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UBS-Chef Ermotti vor Nationalratskommission zur «Lex UBS»

Die Nationalratskommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-N) hat UBS-Chef Sergio Ermotti zur geplanten «Lex UBS» angehört. Im Fokus steht die Eigenkapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften der Grossbank.

Titelbild zu: UBS-Chef Ermotti vor Nationalratskommission zur «Lex UBS»
Bild: Moneycab

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • UBS-Chef Sergio Ermotti wurde von der WAK-N angehört.
  • Die «Lex UBS» soll die Eigenkapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften erhöhen.
  • Die UBS zieht eine Lösung in Betracht, die aus 50 Prozent Kernkapital und 50 Prozent AT1-Anleihen besteht.
  • Die Kommission wird voraussichtlich im November entscheiden.

Key Facts

Überblick
Quelle
Moneycab
Veröffentlicht
26.10.2026, 13:07
Rubrik
Politik
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralNeues Gesetz für Banken
  1. Anhörung in Bern

    UBS-Chef Sergio Ermotti wurde am Montag von der Nationalratskommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-N) angehört. Die Kommission diskutiert zurzeit Anträge zur «Lex UBS», die die Eigenkapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften systemrelevanter Banken erhöhen soll. Neben Ermotti nahm auch Finanzministerin Karin Keller-Sutter an der Anhörung teil.

    Ermotti befand sich in einem Nebenraum des Kommissionszimmers. Bundesrätin Keller-Sutter begleitete ihn. SNB-Präsident Martin Schlegel war ebenfalls anwesend. Marlene Amstad, die Verwaltungsratspräsidentin der Finma, war auch dabei. Während der Anhörung blieb Ermotti sitzen, während die anderen standen.

    Sergio Ermotti wartete in einem Nebenraum des Kommissionszimmers auf seine Anhörung. Die Anwesenheit von hochrangigen Vertretern wie der Finanzministerin und dem SNB-Präsidenten unterstreicht die Bedeutung der «Lex UBS» für die Schweizer Finanzpolitik.

  2. Positionen und Vorschläge

    Der Ständerat hatte zuvor eine Deckung von 90 Prozent hartem Eigenkapital beschlossen. Die UBS hätte eine Lösung bevorzugt, die aus 50 Prozent hartem Eigenkapital und 50 Prozent speziell gestalteten AT1-Anleihen als Deckung besteht.

    Ein neuer Vorschlag von Hans-Peter Portmann (FDP/ZH) sieht eine Deckung von 75 Prozent hartem Eigenkapital vor. Ermotti äusserte sich nicht dazu, ob er diese Option unterstützen würde. Laut Sidney Kamerzin, einem Mitglied des Nationalrates und der Mitte-Partei, wäre ein solches Vorhaben vor allem bei der SVP und einem Teil der FDP auf Zustimmung gestossen.

    Die UBS kritisierte den Ratsentscheid entsprechend scharf. Die Bank befürchtet, dass sie im Vergleich zu internationalen Konkurrenten benachteiligt werden könnte.

  3. Entscheid im November

    Die WAK-N wird voraussichtlich erst im November über ihre Anträge an den Nationalrat entscheiden. Die «Lex UBS» soll das «Too big to fail»-Dispositiv verschärfen und betrifft faktisch allein die UBS.

  4. Bedeutung für die Schweiz

    Eine höhere Eigenkapitalunterlegung könnte die Bank belasten, während eine zu niedrige Unterlegung das Risiko für den Schweizer Finanzmarkt erhöhen könnte.

  5. Einordnung für die Schweiz

    Die «Lex UBS» ist Teil der Bemühungen der Schweiz, das Risiko systemrelevanter Banken zu begrenzen. Die Debatte zeigt, wie schwierig es ist, eine Balance zwischen Finanzstabilität und Wettbewerbsfähigkeit zu finden.

  6. Was das für Unternehmen bedeutet

    Die «Lex UBS» könnte Auswirkungen auf die gesamte Schweizer Wirtschaft haben. Eine stärkere Regulierung der UBS könnte das Vertrauen in den Schweizer Finanzplatz stärken, aber auch die Kosten für die Bank erhöhen.

  7. Einordnung

    Die «Lex UBS» ist Teil der Bemühungen der Schweiz, das Risiko systemrelevanter Banken zu begrenzen. Die Debatte zeigt, wie schwierig es ist, eine Balance zwischen Finanzstabilität und Wettbewerbsfähigkeit zu finden.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Die «Lex UBS» könnte Auswirkungen auf die gesamte Schweizer Wirtschaft haben. Eine stärkere Regulierung der UBS könnte das Vertrauen in den Schweizer Finanzplatz stärken, aber auch die Kosten für die Bank erhöhen.

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