Ladderdodging: Immer mehr Fachkräfte lehnen Führungspositionen ab
Ein neuer Trend zeigt, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bewusst auf berufliche Aufstiegschancen verzichten. Dahinter steckt oft die Angst vor zusätzlichem Stress und Verantwortung. Was bedeutet das für Schweizer Unternehmen?

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Immer mehr Fachkräfte lehnen berufliche Beförderungen ab.
- Der Trend wird als „Ladderdodging“ bezeichnet und ist besonders bei jüngeren Mitarbeitenden verbreitet.
- Hauptgründe sind zusätzliche Verantwortung, Druck und Stress.
- Unternehmen müssen neue Wege finden, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren.
- Der Trend könnte auch in der Schweiz ähnlich ausgeprägt sein.
Key Facts
Überblick- Quelle
- t3n
- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 12:55
- Rubrik
- Unternehmen
- Schwerpunkte
- Fachkräftemangel, Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NegativArbeitsmarktentwicklung
Ausgangslage
In der Arbeitswelt zeigt sich ein Trend: Immer mehr Fachkräfte, insbesondere jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, lehnen berufliche Beförderungen ab. Dieser Phänomen wird als „Ladderdodging“ bezeichnet und beschreibt das bewusste Meiden von Führungspositionen und höheren Titeln. Die Gründe dafür sind vielfältig, oft steht jedoch die Angst vor zusätzlichem Druck und Stress im Vordergrund.
Der Trend des Ladderdodging betrifft sowohl junge Berufseinsteigerinnen und -einsteiger als auch erfahrene Fachkräfte, die sich bewusst gegen höhere Positionen entscheiden. Er betrifft sowohl junge Berufseinsteigerinnen und -einsteiger als auch erfahrene Fachkräfte, die sich bewusst gegen höhere Positionen entscheiden. Diese Entwicklung stellt eine Abkehr von traditionellen Karrierepfaden dar und erfordert von Unternehmen ein Umdenken in der Personalpolitik.
Die Ablehnung von Führungspositionen betrifft sowohl jüngere als auch erfahrene Fachkräfte. Diese Entwicklung zeigt, dass traditionelle Karrierevorstellungen zunehmend infrage gestellt werden. Unternehmen müssen sich darauf einstellen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter andere Prioritäten setzen.
Hintergrund
Der Begriff „Ladderdodging“ wurde von Rohit Bhargava, Gründer der Non-Obvious Company, geprägt. In seinem Buch „100 Future Words“ definiert er den Trend als das Ablehnen von Beförderungen, um zusätzlichen Druck, Risiko und die Einsamkeit von Führungspositionen zu vermeiden. Bhargava betont, dass nicht jeder bereit ist, zusätzlich die zwischenmenschliche Dynamik der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu managen.
Rohit Bhargava hat in seinem Buch „100 Future Words“ den Begriff „Ladderdodging“ geprägt. Diese Wörter basieren auf aktuellen Forschungsergebnissen und Erfahrungsberichten aus der Zusammenarbeit mit Führungskräften. Das Ziel der Autoren ist es, Diskussionen anzuregen und eine neue Sprache für bestehende oder sich abzeichnende Trends zu schaffen.
Einordnung für die Schweiz
In Deutschland zeigt eine Studie der Personalberatung Michael Page, dass nur 18 Prozent der Beschäftigten eine Beförderung als wichtigstes Karriereziel ansehen. In Südeuropa ist dieser Wert deutlich höher, etwa in Portugal mit 48 Prozent. In der Schweiz könnte der Trend ähnlich ausgeprägt sein.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Schweizer Unternehmen bedeutet dieser Trend, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf andere Weise motivieren müssen. Michael Baier, Geschäftsführer von Michael Page, sieht die Unternehmen in der Pflicht, Aus- und Weiterbildungsangebote klar sichtbar zu machen. Dies könnte dazu beitragen, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, auch wenn diese keine Führungspositionen anstreben.
Für Unternehmen bedeutet dieser Trend, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf andere Weise motivieren müssen. Dies könnte durch gezielte Weiterbildungsangebote, flexible Arbeitsmodelle oder eine stärkere Betonung von Expertise statt Titeln geschehen. Wichtig ist, die individuellen Bedürfnisse der Belegschaft zu verstehen und darauf einzugehen, um langfristig Fachkräfte zu binden.
Ausblick
Kluge Unternehmen sollten den Trend des Ladderdodging als Hinweis auf veränderte Bedürfnisse der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betrachten. Es ist wichtig, hinter die Fassade zu blicken und zu verstehen, warum Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Beförderungen ablehnen. Nur so können Unternehmen passende Massnahmen ergreifen, um ihre Belegschaft langfristig zu binden.
Einordnung
Der Trend des Ladderdodging ist Teil einer breiteren Entwicklung, in der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zunehmend Wert auf Work-Life-Balance und persönliches Wohlbefinden legen. Dies steht im Kontrast zu traditionellen Karrierevorstellungen, bei denen berufliche Aufstiegschancen im Vordergrund standen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dieser Trend, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf andere Weise motivieren müssen. Dies könnte durch gezielte Weiterbildungsangebote, flexible Arbeitsmodelle oder eine stärkere Betonung von Expertise statt Titeln geschehen. Wichtig ist, die individuellen Bedürfnisse der Belegschaft zu verstehen und darauf einzugehen.
Zahlen
- Beförderung als wichtigstes Karriereziel
- 18 % (Deutschland), 48 % (Portugal)
- Beschäftigte, die eine Beförderung ablehnen
- 65 % (Deutschland)
Wissen zur Meldung
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Originaltitel: Nach Quiet Quitting kommt Ladderdodging: Warum Fachkräfte Titel und Führungspositionen meiden



