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Niederlande setzen auf quelloffene Software für Behörden-IT

Die niederländische Regierung entwickelt eine autonome Arbeitsumgebung für die öffentliche Verwaltung. Auslöser war die Sperrung eines Microsoft-Postfachs durch US-Sanktionen.

Titelbild zu: Niederlande setzen auf quelloffene Software für Behörden-IT
Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Niederlande entwickeln quelloffene Arbeitsumgebung für Behörden-IT
  • Projekt DAWO soll Abhängigkeit von US-Anbietern verringern
  • Acht Kommunen testen das System bereits in der Praxis
  • Microsoft sperrte Postfach des Chefanklägers am Internationalen Strafgerichtshof

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
18.10.2026, 17:30
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung
Einschätzung (KI)
NeutralDigitalisierung ohne Schweiz-Bezug
  1. Ausgangslage

    Die niederländische Regierung hat ein Projekt gestartet, um die IT-Infrastruktur der öffentlichen Verwaltung unabhängiger von US-amerikanischen Anbietern zu machen. Ein zentraler Anlass dafür war die Sperrung des E-Mail-Kontos des Chefanklägers am Internationalen Strafgerichtshof durch Microsoft. Die niederländische Regierung möchte künftig auf quelloffene Software setzen, um solche Abhängigkeiten zu vermeiden.

    Die niederländische Regierung entwickelt eine quelloffene Arbeitsumgebung für die öffentliche Verwaltung. Dies soll sicherstellen, dass die Behörden nicht von den politischen Entscheidungen anderer Länder abhängig sind. Das Projekt DAWO zielt darauf ab, eine autonome IT-Infrastruktur zu schaffen, die unabhängig von US-amerikanischen Anbietern funktioniert.

  2. Hintergrund

    Das Projekt mit dem Namen DAWO („Digitaal Autonome Werkomgeving Overheid“) sieht vor, eine vollständig quelloffene Arbeitsumgebung zu schaffen. Dabei kommen verschiedene Bausteine zum Einsatz, darunter die Linux-Distribution NixOS als Betriebssystem. Acht Kommunen testen das System bereits in der Praxis. DAWO ist kein fertiges Produkt, sondern eine Art Bauplan für eine komplette Arbeitsumgebung.

    Das Projekt DAWO umfasst nicht nur das Betriebssystem, sondern auch eine Vielzahl von Anwendungen und Diensten, die für die tägliche Arbeit der Behörden notwendig sind. Dazu gehören Cloudinfrastruktur, Kommunikationstools, KI-Anwendungen und gemeinsame Dokumentenbearbeitung.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Niederlande zeigen mit diesem Projekt, wie ein Staat seine digitale Souveränität stärken kann. Die Abhängigkeit von US-amerikanischen IT-Unternehmen birgt Risiken, insbesondere wenn politische Entscheidungen anderer Länder den Zugang zu digitalen Werkzeugen beeinflussen.

    Die Schweiz könnte von den Erfahrungen der Niederlande lernen, insbesondere in Bezug auf die Stärkung der digitalen Souveränität. Die Abhängigkeit von einzelnen IT-Anbietern kann zu politischen und technischen Risiken führen, die für die öffentliche Verwaltung und kritische Infrastrukturen besonders relevant sind. Durch den Einsatz quelloffener Software können sowohl die Schweiz als auch andere Länder ihre IT-Infrastruktur unabhängiger gestalten.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Die Nutzung quelloffener Software kann die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern verringern und die digitale Souveränität stärken. Dies könnte insbesondere für Unternehmen relevant sein, die in sensiblen Bereichen tätig sind und hohe Anforderungen an Datensicherheit und -schutz stellen.

  5. Ausblick

    Die niederländische Regierung hat bereits erste Schritte unternommen, um die IT-Infrastruktur der öffentlichen Verwaltung unabhängiger zu gestalten. Es bleibt abzuwarten, wie erfolgreich das Projekt DAWO sein wird und ob andere Länder ähnliche Initiativen starten werden. Für die Schweiz könnte dies ein wichtiger Impuls sein, um die digitale Souveränität zu stärken.

  6. Einordnung

    Die niederländische Initiative zeigt, wie wichtig digitale Souveränität für Staaten ist. Die Abhängigkeit von einzelnen IT-Anbietern kann zu politischen und technischen Risiken führen. Durch den Einsatz quelloffener Software können Staaten ihre IT-Infrastruktur unabhängiger gestalten.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte die Entwicklung in den Niederlanden ein Anreiz sein, die eigene IT-Strategie zu überdenken. Die Nutzung quelloffener Software kann die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern verringern und die digitale Souveränität stärken. Dies könnte insbesondere für Unternehmen relevant sein, die in sensiblen Bereichen tätig sind und hohe Anforderungen an Datensicherheit und -schutz stellen.

Zahlen

Anzahl testender Kommunen
8

Wissen zur Meldung

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Originaltitel: NixOS statt Microsoft: Wie die Niederlande ihre Behörden-IT unabhängig von den USA machen