betrachten die Wirtschaftlichkeit als entscheidenden Faktor bei Investitionen in SAP-Software.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Forderungen nach Wahlfreiheit und Wirtschaftlichkeit sind besonders wichtig für KMU, die oft mit begrenzten Ressourcen arbeiten.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Die DSAG fordert belastbare Roadmaps und mehr Wahlfreiheit bei der SAP-Transformation. Der Zielkonflikt wird besonders deutlich bei der S/4HANA-Migration. Viele Unternehmen müssen zwischen hohen Transformationskosten und einem teils noch unklaren Geschäftsnutzen abwägen.

  5. Chancen und Risiken

    Die Diskussion um die SAP-Transformation bietet sowohl Chancen als auch Risiken für Unternehmen. Zu den Chancen gehört die Möglichkeit, durch die Nutzung neuer Technologien wie KI und Cloud-Lösungen die Effizienz und Flexibilität zu steigern. Unternehmen können von verbesserten Analysen, automatisierten Prozessen und einer besseren Datenintegration profitieren. Dies kann zu Kosteneinsparungen und einer höheren Wettbewerbsfähigkeit führen.

    Allerdings gibt es auch erhebliche Risiken. Die Transformation erfordert erhebliche Investitionen und kann zu operativen Unterbrechungen führen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die notwendigen Ressourcen und das Know-how haben, um die Migration erfolgreich durchzuführen. Zudem besteht die Gefahr, dass Unternehmen sich zu sehr auf die technologische Vision konzentrieren und dabei den praktischen Nutzen aus den Augen verlieren. Die DSAG betont daher die Notwendigkeit einer sorgfältigen Nutzenbewertung und einer klaren Roadmap, um diese Risiken zu minimieren.

  6. Offene Fragen und nächste Schritte

    Trotz der klaren Forderungen der DSAG gibt es noch viele offene Fragen, die geklärt werden müssen. Eine der wichtigsten Fragen betrifft die genaue Rolle der SAP Business Data Cloud (BDC) in der zukünftigen Architektur. Die BDC soll den Agenten Kontext liefern, aber es ist noch unklar, wie genau dies umgesetzt werden soll und welche Auswirkungen dies auf bestehende Systeme haben wird.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage, wie SAP die Forderungen nach Wahlfreiheit und Wirtschaftlichkeit in die Praxis umsetzen wird. Unternehmen müssen klare Antworten darauf erhalten, wie sie ihre bestehenden Systeme in die neue Architektur integrieren können, ohne dabei auf wichtige Funktionen verzichten zu müssen. Die DSAG fordert belastbare Roadmaps, um diesen Prozess zu erleichtern.

  7. Ausblick

    Die DSAG bestreitet nicht die Bedeutung der Cloud für SAP, wendet sich aber gegen einen einheitlichen Migrationspfad. Die Anwendergruppe fordert, dass Unternehmen ihr Betriebsmodell selbst wählen können, einschliesslich hybrider Architekturen und On-Premises-Lösungen.

  8. Einordnung

    Die Forderungen der DSAG spiegeln die Herausforderungen wider, denen viele Unternehmen bei der Digitalisierung gegenüberstehen.

  9. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie bei der Planung ihrer SAP-Transformationen besonders auf Wirtschaftlichkeit und Wahlfreiheit achten müssen. Die Forderungen der DSAG nach transparenten Lizenzmodellen und belastbaren Roadmaps sind besonders relevant für Unternehmen mit begrenzten Ressourcen.

Zahlen

Teilnehmer
6.000
Wirtschaftlichkeit als zentraler Faktor
79 Prozent

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

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Begriffe

SAP ECC
SAP ERP Central Component, die ältere Version der SAP-Software
S/4HANA
Die neuere Version der SAP-Software, die auf der HANA-Datenbank basiert
On-Premises
Lokale Installation und Betrieb von Software
Cloud
Betrieb von Software über das Internet
Hybride Architektur
Kombination aus On-Premises und Cloud-Lösungen

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