München kehrt zur Open-Source-Software zurück
Die Stadt München setzt erneut auf Open-Source-Lösungen, nachdem sie zuvor zu proprietären Systemen zurückgekehrt war. Dies könnte Auswirkungen auf die digitale Transformation in anderen Kommunen haben.
Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- München kehrt zu Open-Source-Software zurück.
- Laura Dornheim, CDO der Stadt, kündigt dies auf dem Open Source Summit Europe an.
- Das LiMux-Projekt der 2000er Jahre war ein Vorläufer dieser Entscheidung.
- DAVe, eine Eigenentwicklung für Verkehrszählungen, wird weiterentwickelt.
Key Facts
Überblick- Quelle
- BIZ24-Recherche
- Recherchiert aus
- whysogermany.com, kommune21.de
- Veröffentlicht
- 12.10.2026, 15:04
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Digitalisierung & Verwaltung, Künstliche Intelligenz
- Einschätzung (KI)
- NeutralIT-Infrastruktur ohne Schweiz-Bezug
Ausgangslage
Die Stadt München hat beschlossen, wieder vermehrt auf Open-Source-Software zu setzen. Dies wurde von Laura Dornheim, der Chief Digital Officer (CDO) und IT-Beauftragten der Stadt, auf dem Open Source Summit Europe in Prag bekannt gegeben. Diese Entscheidung markiert einen Neuanfang nach dem bekannten LiMux-Projekt der 2000er Jahre.
Diese Neuausrichtung zielt darauf ab, die digitale Souveränität der Stadt zu stärken und langfristig unabhängiger von einzelnen Softwareanbietern zu werden. Die Stadt München hat bereits Erfahrungen mit Open-Source-Lösungen gesammelt, was die aktuelle Entscheidung unterstützt.
Hintergrund
Das LiMux-Projekt begann in den frühen 2000er Jahren mit dem Ziel, Windows durch Open-Source-Alternativen zu ersetzen. Dieser Schritt wurde durch das Ende der Unterstützung für Windows NT 4.0 und eine städtische Resolution, die Open-Source-Software bevorzugte, motiviert. Das Projekt dauerte etwa 10 Jahre und führte zur Implementierung von Debian, KDE und LibreOffice als Kernkomponenten des Linux-basierten Systems der Stadt.
Das LiMux-Projekt war ein Meilenstein in der städtischen IT-Geschichte Münchens. Es zeigte, dass Open-Source-Software in der Lage ist, komplexe administrative Aufgaben zu bewältigen. Die Stadt München hat bereits andere Open-Source-Projekte initiiert, wie die Eigenentwicklung DAVe für Verkehrszählungen.
Einordnung für die Schweiz
Die Rückkehr Münchens zu Open-Source-Software zeigt, wie politische Entscheidungen und technologische Entwicklungen die IT-Infrastruktur von Kommunen beeinflussen können. In der Schweiz könnten ähnliche Überlegungen relevant sein, insbesondere bei der Digitalisierung der Verwaltung.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen, die mit Kommunen zusammenarbeiten, könnte diese Entwicklung bedeuten, dass Open-Source-Lösungen wieder an Bedeutung gewinnen. Dies könnte neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung und IT-Beratung.
Chancen und Risiken
Zu den Chancen gehört die Möglichkeit, langfristig unabhängiger von einzelnen Softwareanbietern zu werden und die digitale Souveränität zu stärken. Open-Source-Software kann zudem kostengünstiger sein und mehr Flexibilität bei der Anpassung an spezifische Bedürfnisse bieten.
Allerdings gibt es auch Risiken. Zudem können Open-Source-Projekte von der kontinuierlichen Unterstützung der Community abhängen, was zu Unsicherheiten führen kann. Für München und andere Kommunen, die ähnliche Wege einschlagen, wird es wichtig sein, diese Herausforderungen zu bewältigen.
Betroffene Branchen und Berufe
Die Entscheidung Münchens, wieder auf Open-Source-Software zu setzen, betrifft vor allem die IT-Branche und Berufe, die mit Softwareentwicklung und IT-Infrastruktur zu tun haben. Unternehmen, die Open-Source-Lösungen anbieten oder unterstützen, könnten von dieser Entwicklung profitieren. Auch Berater und Integratoren, die bei der Umsetzung helfen, sehen neue Geschäftsmöglichkeiten.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU könnte diese Entwicklung bedeuten, dass Open-Source-Lösungen wieder an Bedeutung gewinnen. Dies könnte neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, insbesondere in den Bereichen Softwareentwicklung und IT-Beratung.
Zahlen
- Projektlaufzeit LiMux
- 10 Jahre
- Anzahl manuell erhobene Kfz- und Radverkehrszählungen in DAVe
- 5.000
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Eigene Recherche von BIZ24 aus öffentlich zugänglichen Quellen: whysogermany.com, kommune21.de.
