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Uneinheitliche Entwicklung an europäischen Börsen

Die europäischen Aktienmärkte zeigten am Montag keine einheitliche Tendenz. Ein leichter Rückgang der Ölpreise brachte etwas Erleichterung.

Titelbild zu: Uneinheitliche Entwicklung an europäischen Börsen
Bild: Moneycab

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • EuroStoxx50 stieg um 0,4 Prozent auf 6.156 Punkte.
  • SMI verlor 0,2 Prozent und fiel auf 14.785 Punkte.
  • Fluggesellschaften profitierten vom Ölpreisrückgang.
  • Alstom strich Margenziel und verlor 26 Prozent.
  • Ryanair plant Sparprogramm wegen höherer Treibstoffkosten.

Key Facts

Überblick
Quelle
Moneycab
Veröffentlicht
02.11.2026, 11:50
Rubrik
Märkte
Schwerpunkte
Energiekosten & -versorgung, Lieferketten & Beschaffung, Export & neue Märkte
Einschätzung (KI)
NeutralÖlpreisrückgang stützt Markt
  1. Aktienmärkte ohne klare Richtung

    Die wichtigsten Aktienmärkte Europas präsentierten sich am Montag ohne klare Richtung. Ein leichter Rückgang der Ölpreise sorgte für eine gewisse Entlastung. Ausgelöst wurde dieser durch Berichte. Die Berichte handelten von neuen diplomatischen Bemühungen. Die Bemühungen kamen von den USA. Die USA sind in einen Konflikt mit dem Iran verwickelt.

    Der EuroStoxx50 verzeichnete am Mittag einen Anstieg von 0,4 Prozent und erreichte 6.156 Punkte. Dagegen verlor der Schweizer Leitindex SMI 0,2 Prozent und fiel auf 14.785 Punkte. Der britische Leitindex FTSE 100 kletterte um 0,1 Prozent und erreichte 10.742 Punkte.

    Die europäischen Börsen entwickeln sich uneinheitlich. Diese Entwicklung spiegelt diplomatische Bemühungen der USA wider. Die Bemühungen betreffen den Konflikt mit dem Iran. Die Bemühungen sind aktuell. Die diplomatischen Bemühungen der USA könnten die Lage entschärfen, doch die Unsicherheit bleibt hoch. Dies führt zu einer zögerlichen Stimmung an den Märkten, da Investoren abwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt.

    Der SMI reagierte mit einem leichten Rückgang, was auf die starke Exportorientierung der Schweizer Wirtschaft zurückzuführen ist. Die Unsicherheit führt dazu, dass viele Investoren auf der Suche nach sicheren Häfen sind.

  2. Fluggesellschaften profitieren, Ölwerte leiden

    Besonders gesucht wurden Aktien von Fluggesellschaften und Touristikunternehmen, die vom Rückgang des Ölpreises profitierten. Die Aktien der Air France-KLM stiegen um 4,0 Prozent. Die Papiere der Airline-Holding IAG legten um 3,0 Prozent zu. Auf der anderen Seite sanken die Ölwerte um 0,7 bis 1,4 Prozent.

    Die Fluggesellschaften profitieren vom Ölpreisrückgang. Niedrigere Ölpreise bedeuten geringere Betriebskosten für die Airlines, was ihre Gewinnmargen verbessert.

    Auf der anderen Seite verzeichneten Ölwerte Kursabschläge. Die Aktien von Shell, BP, Eni und Totalenergies verzeichneten Kursabschläge, was auf die Erwartung hinweist, dass die Ölpreise weiter fallen könnten. Die Anleger sind vorsichtig und beobachten die Entwicklung genau.

  3. Alstom mit deutlichen Verlusten

    Die Aktien von Alstom standen im Fokus der Anleger, nachdem der Bahntechnikkonzern sein Margenziel für das Geschäftsjahr 2026/27 massiv reduziert hatte. Hauptgrund sind Verzögerungen bei der Auslieferung elektrischer Doppelstocktriebzüge. Die Aktien von Alstom verloren zeitweise fast ein Drittel ihres Wertes und schlossen 26 Prozent im Minus.

    Die Aktien von Alstom standen im Fokus der Anleger, nachdem der Bahntechnikkonzern sein Margenziel für das Geschäftsjahr 2026/27 massiv reduziert hatte. Hauptgrund sind Verzögerungen bei der Auslieferung elektrischer Doppelstocktriebzüge. Alstom kündigte einen Umbau des Unternehmens an, um die Verschuldung zu verringern und die Effizienz zu steigern. Dies könnte langfristig zu einer Stabilisierung des Unternehmens beitragen.

    Die Verschuldung von rund zwei Milliarden Euro stellt eine erhebliche Belastung dar. Die Anleger werden genau beobachten, ob die geplanten Massnahmen erfolgreich sind und ob sich die Lage stabilisiert.

  4. Ryanair und Forvia im Blick

    Die hohen Kerosinkosten im Zusammenhang mit dem US-iranischen Krieg belasteten den Billigflieger Ryanair auch im zweiten Geschäftsquartal. Der Gewinn nach Steuern sank um sechs Prozent. Für das kommende Jahr rechnet Ryanair mit zwei Milliarden Euro höheren Treibstoffkosten und plant ein umfassendes Sparprogramm. Die Ryanair-Papiere stiegen um 2,5 Prozent.

    Die Aktien von Forvia, einem französischen Autozulieferer, legten nach der Bekanntgabe aktueller Geschäftszahlen um 1,9 Prozent zu. Forvia spürt weiterhin die schwierige Lage der internationalen Automobilhersteller in China. Der Umsatz sank in den ersten neun Monaten um 2,7 Prozent, im dritten Quartal gab es jedoch einen leichten Anstieg von einem Prozent.

    Die hohen Kerosinkosten im Zusammenhang mit dem US-iranischen Krieg belasteten den Billigflieger Ryanair auch im zweiten Geschäftsquartal. Für das kommende Jahr rechnet Ryanair mit zwei Milliarden Euro höheren Treibstoffkosten. Das geplante Sparprogramm könnte helfen, die Kosten zu senken und die Gewinnmargen zu stabilisieren. Die Anleger sehen dies als notwendigen Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten.

    Die Aktien von Forvia, einem französischen Autozulieferer, legten nach der Bekanntgabe aktueller Geschäftszahlen um 1,9 Prozent zu. Der Umsatzrückgang in China spiegelt die Herausforderungen wider, denen die internationalen Automobilhersteller gegenüberstehen. Im dritten Quartal legte der Erlös hingegen um ein Prozent zu.

  5. Einordnung

    Die uneinheitliche Entwicklung an den europäischen Börsen spiegelt die aktuellen geopolitischen Spannungen und ihre Auswirkungen auf verschiedene Branchen wider. Die Ölpreise spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie direkt die Kostenstruktur vieler Unternehmen beeinflussen.

  6. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet die aktuelle Marktlage, dass sie besonders auf die Entwicklung der Energiepreise achten müssen. Zudem können geopolitische Spannungen Lieferketten und Absatzmärkte beeinflussen, was eine flexible Anpassungsfähigkeit erfordert.

Zahlen

EuroStoxx50
6.156 Punkte
SMI
14.785 Punkte
FTSE 100
10.742 Punkte
Alstom-Verluste
26 Prozent
Ryanair-Gewinnrückgang
6 Prozent

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Europa-Verlauf: Uneinheitlicher Wochenauftakt – Ölpreisrückgang stützt