Studie zeigt: Intelligente Frauen erhalten weniger Unterstützung am Arbeitsplatz
Eine internationale Studie mit über 800 Teilnehmenden zeigt, dass Frauen mit hohen kognitiven Fähigkeiten im Berufsleben oft benachteiligt werden. Unternehmen müssen handeln, um diese Diskriminierung zu bekämpfen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Frauen mit hohen kognitiven Fähigkeiten erhalten weniger Unterstützung am Arbeitsplatz.
- Informelle Interaktionen spielen eine wichtige Rolle bei der Benachteiligung.
- Unternehmen müssen ihre Unternehmenskultur überprüfen und fördern.
- Regelmässige Gespräche können helfen, Vorurteile zu identifizieren.
- Eine inklusive Kultur ist entscheidend für den Erfolg aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Key Facts
Überblick- Quelle
- t3n
- Veröffentlicht
- 01.11.2026, 20:52
- Rubrik
- Wirtschaft
- Schwerpunkte
- Fachkräftemangel, Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NeutralGeschlechterungleichheit am Arbeitsplatz
Ausgangslage
Eine Studie mit 826 Personen aus 140 Teams hat ergeben, dass Frauen mit hohen kognitiven Fähigkeiten am Arbeitsplatz weniger Unterstützung erfahren und häufiger mit Feindseligkeit konfrontiert werden. Diese Benachteiligung betrifft nicht ihre männlichen Kollegen mit vergleichbaren Fähigkeiten. Die Ergebnisse wurden im Journal of Applied Psychology veröffentlicht.
Die Studie zeigt, dass Frauen mit hohen kognitiven Fähigkeiten weniger Unterstützung erfahren und häufiger feindseligen Kommentaren ausgesetzt sind. Dies kann ihre Motivation und ihr Engagement am Arbeitsplatz beeinträchtigen. Ein Beispiel dafür ist die Erfahrung von Sara Winslow, die nach einer Auszeichnung für ihre herausragende Leistung im Vertrieb zunehmend feindselige Kommentare von männlichen Kollegen erhielt.
Die Studie untersucht nicht Beförderungen, Gehälter oder langfristige Karriereergebnisse, sondern weist darauf hin, dass Firmen eine entscheidende Ursache von Ungleichbehandlung möglicherweise übersehen könnten, nämlich die unformellen Kontakte, welche den beruflichen Erfolg beeinflussen. Dies zeigt, dass auch in formal gleichgestellten Unternehmen informelle Benachteiligungen bestehen können.
Hintergrund
Die Studie deutet darauf hin, dass informelle Interaktionen am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle spielen. Frauen mit hohen kognitiven Fähigkeiten werden seltener unterstützt, erhalten weniger Informationen und werden häufiger ausgegrenzt. Dies kann langfristig ihren Berufserfolg beeinträchtigen, auch wenn formale Systeme wie Beförderungen und Gehälter nicht direkt betroffen sind.
Die Studienleiterin betont, dass es einen Unterschied gibt zwischen der Wahrnehmung von Führungskompetenz und der Bereitschaft, jemanden zu unterstützen. Diese informellen Interaktionen können den Berufserfolg erheblich beeinflussen, auch wenn sie nicht in formalen Bewertungen sichtbar sind. Unternehmen müssen daher auch diese Aspekte berücksichtigen, um eine faire und inklusive Arbeitsumgebung zu schaffen.
Einordnung für die Schweiz
Dennoch zeigen Studien und Erfahrungsberichte, dass informelle Benachteiligungen weiterhin bestehen. Diese können sich in feindseligen Kommentaren, Ausgrenzung oder mangelnder Unterstützung äussern.
Was das für Unternehmen bedeutet
Unternehmen sollten nicht nur formale Systeme auf Fairness überprüfen, sondern auch die tägliche Unternehmenskultur analysieren. Regelmässige Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können helfen, Vorurteile und Benachteiligungen zu identifizieren. Zudem sollten Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ein Umfeld schaffen, in dem sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frei entfalten und Unterstützung erhalten können.
Ausblick
Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, informelle Benachteiligungen am Arbeitsplatz zu bekämpfen. Unternehmen müssen aktiv werden, um eine inklusive Kultur zu fördern, in der alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabhängig von Geschlecht und kognitiven Fähigkeiten gleich behandelt werden.
Einordnung
Die Studie deutet darauf hin, dass informelle Benachteiligungen am Arbeitsplatz weiterhin ein Problem darstellen. Dies ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz ein relevantes Thema.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie ihre Unternehmenskultur aktiv gestalten müssen. Regelmässige Gespräche und die Förderung einer inklusiven Kultur können helfen, Benachteiligungen zu vermeiden und den Erfolg aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sichern.
Zahlen
- Befragte
- 826
- Teams
- 140
Wissen zur Meldung
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Originaltitel: Laut Studie: Intelligente Frauen erhalten am Arbeitsplatz oft weniger Unterstützung



