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Europäische Telekomkonzerne planen Mobilfunk aus dem All

Vier europäische Telekomunternehmen wollen gemeinsam Satelliten für Mobilfunk in unterversorgten Gebieten nutzen. Die Zusammenarbeit soll die europäische Souveränität im Weltraum stärken.

Titelbild zu: Europäische Telekomkonzerne planen Mobilfunk aus dem All
Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Vier europäische Telekomkonzerne planen Mobilfunk aus dem All.
  • Frequenzen für mobile Satellitendienste sollen 2029 frei werden.
  • Zusammenarbeit zielt auf europäische Souveränität im Weltraum ab.
  • Direkte Verbindung von Smartphones mit Satelliten geplant.
  • SpaceX und Starlink sollen nicht beteiligt werden.

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
19.10.2026, 12:30
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Digitalisierung & Verwaltung
Einschätzung (KI)
NeutralNeue Technologie ohne klaren Bezug
  1. Ausgangslage

    In Deutschland und anderen europäischen Ländern gibt es weiterhin Gebiete, in denen der Mobilfunk nicht flächendeckend verfügbar ist. Diese sogenannten weissen Flecken betreffen laut Bundesnetzagentur zwischen 1,2 und 1,7 Prozent der Fläche Deutschlands, abhängig vom Anbieter. Um diese Lücken zu schliessen, planen die Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica und Orange, Mobilfunkdienste über Satelliten anzubieten.

    Dies kann insbesondere für Unternehmen in diesen Gebieten zu Herausforderungen führen, da eine zuverlässige Mobilfunkverbindung für viele Geschäftsprozesse essenziell ist.

    Dies könnte insbesondere in Regionen mit schwierigen topografischen Bedingungen von Vorteil sein, in denen der Ausbau von Mobilfunkmasten schwierig ist.

  2. Hintergrund

    Die vier Unternehmen haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um gemeinsam für Frequenzen zu bieten, die voraussichtlich 2029 frei werden. Diese Frequenzen wurden bisher für Internetverbindungen in Flugzeugen genutzt. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, eine europäische Satellitenkonstellation zu entwickeln und zentrale Infrastrukturen sowie Koordinierungsfunktionen in Europa aufzubauen.

    Dies umfasst nicht nur die Nutzung von Satelliten für Mobilfunk, sondern auch die Entwicklung eigener Technologien und Standards, um von nicht-europäischen Anbietern unabhängig zu sein.

    Die Firmen planen, Schlüsseleinrichtungen an Land sowie entscheidende Organisations- und Kontrollaufgaben in Europa zu bauen. Dies könnte die Resilienz mobiler Netze stärken und kritische Kommunikation schützen. Die geplante Zusammenarbeit könnte auch die Entwicklung einer europäischen Satellitenkonstellation unterstützen, die unabhängig von nicht-europäischen Anbietern ist.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Schweiz verfügt bereits über ein gut ausgebautes Mobilfunknetz, doch auch hier gibt es abgelegene Regionen mit schlechter Netzabdeckung. Die geplante Zusammenarbeit europäischer Telekomkonzerne könnte auch für die Schweiz relevante Technologien und Lösungen hervorbringen, insbesondere im Bereich der Satellitenkommunikation.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Dies könnte insbesondere für Unternehmen in ländlichen Gebieten oder in der Logistikbranche von Vorteil sein, die auf zuverlässige Mobilfunkverbindungen angewiesen sind.

  5. Ausblick

    Die Umsetzung der Pläne hängt von der Verfügbarkeit der Frequenzen und der Entwicklung der notwendigen Technologien ab. Die Unternehmen planen, Direct-to-Device-Dienste (D2D) anzubieten, bei denen Smartphones direkt mit Satelliten verbunden werden. Dies erfordert jedoch, dass die meisten Smartphones diese Funktion in Zukunft unterstützen.

    Die geplante Zusammenarbeit der vier Telekomkonzerne könnte auch die Entwicklung neuer Technologien und Standards fördern, die die Nutzung von Satellitenkommunikation für Mobilfunkdienste erleichtern. Dies könnte die Einführung von Direct-to-Device-Diensten beschleunigen und die Netzabdeckung in unterversorgten Gebieten verbessern.

  6. Einordnung

    Die geplante Zusammenarbeit europäischer Telekomkonzerne ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der europäischen Souveränität im Bereich der Weltrauminfrastruktur. Dies könnte auch für andere Länder wie die Schweiz relevante Technologien und Lösungen hervorbringen.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte die verbesserte Mobilfunkabdeckung in abgelegenen Gebieten neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, insbesondere in den Bereichen Logistik, Tourismus und Landwirtschaft.

Zahlen

Fläche ohne Mobilfunk bei der Deutschen Telekom
1,2 Prozent
Fläche ohne Mobilfunk bei Vodafone
1,7 Prozent
Fläche ohne Mobilfunk bei O2 Telefónica
1,6 Prozent

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Wie stark betrifft die unzureichende Mobilfunkabdeckung Ihr Unternehmen?

Überhaupt nicht.

Begriffe

Direkte Verbindung von Smartphones mit Satelliten
Technologie, bei der Smartphones ohne Zwischenstation direkt mit Satelliten kommunizieren.
Weisse Flecken
Gebiete mit unzureichender Mobilfunkabdeckung.

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Originaltitel: Mobilfunk aus dem All: Was europäische Anbieter planen – und warum Starlink wohl außen vor bleibt