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Ericsson entwickelt Drohnenerkennung mit Mobilfunknetzen

Ericsson stellt das ISAC-System vor, das Drohnen und andere Objekte über Mobilfunknetze erkennt. Die Technologie soll ab 2027 in Pilotprojekten getestet werden.

Titelbild zu: Ericsson entwickelt Drohnenerkennung mit Mobilfunknetzen
Bild: presseportal.ch – Wirtschaft (Medienmitteilungen)

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Ericsson stellt ISAC-System zur Drohnenerkennung vor
  • Technologie nutzt bestehende Mobilfunknetze
  • Pilotprojekte ab 2027 geplant
  • System ergänzt bestehende Sensoren
  • Tests zeigen zuverlässige Erkennung und Verfolgung

Key Facts

Überblick
Quelle
presseportal.ch – Wirtschaft (Medienmitteilungen)
Veröffentlicht
02.11.2026, 09:28
Rubrik
Technologie
Schwerpunkte
Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz
Einschätzung (KI)
Neutralneue Technologie für Sicherheit
  1. Technologie

    Ericsson hat das ISAC-System (Integrated Sensing and Communication) vorgestellt. Diese Technologie nutzt bestehende Mobilfunknetze, um Objekte wie Drohnen zu erkennen und zu verfolgen. Das System analysiert reflektierte Funksignale und kann so auch nicht verbundene Objekte orten.

    Die Lösung kombiniert 5G-Mobilfunkanlagen mit Edge Computing, Künstlicher Intelligenz und Signalverarbeitung. Dadurch entsteht ein präzises 3D-Ortungssystem. Das ISAC-System arbeitet multistatisch, was bedeutet, dass es Signale von mehreren Standorten aus sendet und empfängt.

    Das ISAC-System nutzt die bestehende Infrastruktur von 5G-Mobilfunknetzen, um eine neue Ebene der Situationserfassung zu schaffen. Dies ermöglicht eine kostengünstige und effiziente Lösung für die Erkennung und Verfolgung von Objekten. Die Technologie kann in verschiedenen Umgebungen eingesetzt werden, von städtischen Gebieten bis hin zu strategischen Orten.

  2. Pilotprojekte

    Die kommerzielle Einführung des ISAC-Systems erfolgt schrittweise. Ab 2027 starten kleinere Pilotprojekte, die sich auf die Sensorik konzentrieren. Ab 2028 folgen breiter angelegte Einsätze.

    Die ersten Pilotprojekte werden sich auf die Sensorik konzentrieren und mit ausgewählten Kunden durchgeführt werden. Diese Projekte sollen die Praxistauglichkeit der Technologie unter realen Bedingungen testen. Die Ergebnisse dieser Pilotprojekte werden die Grundlage für die breiteren Einsätze ab 2028 bilden.

  3. Anwendungsbereiche

    Das ISAC-System ist für Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Akteure aus den Bereichen Verteidigung und öffentliche Sicherheit gedacht. Es ergänzt bestehende Sensoren und Radar-Systeme. Das ISAC-System ist für Betreiber kritischer Infrastrukturen sowie Akteure aus den Bereichen Verteidigung und öffentliche Sicherheit gedacht. Es ergänzt bestehende Sensoren und Radar-Systeme.

  4. Vorteile

    Das System nutzt bestehende Mobilfunkinfrastruktur, was die Implementierung vereinfacht. Es ermöglicht eine flächendeckende Erkennung und Verfolgung von Objekten. Diese Informationen lassen sich durch standardisierte Schnittstellen sicher an berechtigte externe Systeme, wie zum Beispiel Einsatzleit- und Kontrollsysteme, weiterleiten.

    Ein weiterer Vorteil des ISAC-Systems ist seine Fähigkeit, Daten sicher an autorisierte externe Systeme zu übermitteln. Dies ermöglicht eine schnellere Reaktion und fundiertere Entscheidungen. Die Technologie kann auch in Kombination mit anderen Sensoren und Abwehrsystemen eingesetzt werden, um ein umfassenderes operatives Lagebild zu erstellen.

  5. Tests

    Validierungstests haben gezeigt, dass das System Mikrodrohnen über Kilometer entfernte Strecken zuverlässig erkennt und verfolgt. Tests mit AT&T in Arlington und Erillisverkot in Helsinki demonstrierten die Echtzeit-Erkennung und Verfolgung von Drohnen.

    Die Validierungstests des ISAC-Systems haben gezeigt, dass es in der Lage ist, Mikrodrohnen über Entfernungen im Kilometerbereich zuverlässig zu erkennen und zu verfolgen. Die Tests wurden unter verschiedenen Betriebsbedingungen, Systemkonfigurationen und Drohnen-Flugmustern durchgeführt. Die tatsächliche Leistung des Systems hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Eigenschaften und das Flugprofil des Ziels.

  6. Zukunftspotenzial

    Freddie Södergren, Leiter der Abteilung für lebenswichtige Netzwerke und Verteidigung bei Ericsson, erklärt: Ein einzelner Sensor kann keine vollständige Abdeckung sicherstellen. Deshalb sind tief fliegende Drohnen besonders schwierig zu erkennen. Das Ericsson ISAC System ermöglicht es, dass mehrere 5G-Standorte koordiniert zusammenarbeiten. Dadurch können Objekte in einem grossen Gebiet erfasst und fortlaufend verfolgt werden.

    Die mit Sensortechnologien und Systemen gewonnenen Daten lassen sich klassisch integrieren. Die Lösung bietet Netzbetreibern zugleich die Chance, über ihre aktuelle Netzinfrastruktur hinweg neue Dienste anzubieten. Joe Madden, Principal Analyst bei Mobile Experts, erkennt dabei das Potenzial für eine schnellere und kostengünstigere Umsetzung von Drohnenerkennung.

    Da Ericsson auf ein umfangreiches Netz an bestehenden Standorten aufbauen kann, hat das Unternehmen das Potenzial, eine grossflächige Drohnenerkennung schneller und kostengünstiger bereitzustellen als durch den Aufbau einer neuen Infrastruktur. Dies könnte die Sicherheit in verschiedenen Bereichen verbessern und neue Möglichkeiten für Netzbetreiber schaffen, zusätzliche Dienste anzubieten.

  7. Einordnung

    Die Technologie könnte die Sicherheit in verschiedenen Bereichen verbessern. Sie bietet eine kostengünstige und effiziente Lösung für die Erkennung und Verfolgung von Objekten.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte die Technologie interessant sein, wenn sie kritische Infrastrukturen betreiben oder öffentliche Sicherheit gewährleisten müssen.

Zahlen

Jahr der ersten Pilotprojekte
2027
Jahr der breiteren Einsätze
2028

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

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Begriffe

ISAC-System
Integrated Sensing and Communication, eine Technologie zur Erkennung und Verfolgung von Objekten über Mobilfunknetze
Edge Computing
Dezentrale Datenverarbeitung am Rand des Netzwerks
Künstliche Intelligenz
Technologie zur Analyse und Klassifizierung von Daten
Signalverarbeitung
Verarbeitung von Signalen zur Extraktion von Informationen

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Originaltitel: Ericsson ermöglicht Drohnenerkennung mit Mobilfunknetzen