Autoreparaturen in der Schweiz deutlich teurer durch Hightech
Die Kosten für Fahrzeugschäden sind in der Schweiz um fast ein Viertel gestiegen. Die hohen Kosten entstehen hauptsächlich durch teure Elektronik und aufwendige Assistenzsysteme. Die AXA sieht sich zu Massnahmen gezwungen, um die Ausgaben zu begrenzen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Ein durchschnittlicher Kollisionsschaden kostet heute 3'450 Franken, 24 Prozent mehr als 2019.
- Scheinwerfer sind um über 50 Prozent teurer geworden.
- Windschutzscheiben kosten heute 870 Franken, 30 Prozent mehr als 2019.
- Die AXA setzt auf Reparaturen statt Austausch, um Kosten zu sparen.
- Die Gesamtausgaben für Kollisionsschäden stiegen 2025 auf über 220 Millionen Franken.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Werkstätten und Teilehersteller könnten von neuen Geschäftsmöglichkeiten profitieren.
- −Autofahrer und Versicherungen müssen mit höheren Kosten rechnen.
Key Facts
Überblick- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 09:22
- Rubrik
- Märkte
- Einschätzung (KI)
- NegativElektronik erhöht Kosten
Ausgangslage
Ein durchschnittlicher Kollisionsschaden am Fahrzeug kostete die AXA im vergangenen Jahr 3'450 Franken. Das ist ein Anstieg um 24 Prozent gegenüber 2019. Die Gesamtausgaben für solche Schäden stiegen 2025 auf über 220 Millionen Franken.
Dies bedeutet, dass die steigenden Kosten nicht auf mehr Unfälle zurückzuführen sind, sondern auf die zunehmende Komplexität und den Wert der reparierten Teile. Die Versicherung sieht sich daher gezwungen, neue Strategien zu entwickeln, um die steigenden Ausgaben zu bewältigen.
Die steigenden Kosten für Fahrzeugschäden betreffen nicht nur die Versicherungen, sondern auch die Autofahrer.
Hintergrund
Die steigenden Kosten lassen sich vor allem auf die zunehmende Komplexität moderner Fahrzeuge zurückführen. Scheinwerfer und Windschutzscheiben sind deutlich teurer geworden. Ein Scheinwerfer kostet heute mehr als 1'400 Franken, was einer Steigerung von über 50 Prozent entspricht. Auch Windschutzscheiben sind um rund 30 Prozent teurer geworden.
Moderne Fahrzeuge verfügen über viele Sensoren und Kameras. Diese sind für Assistenzsysteme essenziell. Sie sorgen für deren Funktionsfähigkeit. Diese Bauteile zu reparieren oder zu ersetzen, erfordert spezialisierte Kenntnisse und ist daher besonders kostspielig. Zudem müssen nach einer Reparatur oft zusätzliche Arbeiten wie die Kalibrierung der Assistenzsysteme durchgeführt werden, was die Gesamtkosten weiter erhöht.
Was das bedeutet
Die höheren Reparaturkosten betreffen vor allem Versicherungen und Autofahrer. Für Werkstätten und Teilehersteller könnte dies neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen.
Die AXA bevorzugt Reparaturen und verzichtet auf den kompletten Ersatz von beschädigten Komponenten. Die Reparatur einer Windschutzscheibe kostet etwa 300 Franken. Das ist deutlich günstiger als ein Austausch. Dies könnte dazu beitragen, die Kosten für die Versicherungen und die Autofahrer zu senken.
Ausblick
Die Entwicklung zeigt, dass die Technisierung von Fahrzeugen die Kosten für Reparaturen in die Höhe treibt. Versicherungen und Autofahrer müssen sich auf weiter steigende Preise einstellen.
Die AXA beabsichtigt, preiswertere Ersatzteile von unabhängigen Produzenten zu nutzen, vorausgesetzt, diese entsprechen den geforderten Sicherheits- und Qualitätsnormen. Dies könnte dazu beitragen, die steigenden Schadenkosten zumindest teilweise aufzufangen und die finanzielle Belastung für die Versicherten zu verringern.
Zahlen
- Durchschnittlicher Kollisionsschaden
- 3'450 Franken
- Anstieg der Kosten seit 2019
- 24 Prozent
- Kosten für Scheinwerfer
- 1'400 Franken
- Kosten für Windschutzscheiben
- 870 Franken
- Gesamtausgaben für Kollisionsschäden 2025
- 220 Millionen Franken
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Originaltitel: Hightech treibt die Kosten bei den Autoreparaturen



