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Microsoft bleibt Top-Ziel für Phishing-Angriffe, KI-Plattformen im Fokus

Phisher nutzen weiterhin häufig Microsoft als Tarnung, doch auch KI-Plattformen werden zunehmend angegriffen. Schweizer Unternehmen sind überdurchschnittlich betroffen.

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Bild: it-markt.ch

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Microsoft bleibt Top-Ziel für Phishing-Angriffe mit 33 Prozent aller Versuche im 3. Quartal 2026.
  • KI-Plattformen wie Claude und Google Antigravity werden zunehmend für Betrugsmaschen genutzt.
  • Schweizer Unternehmen sind überdurchschnittlich oft betroffen.
  • Angriffe zielen nicht nur auf Zugangsdaten, sondern auch auf die Ausführung schädlicher Befehle ab.
  • Generative KI erleichtert die Erstellung überzeugender Phishing-Mails und gefälschter Websites.

Key Facts

Überblick
Quelle
it-markt.ch
Veröffentlicht
20.10.2026, 13:34
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz
Quellen
2 berichten darüber
Einschätzung (KI)
NegativBetrugsmaschen mit KI-Plattformen
  1. Aktuelle Entwicklung

    Im dritten Quartal 2026 blieb Microsoft die am häufigsten nachgeahmte Marke bei Phishing-Angriffen. Laut dem Brand Phishing Report von Check Point wurde der Softwarekonzern bei jedem dritten Marken-Phishing-Versuch imitiert. Dies zeigt einen Anstieg gegenüber dem zweiten Quartal, wo der Anteil noch bei 23 Prozent lag, sowie einen Rückgang gegenüber dem Vorjahresquartal mit 40 Prozent.

    Neben Microsoft gerieten auch andere Technologieunternehmen ins Visier der Angreifer. Apple und Google belegten mit jeweils 8 Prozent die Plätze zwei und drei, gefolgt von LinkedIn mit 6 Prozent und Amazon mit 4 Prozent. Die Analyse von Check Point verdeutlicht, dass Technologieunternehmen, soziale Netzwerke und Banken die häufigsten Ziele für Phisher sind.

  2. Neue Angriffsstrategien

    Cyberkriminelle nutzen zunehmend KI- und Entwicklerplattformen für ihre Betrugsmaschen. Eine beobachtete Kampagne gab sich als Anbieter des KI-Assistenten Claude aus. Die Täter schickten gefälschte E-Mails, in denen sie angaben, eine Überweisung von 500 Euro sei nicht gelungen. Die Empfänger wurden aufgefordert, ihre Zahlungsmethode zu aktualisieren, um eine Sperrung ihres API-Zugangs und ihrer Claude-Lizenzen zu vermeiden.

    In einer weiteren Kampagne imitierten die Angreifer die Website von Google Antigravity. Sie präsentierten einen vermeintlichen Installationsbefehl für Linux, der tatsächlich ein schädliches Skript von einem externen Server herunterlud und ausführte. Dies ermöglichte den Kriminellen, Code auf den Geräten der Opfer auszuführen.

  3. Schweizer Unternehmen besonders betroffen

    Die Schweiz liegt im Europa-Vergleich auf Rang 13, was die Häufigkeit von Phishing-Angriffen auf Microsoft-Kunden betrifft. Dies zeigt, dass Schweizer Unternehmen vergleichsweise häufig ins Visier von Cyberkriminellen geraten. Die Angriffe haben nicht nur den Diebstahl von Zugangsdaten zum Ziel, sondern sie versuchen auch, Opfer dazu zu bringen, schädliche Befehle auszuführen oder Fernzugriffssoftware zu installieren.

    Generative KI erleichtert es den Tätern, überzeugende Phishing-Mails und gefälschte Websites in grossem Stil zu erstellen. Dies erhöht die Gefahr für Unternehmen, auf solche Betrugsversuche hereinzufallen.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Zudem sollten sie technische Lösungen implementieren, die gefälschte E-Mails und schädliche Websites erkennen und blockieren können. Eine kontinuierliche Überwachung und Aktualisierung der Sicherheitsmassnahmen ist entscheidend, um sich gegen die ständig wechselnden Angriffsstrategien zu wappnen.

  5. Ausblick

    Es ist zu erwarten, dass sich die Angriffe weiter professionalisieren und komplexer werden, was eine kontinuierliche Anpassung der Sicherheitsstrategien erfordert.

  6. Einordnung

    Phishing-Angriffe sind eine der häufigsten Methoden, um an sensible Daten zu gelangen. Die Nutzung bekannter Marken wie Microsoft, Apple und Google als Tarnung zeigt, dass Cyberkriminelle das Vertrauen der Nutzer in diese Unternehmen ausnutzen. Die zunehmende Nutzung von KI-Plattformen für Betrugsmaschen unterstreicht die Notwendigkeit, die Sicherheitsmassnahmen kontinuierlich anzupassen.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Mitarbeiter regelmässig schulen und technische Lösungen implementieren müssen, um sich gegen Phishing-Angriffe zu schützen. Eine kontinuierliche Überwachung und Aktualisierung der Sicherheitsmassnahmen ist entscheidend, um sich gegen die ständig wechselnden Angriffsstrategien zu wappnen.

Zahlen

Microsoft
33%
Apple
8%
Google
8%
LinkedIn
6%
Amazon
4%

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Wie stark betrifft Ihr Unternehmen Phishing-Angriffe?

Wir sind häufig betroffen.

Begriffe

Phishing
Betrugsmasche, bei der gefälschte E-Mails oder Websites genutzt werden, um an sensible Daten zu gelangen.
KI-Assistent
Software, die künstliche Intelligenz nutzt, um Benutzer bei verschiedenen Aufgaben zu unterstützen.
Fernzugriffssoftware
Programm, das es ermöglicht, auf ein Gerät aus der Ferne zuzugreifen.

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