Zum Inhalt
BIZ24

Di., 20. Okt. 2026

Märkte
verzögert · TradingViewMarktzentrum
Mobilität

Deutsche Post plant Portoerhöhung ab 2027

Die Deutsche Post will ab Januar 2027 das Porto für Standardbriefe von 95 Cent auf 1,15 Euro erhöhen. Auch andere Briefarten und Pakete sollen teurer werden, sofern die Bundesnetzagentur zustimmt.

Titelbild zu: Deutsche Post plant Portoerhöhung ab 2027
Bild: tagesschau – Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Porto für Standardbriefe steigt von 95 Cent auf 1,15 Euro
  • Auch Postkarten und Grossbriefe werden teurer
  • Bundesnetzagentur muss Erhöhungen genehmigen
  • Rückgang der Briefmengen und steigende Kosten als Hauptgründe
  • Mögliche Auswirkungen auf die Schweizer Post

Key Facts

Überblick
Quelle
tagesschau – Wirtschaft
Veröffentlicht
20.10.2026, 16:00
Rubrik
Mobilität
Schwerpunkte
Lieferketten & Beschaffung
Einschätzung (KI)
NegativKostensteigerung für Unternehmen
  1. Ausgangslage

    Die Deutsche Post hat angekündigt, das Porto für Standardbriefe ab Januar 2027 von 95 Cent auf 1,15 Euro zu erhöhen. Diese Erhöhung ist Teil eines breiteren Pakets von Preisanpassungen, das auch Postkarten, Grossbriefe und andere Produkte betrifft. Die Bundesnetzagentur muss den Plänen noch zustimmen.

    Die Preise für Briefe von Privatkunden und Geschäftspost dürfen um bis zu 20,35 Prozent erhöht werden. Dies hat die Bundesnetzagentur vor kurzem angekündigt. Die geplante Erhöhung des Portos für Standardbriefe reizt diesen Rahmen voll aus. Zudem plant die Post, auch die Preise für Pakete zu erhöhen, wobei die genauen Preise noch nicht bekannt gegeben wurden.

    Die Preisanpassungen sollen sicherstellen, dass die Post auch in Zukunft ein flächendeckendes Netz an Briefkästen und Filialen in ganz Deutschland vorhalten kann.

  2. Hintergrund

    Die Preiserhöhungen sind laut Deutsche Post „unvermeidbar“. Die Briefmengen sind in den letzten Jahren stark zurückgegangen, während die Kosten für Personal, Energie und Sachgüter gestiegen sind. 2005 wurden in Deutschland 16,9 Milliarden Briefsendungen verschickt, 2025 waren es nur noch knapp 9,4 Milliarden.

    Die Deutsche Post argumentiert, dass die Preiserhöhungen notwendig sind, um die flächendeckende Infrastruktur für Briefkästen und Filialen in ganz Deutschland aufrechtzuerhalten. Die sinkenden Briefmengen führen zu höheren Kosten pro Brief, was die Preisanpassungen erforderlich macht.

    Dennoch sind die Kosten für Personal, Energie und Sachgüter gestiegen, was die Preiserhöhungen notwendig macht.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Zudem könnte ein Rückgang der Briefmengen auch in der Schweiz zu ähnlichen Herausforderungen führen.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Unternehmen in der Schweiz könnte die Portoerhöhung in Deutschland zu höheren Kosten für den internationalen Briefversand führen. Besonders betroffen wären Unternehmen, die regelmässig Briefe und Pakete nach Deutschland senden. Zudem könnten ähnliche Preisanpassungen auch in der Schweiz zu höheren Kosten für den Briefversand führen.

    Unternehmen sollten sich auf mögliche Kostensteigerungen im Bereich des Brief- und Paketversands einstellen und gegebenenfalls nach alternativen Versandoptionen suchen. Zudem könnten Unternehmen auch in Betracht ziehen, den Briefversand zu reduzieren und stattdessen auf digitale Kommunikationsmittel umzusteigen.

  5. Ausblick

    Die Bundesnetzagentur muss den Plänen noch zustimmen. Sollte die Erhöhung genehmigt werden, könnten ähnliche Anpassungen auch in anderen europäischen Ländern folgen. Unternehmen sollten sich auf mögliche Kostensteigerungen im Bereich des Brief- und Paketversands einstellen.

  6. Einordnung

    Die Preiserhöhungen der Deutschen Post sind Teil eines breiteren Trends, der durch den Rückgang der Briefmengen und steigende Kosten getrieben wird. Dieser Trend ist nicht auf Deutschland beschränkt und könnte auch andere europäische Länder betreffen.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte die Portoerhöhung in Deutschland zu höheren Kosten für den internationalen Briefversand führen. Zudem könnten ähnliche Preisanpassungen auch in der Schweiz zu höheren Kosten für den Briefversand führen, was insbesondere für Unternehmen mit hohem Briefaufkommen relevant ist.

Zahlen

Porto Standardbrief
1,15 Euro
Porto Postkarte
1,15 Euro
Porto Kompaktbrief
1,25 Euro
Porto Grossbrief
2,35 Euro
Porto Maxibrief
5 Euro

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Umfrage für Unternehmen

Wie stark betrifft Sie die Portoerhöhung der Deutschen Post?

Antwort wählen – anonym, ohne Anmeldung

Ganzen Artikel bei tagesschau – Wirtschaft lesen

Originaltitel: Die Deutsche Post will 2027 das Porto für Briefe erhöhen