EU-Kommission ermittelt gegen Booking.com wegen Fake-Anzeigen
Die EU-Kommission prüft, ob Booking.com genügend gegen betrügerische Hotelanzeigen und Phishing-Angriffe vorgeht. Die Plattform steht im Verdacht, nicht ausreichend gegen illegale Angebote vorzugehen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Die EU-Kommission ermittelt gegen Booking.com wegen Fake-Anzeigen und Phishing-Versuchen.
- Die Zahl der Betrugsfälle auf der Plattform ist stark gestiegen.
- Die Kommission prüft, ob Booking.com ausreichend Massnahmen ergreift.
- Mögliche Konsequenzen könnten strengere Regulierungen und höhere Kosten für Unternehmen sein.
Key Facts
Überblick- Quelle
- tagesschau – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 13:32
- Rubrik
- Politik
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance, Gastgewerbe & Tourismus, Cyberangriffe & IT-Sicherheit
- Quellen
- 2 berichten darüber
- Einschätzung (KI)
- NeutralFake-Anzeigen bei Buchungen
Ausgangslage
Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen Booking.com eingeleitet. Der Grund sind Bedenken, dass die Buchungsplattform nicht genug gegen gefälschte Hotelanzeigen und Phishing-Versuche unternimmt. Die Ermittlungen folgen auf Berichte über einen massiven Anstieg von Betrugsfällen auf der Plattform.
Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen Booking.com eingeleitet, um zu prüfen, ob die Plattform ausreichend gegen betrügerische Anzeigen vorgeht. Die Plattform steht nun unter Druck, nachzuweisen, dass sie ausreichend Massnahmen ergreift, um solche Betrugsfälle zu verhindern. Die Ermittlungen könnten langwierig werden und erhebliche Auswirkungen auf die Praxis der Plattform haben.
Die EU-Kommission hat ein Verfahren gegen Booking.com eingeleitet, um die Sicherheit und Transparenz der Plattform zu gewährleisten. Die Kommission hat bereits in der Vergangenheit gegen andere grosse Tech-Unternehmen ermittelt, um sicherzustellen, dass sie ihre Plattformen sicher und transparent gestalten. Die aktuellen Ermittlungen gegen Booking.com sind ein weiteres Beispiel dafür, wie die EU-Kommission versucht, die Rechte der Verbraucher zu schützen.
Hintergrund
Booking.com steht im Fokus, weil die Zahl der Betrugsmeldungen auf der Plattform stark gestiegen ist. Laut EU-Kommission gab es im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 1.072 Meldungen, die zu einem Schaden von 82.000 Euro führten. Dies entspricht einer Verzehnfachung im Vergleich zum Vorjahr. Die Kommission prüft nun, ob Booking.com ausreichend Massnahmen ergreift, um solche Betrugsfälle zu verhindern.
Neben den Fake-Anzeigen untersucht die EU-Kommission auch, wie Booking.com mit bezahlter Werbung umgeht. Konkret geht es darum, ob Suchergebnisse, die für einen Aufpreis weiter oben erscheinen, klar als Werbung gekennzeichnet sind. Die Kommission will sicherstellen, dass Nutzer diese Angebote leicht als bezahlte Werbung erkennen können. Dies ist ein wichtiger Aspekt, um das Vertrauen der Verbraucher in die Plattform zu erhalten.
Die EU-Kommission hat auch die Weitergabe von Reservierungs- und Gästedaten an Unterkunftsbetreiber untersucht. Dies ist ein wichtiger Aspekt, um sicherzustellen, dass die Daten der Nutzer nicht missbraucht werden. Die EU-Kommission hat klargestellt, dass die Einleitung des Verfahrens nicht bedeutet, dass Booking.com gegen EU-Regeln verstossen hat. Die Ermittlungen sind jedoch ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit und Transparenz der Plattform zu gewährleisten.
Einordnung für die Schweiz
Viele Schweizerinnen und Schweizer nutzen Booking.com für ihre Urlaubsplanung. Sollten sich die Bedenken bestätigen, könnte dies das Vertrauen in die Plattform schwächen und zu strengeren Regulierungen führen.
Die Ermittlungen der EU-Kommission könnten daher auch Auswirkungen auf die Schweiz haben, insbesondere wenn es um die Regulierung von Online-Buchungsplattformen geht. Die Schweizer Behörden könnten ähnliche Massnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Plattformen sicher und transparent sind.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen, die mit Booking.com zusammenarbeiten, könnte das Verfahren zu zusätzlichen Compliance-Anforderungen führen. Die Plattform könnte verpflichtet werden, strengere Sicherheitsmassnahmen zu ergreifen, um Betrug und Datenmissbrauch zu verhindern. Dies könnte wiederum zu höheren Kosten für die Unternehmen führen.
Ausblick
Die EU-Kommission wird in den kommenden Monaten ermitteln, ob Booking.com gegen geltende EU-Regeln verstösst. Sollten Mängel festgestellt werden, droht dem Unternehmen ein Bussgeld. Die Ergebnisse der Ermittlungen könnten auch Auswirkungen auf die Praxis der Plattform in der Schweiz haben.
Einordnung
Die EU-Kommission ermittelt gegen Booking.com, um die Sicherheit und Transparenz der Plattform zu gewährleisten. Dies ist besonders relevant für den Reise- und Gastgewerbesektor, der stark von Online-Buchungen abhängt.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU, die mit Booking.com zusammenarbeiten, könnte das Verfahren zu zusätzlichen Compliance-Anforderungen führen. Dies könnte die Zusammenarbeit mit der Plattform komplexer und möglicherweise teurer machen.
Zahlen
- Betrugsmeldungen
- 1.072
- Schaden
- 82.000 Euro
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Originaltitel: Fake Hotelanzeigen - Brüssel ermittelt gegen Booking.com



