EU-Kommission ermittelt gegen Booking.com wegen Betrugsvorwürfen
Die EU-Kommission hat Ermittlungen gegen Booking.com eingeleitet. Im Fokus stehen gefälschte Unterkunftsangebote, Identitätsbetrug und die Transparenz bei Werbung.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- EU-Kommission ermittelt gegen Booking.com wegen Betrugsvorwürfen
- 1072 Betrugsmeldungen im ersten Halbjahr 2026, Schaden von 82'000 Euro
- Untersuchung der Transparenz bei Werbung auf der Plattform
- Booking.com arbeitet mit der EU-Kommission zusammen
- Verfahren könnte Auswirkungen auf die Schweiz haben
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 16:05
- Rubrik
- Politik
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance, Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Gastgewerbe & Tourismus
- Einschätzung (KI)
- NeutralFake-Anzeigen und Transparenz
Ausgangslage
Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen Booking.com eröffnet. Anlass sind Vorwürfe, dass die Plattform nicht ausreichend gegen Betrugsfälle vorgeht. Konkret geht es um gefälschte Unterkunftsangebote, Identitätsbetrug und andere betrügerische Praktiken.
Die Ermittlungen folgen auf eine deutliche Zunahme von Betrugsmeldungen. Im ersten Halbjahr 2026 gingen bei Booking.com 1072 Betrugsmeldungen ein, die zu einem Schaden von 82'000 Euro führten. Die EU-Kommission stellt fest, dass dies eine zehnfache Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstellt.
Die Ermittlungen der EU-Kommission gegen Booking.com sind nicht isoliert zu betrachten. Sie sind Teil einer breiteren Entwicklung, in der Online-Plattformen verstärkt in den Fokus von Regulierungsbehörden geraten. Die Zunahme von Betrugsfällen im digitalen Raum hat die Kommission dazu veranlasst, genauer hinzusehen.
Diese Dominanz bringt jedoch auch eine grosse Verantwortung mit sich, insbesondere in Bezug auf den Verbraucherschutz.
Die EU-Kommission hat das Verfahren gegen Booking.com auf Grundlage des Digital Services Act (DSA) eröffnet. Die Ermittlungen gegen Booking.com sind Teil einer Reihe von Verfahren, die die Kommission in den letzten Monaten eingeleitet hat.
Dies hat die Kommission dazu veranlasst, genauer hinzusehen und Massnahmen zu ergreifen.
Hintergrund
Die EU-Kommission prüft, ob Booking.com genügend Massnahmen ergreift, um betrügerische Angebote zu entfernen. Zudem steht die Transparenz bei Werbung im Fokus. Die Kommission untersucht, ob bezahlte Werbung klar als solche gekennzeichnet ist und ob Nutzer die Einstellungen zur Werbung selbst ändern können.
Booking.com betont, dass man uneingeschränkt mit der EU-Kommission zusammenarbeitet. Booking.com hat mitgeteilt, dass die Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission uneingeschränkt erfolgt.
Die EU-Kommission hat bereits in der Vergangenheit gegen andere grosse Online-Plattformen ermittelt. Diese Verfahren zeigen, dass die Kommission bereit ist, gegen Verstösse vorzugehen. Der Digital Services Act (DSA) gibt der Kommission dabei das notwendige Instrumentarium an die Hand.
Die EU-Kommission führt in den Ermittlungen gegen Booking.com Prüfun Dies könnte langfristig zu strengeren Datenschutzanforderungen für Online-Plattformen führen.
Einordnung für die Schweiz
Zudem könnte die Diskussion über die Transparenz bei Werbung auch in der Schweiz an Bedeutung gewinnen.
Dies könnte zu einer Zunahme des Vertrauens in Online-Buchungen führen und die Nutzung solcher Plattformen fördern.
Was das für Unternehmen bedeutet
Es ist möglich, dass die Plattform in Zukunft höhere Anforderungen an die Sicherheit und Transparenz stellt.
Unternehmen könnten sich auch mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie sie selbst betrügerische Praktiken auf der Plattform erkennen und vermeiden können. Dies könnte zu einer verstärkten Nutzung von Sicherheitsmassnahmen und einer intensiveren Zusammenarbeit mit der Plattform führen.
Ausblick
Die Internetwächter aus Brüssel haben bereits viele Verfahren gegen Plattformen wie Tiktok, Facebook, Instagram, Snapchat oder grosse Pornoplattformen eingeleitet, basierend auf dem Gesetz. Die EU-Kommission hat bereits Millionenstrafen gegen Elon Musks soziales Netzwerk X sowie die Online-Händler Temu und Aliexpress verhängt. Grund dafür ist, dass die Unternehmen laut Brüssel trotz Ermahnungen die Regeln nicht einhielten. Für die Plattform könnte das Verfahren zu einer Überprüfung der Sicherheitsmassnahmen und der Werbestrategie führen.
Die Ermittlungen gegen Booking.com könnten auch Auswirkungen auf andere Online-Plattformen haben. Es ist möglich, dass die Kommission in Zukunft weitere Verfahren gegen ähnliche Plattformen einleitet. Dies könnte zu einer allgemeinen Verschärfung der Regulierung von Online-Plattformen führen.
Einordnung
Die Ermittlungen der EU-Kommission gegen Booking.com sind Teil einer breiteren Initiative, Online-Plattformen stärker zu regulieren. Der Digital Services Act (DSA) soll sicherstellen, dass grosse Plattformen ausreichende Massnahmen gegen illegale Inhalte und betrügerische Praktiken ergreifen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU, die mit Booking.com zusammenarbeiten, könnte das Verfahren zu strengeren Sicherheitsanforderungen führen. Es ist möglich, dass die Plattform in Zukunft höhere Anforderungen an die Sicherheit und Transparenz stellt, was zusätzliche Kosten verursachen könnte.
Zahlen
- Betrugsmeldungen
- 1072
- Schaden
- 82'000 Euro
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- Digital Services Act (DSA)
- EU-Gesetz zur Regulierung von Online-Plattformen
- Phishing
- Betrugsmasche, bei der sensible Daten durch gefälschte Nachrichten abgefischt werden
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Originaltitel: Nach Betrugswelle – EU startet Ermittlungen gegen Booking.com



