Rekordjahr für Übernahmen im Verteidigungstechnologie-Sektor
Die Zahl der Übernahmen im Bereich Verteidigungstechnologie hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 einen historischen Höchststand erreicht. Europa holt im Bereich der Transaktionswerte auf.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- 65 Übernahmen in den ersten neun Monaten des Jahres 2026
- Transaktionswert von 7 Milliarden US-Dollar erreicht
- Europa holt im Bereich der Transaktionswerte auf
- Aktives drittes Quartal mit siebenfach erhöhtem Transaktionswert
- Beispiel: Red Cat will Steyr Motors für 205 Millionen Euro übernehmen
Key Facts
Überblick- Quelle
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- Veröffentlicht
- 21.10.2026, 08:58
- Rubrik
- Unternehmen
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance, Export & neue Märkte
- Einschätzung (KI)
- NeutralVerteidigungssektor wächst
Ausgangslage
In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 wurden weltweit 65 Übernahmen und Fusionen im Verteidigungstechnologie-Sektor abgeschlossen. Dies entspricht mehr als der Gesamtzahl des Vorjahres und stellt einen Rekord seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2018 dar. Die Daten stammen von der internationalen Anwaltskanzlei White & Case in Zusammenarbeit mit dem Datenanbieter Mergermarket.
Hintergrund
Der Wert der Transaktionen erreichte insgesamt 7 Milliarden US-Dollar, was etwa 6,2 Milliarden Euro entspricht. Dies entspricht bereits dem Gesamtwert des gesamten Vorjahres. Besonders aktiv war das dritte Quartal, in dem der Transaktionswert im Vergleich zum Vorjahr um das Siebenfache auf 4,2 Milliarden US-Dollar (etwa 3,7 Milliarden Euro) stieg.
Die hohen Investitionen in Verteidigungstechnologie spiegeln die globalen geopolitischen Spannungen wider. Unternehmen und Investoren suchen nach Wegen, um von der steigenden Nachfrage nach modernen Verteidigungstechnologien zu profitieren. Die steigenden Bewertungen von Unternehmen wie Anduril und Tekever unterstreichen die Attraktivität des Sektors für Investoren.
Einordnung für die Schweiz
Die Schweiz ist zwar nicht direkt in den aktuellen Übernahmen involviert, doch die globale Dynamik im Verteidigungstechnologie-Sektor könnte auch hierzulande Auswirkungen haben. Schweizer Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, könnten von der steigenden Nachfrage und den höheren Investitionen profitieren.
Die Schweiz könnte von der steigenden Nachfrage nach Verteidigungstechnologie profitieren, insbesondere durch die Entwicklung neuer Technologien und die Stärkung der eigenen Verteidigungsfähigkeiten. Schweizer Unternehmen könnten sich als attraktive Partner für internationale Fusionen und Übernahmen positionieren, was zu einer Stärkung des heimischen Sektors beitragen könnte.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen im Verteidigungstechnologie-Sektor bedeutet dies eine erhöhte Nachfrage nach Fusionen und Übernahmen. Investoren suchen nach vielversprechenden Assets, was zu höheren Bewertungen und intensiverem Wettbewerb führen kann. Unternehmen sollten sich auf mögliche Übernahmeangebote oder strategische Partnerschaften vorbereiten.
Ausblick
Ob die hohen Bewertungen ultimately sich auszahlen werden, bleibt abzuwarten. Die Exit-Optionen für Investoren sind begrenzt, da es nur wenige grosse Käufer im Verteidigungssektor gibt. Zudem stammt ein erheblicher Teil des Kapitals für europäische Verteidigungsstart-ups aus den USA, was die Abhängigkeit von ausländischen Investoren unterstreicht.
Die hohen Bewertungen und die begrenzten Exit-Optionen für Investoren stellen eine Herausforderung dar. Unternehmen und Investoren müssen sorgfältig abwägen, ob die aktuellen Bewertungen nachhaltig sind und ob die langfristigen Wachstumsaussichten die aktuellen Investitionen rechtfertigen. Die Abhängigkeit von ausländischen Investoren könnte zudem die strategische Unabhängigkeit europäischer Unternehmen beeinträchtigen.
Einordnung
Die steigenden Militärausgaben weltweit haben den Verteidigungstechnologie-Sektor zu einem der am schnellsten wachsenden Bereiche für Fusionen und Übernahmen gemacht. Unternehmen suchen nach Möglichkeiten, neue Technologien zu entwickeln und die Produktion zu skalieren, während Investoren nach vielversprechenden Assets suchen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU im Verteidigungstechnologie-Sektor könnte dies eine Chance sein, durch strategische Partnerschaften oder Fusionen zu wachsen. Allerdings sollten sie sich der erhöhten Konkurrenz und der Abhängigkeit von ausländischen Investoren bewusst sein.
Zahlen
- Anzahl Übernahmen 2026
- 65
- Transaktionswert 2026
- 7 Milliarden US-Dollar
- Transaktionswert drittes Quartal 2026
- 4,2 Milliarden US-Dollar
- Bewertung Anduril
- 90 Milliarden US-Dollar
- Bewertung Tekever
- 5,5 Milliarden Euro
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