München setzt auf Open Source für mehr IT-Souveränität
Die Stadt München strebt an, ihre IT-Infrastruktur durch den Einsatz von Open-Source-Software unabhängiger zu gestalten. Dirk Gernhardt, Open-Source-Beauftragter der Stadt, erklärt im Interview die Vorteile und Herausforderungen dieses Ansatzes.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die Stadt München setzt auf Open-Source-Software für mehr IT-Souveränität.
- Dirk Gernhardt betont die Vorteile von Transparenz und Flexibilität.
- Open-Source-Lösungen könnten auch für Schweizer Gemeinden interessant sein.
- Unternehmen könnten von grösserer Flexibilität und Unabhängigkeit profitieren.
Key Facts
Überblick- Quelle
- Golem.de
- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 10:30
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Digitalisierung & Verwaltung, Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NeutralDigitalisierung der Verwaltung
Ausgangslage
Die Stadt München verfolgt das Ziel, ihre IT-Systeme durch den Einsatz von Open-Source-Software weniger abhängig von externen Anbietern zu machen. Dirk Gernhardt, als Open-Source-Beauftragter der Stadt, betont die Bedeutung dieser Strategie für die IT-Souveränität.
Die Stadt München hat bereits in der Vergangenheit Erfahrungen mit Open-Source-Software gesammelt, insbesondere durch das Projekt „LiMux“, bei dem die Verwaltung von Windows auf Linux umgestellt wurde. Diese Erfahrung zeigt, dass ein solcher Wechsel zwar Herausforderungen mit sich bringt, aber langfristig Vorteile bietet. Die aktuelle Strategie baut auf diesen Erfahrungen auf und zielt darauf ab, die IT-Infrastruktur weiter zu optimieren.
Hintergrund
Open-Source-Software ermöglicht es, den Quellcode einzusehen und anzupassen. Dies gibt der Stadt München die Kontrolle über ihre IT-Infrastruktur und reduziert die Abhängigkeit von proprietären Lösungen. Gernhardt hebt hervor, dass diese Transparenz und Flexibilität besonders in der öffentlichen Verwaltung von Vorteil sind.
Ein weiterer Vorteil von Open-Source-Software ist die Möglichkeit der Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs innerhalb der Community. Dies kann zu innovativen Lösungen führen, die auf die spezifischen Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung zugeschnitten sind. Gernhardt betont, dass diese Gemeinschaft eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung und Verbesserung der Software spielt.
Die Nutzung von Open-Source-Software kann auch zu Kosteneinsparungen führen, da keine Lizenzgebühren für proprietäre Software anfallen. Dies ist besonders relevant für öffentliche Verwaltungen, die oft mit begrenzten Budgets arbeiten müssen. Gernhardt betont, dass diese Kosteneinsparungen in die Weiterentwicklung und Verbesserung der IT-Infrastruktur investiert werden können.
Einordnung für die Schweiz
Die Schweizer Verwaltung könnte von Münchens Ansatz lernen. Open-Source-Software bietet die Möglichkeit, IT-Systeme kostengünstiger und unabhängiger zu gestalten. Dies ist besonders relevant für kleinere Gemeinden, die oft über begrenzte Ressourcen verfügen.
In der Schweiz gibt es bereits einige Gemeinden und Kantone, die Open-Source-Software nutzen. Diese Erfahrungen könnten als Grundlage für eine breitere Implementierung dienen. Die Schweizer Verwaltung könnte von den Best Practices lernen, die in München entwickelt wurden, und diese an die lokalen Gegebenheiten anpassen.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen, die mit der öffentlichen Verwaltung zusammenarbeiten, könnte sich die Nutzung von Open-Source-Software als Vorteil erweisen. Sie ermöglicht eine grössere Flexibilität und Unabhängigkeit von einzelnen Anbietern. Zudem können gemeinsame Projekte einfacher umgesetzt werden.
Ausblick
Die Stadt München plant, den Einsatz von Open-Source-Software weiter auszubauen. Dies könnte als Vorbild für andere Städte und Gemeinden dienen. Langfristig könnte dies zu einer breiteren Akzeptanz und Nutzung von Open-Source-Lösungen in der öffentlichen Verwaltung führen.
Einordnung
Open-Source-Software ermöglicht es, IT-Systeme kostengünstiger und unabhängiger zu gestalten. Dies ist besonders relevant für kleinere Gemeinden, die oft über begrenzte Ressourcen verfügen. Die Stadt München zeigt, wie dies in der Praxis umgesetzt werden kann.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU könnte die Nutzung von Open-Source-Software eine kostengünstige Alternative zu proprietären Lösungen darstellen. Dies könnte insbesondere für Unternehmen mit begrenzten IT-Ressourcen von Vorteil sein.
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
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Begriffe
- Open-Source-Software
- Software, deren Quellcode öffentlich einsehbar und anpassbar ist.
- IT-Souveränität
- Die Fähigkeit, IT-Systeme unabhängig von externen Anbietern zu kontrollieren.
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