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Polarwirbel-Split könnte Gaspreise weiter in die Höhe treiben

Europas Gasspeicher sind nur zu 74,8 Prozent gefüllt, während der Polarwirbel früher als je zuvor zu brechen droht. Die Gaspreise steigen bereits, was besonders für Unternehmen mit hohen Energieverbräuchen problematisch werden könnte.

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Bild: Trending Topics

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Polarwirbel-Split könnte früher als je zuvor eintreten.
  • Europas Gasspeicher sind nur zu 74,8 Prozent gefüllt.
  • Gaspreise steigen bereits auf 104 Euro je Megawattstunde.
  • Unternehmen mit hohem Energieverbrauch besonders betroffen.

Key Facts

Überblick
Quelle
Trending Topics
Veröffentlicht
01.11.2026, 14:16
Rubrik
Energie
Schwerpunkte
Energiekosten & -versorgung, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NegativGaspreise steigen
  1. Ausgangslage

    Wettermodelle prophezeien den frühesten Polarwirbel-Split seit Aufzeichnungsbeginn. Gleichzeitig sind Europas Gasspeicher nur zu 74,8 Prozent gefüllt, was deutlich unter dem Fünfjahresschnitt liegt. Diese Entwicklung könnte die Gaspreise weiter in die Höhe treiben.

    Die aktuelle Situation ist besonders brisant, da die Gasspeicher in Europa bereits jetzt unterdurchschnittlich gefüllt sind. In Deutschland liegt der Füllstand beispielsweise bei nur 61,4 Prozent, was deutlich unter dem Fünfjahresschnitt von 88,7 Prozent liegt. Dies könnte zu einer erhöhten Abhängigkeit von teurem Flüssiggas (LNG) führen, falls die Kältewelle eintritt.

  2. Hintergrund

    Der Polarwirbel besteht aus einem Band starker Westwinde in der Stratosphäre, das kalte Luft über der Arktis zurückhält. Ein Split des Wirbels kann dazu führen, dass diese Kaltluft nach Süden ausbricht. Normalerweise tritt dieses Phänomen im Jänner oder Februar auf, doch diesmal könnte es bereits in der ersten Novemberwoche so weit sein.

    Ein kräftiges Hochdruckgebiet liegt zwischen Skandinavien und dem Ural. Dieses Gebiet verursacht die Störung des Polarwirbels. Dieses sendet Wellen in die Stratosphäre, die den Wirbel abbremst. Solche Störungen sind zwar nicht ungewöhnlich, doch die frühzeitige Prognose macht die aktuelle Situation besonders besorgniserregend.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Besonders betroffen wären Unternehmen mit hohem Energieverbrauch.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Ein früher Polarwirbel-Split und die damit verbundene Kältewelle könnten den Heizbedarf in Europa erhöhen. Dies würde zu einer stärkeren Nutzung der Gasspeicher führen und den Druck auf die Preise erhöhen. Unternehmen sollten sich auf mögliche Preisschwankungen einstellen und ihre Energiebeschaffung entsprechend planen.

    Zudem sollten Unternehmen ihre Energiespeicher überprüfen und gegebenenfalls erweitern.

  5. Betroffene Branchen und Berufe

    Dazu gehören beispielsweise die chemische Industrie, die Stahlproduktion und die Lebensmittelverarbeitung. Diese Branchen sind auf eine konstante und preiswerte Energieversorgung angewiesen, um ihre Produktionsprozesse aufrechtzuerhalten.

    Hotels, Restaurants und andere Betreiber von Gastgewerbeeinrichtungen müssen ihre Räumlichkeiten beheizen und beleuchten, was zu erhöhten Betriebskosten führen kann. Dies könnte sich insbesondere in der Wintersaison negativ auf die Gewinnmargen auswirken.

  6. Offene Fragen und Handlungsempfehlungen

    Die aktuelle Situation wirft zahlreiche offene Fragen auf. Wie werden sich die Gaspreise in den kommenden Monaten entwickeln und welche Massnahmen können Unternehmen ergreifen, um sich gegen Preisschwankungen abzusichern?

  7. Ausblick

    Die Auswirkungen des Polarwirbel-Splits auf das Wetter am Boden sind noch unsicher. Meteorologen rechnen jedoch damit, dass sich die Auswirkungen erst im Dezember zeigen könnten. Bis dahin bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte ein Anstieg der Gaspreise in Europa zu höheren Energiekosten führen. Es ist ratsam, die Energiebeschaffung zu überprüfen und sich auf mögliche Preisschwankungen vorzubereiten.

Zahlen

Gasspeicherfüllstand EU
74,8 Prozent
Gaspreis TTF
104 Euro je Megawattstunde

Wissen zur Meldung

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Originaltitel: Polarwirbel bricht früh wie nie, und Europas Gasspeicher sind leer