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China droht mit Gegenmassnahmen nach DeepSeek-Verbot in den USA

Die US-Regierung hat den Einsatz der KI-Technologie von DeepSeek in Bundesbehörden verboten. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern im Bereich Künstliche Intelligenz nehmen zu.

Titelbild zu: China droht mit Gegenmassnahmen nach DeepSeek-Verbot in den USA
Bild: Trending Topics

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Die US-Regierung hat den Einsatz der KI-Technologie von DeepSeek in Bundesbehörden verboten.
  • China reagiert mit scharfer Kritik und droht mit Gegenmassnahmen.
  • Begründet wird das mit Servern in China, auf die chinesische Behörden zugreifen könnten, wodurch sensible US-Daten abfliessen könnten.
  • Schweizer Unternehmen sollten die Entwicklungen genau verfolgen.
  • Wie ernst die Drohungen aus Peking gemeint sind, dürfte sich Mitte November zeigen. Dann treffen sich US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Rande des APEC-Gipfels im chinesischen Shenzhen, KI soll dabei auf der Tagesordnung stehen.

Key Facts

Überblick
Quelle
Trending Topics
Veröffentlicht
21.10.2026, 07:27
Rubrik
Politik
Schwerpunkte
Künstliche Intelligenz, Export & neue Märkte, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralHandelskonflikt USA-China
  1. Ausgangslage

    Die US-Regierung hat den Einsatz der KI-Technologie von DeepSeek in Bundesbehörden verboten. Sie hat bereits Ende Juli Heimatschutzminister Markwayne Mullin unterschrieben. Alle zivilen Bundesbehörden sind verpflichtet, Produkte von DeepSeek und verbundenen Firmen sowie Drittanbieter-Software, die auf DeepSeek basiert, aus ihren Systemen zu entfernen.

    Das Verbot betrifft nicht nur DeepSeek selbst, sondern auch Software von Drittanbietern, die auf DeepSeek aufbaut. Die Behörden erhielten 60 Tage, um Ausnahmen zu beantragen. Gemäss einer Untersuchung von VentureBeat endete diese Deadline bereits am 22. Im September wurde die Regelung eingeführt, noch bevor die Allgemeinheit von dem Verbot erfahren hatte. Dies zeigt, wie lange die Anordnung bereits im Verborgenen wirkte.

  2. Reaktion aus China

    Gleich zwei Ministerien haben am Dienstag auf die Anordnung des US-Heimatschutzministeriums reagiert. Aussenamtssprecherin Mao Ning warf den USA vor, den Begriff der nationalen Sicherheit zu überdehnen und Technologie und Handel zu politisieren. Das Handelsministerium drohte mit „allen notwendigen Massnahmen“, falls die USA ihre Beschränkungen nicht zurücknehmen. Konkrete Gegenmassnahmen wurden jedoch nicht genannt.

    China werde die legitimen Rechte und Interessen chinesischer Unternehmen „entschlossen schützen“. Die Global Times, eine staatliche Zeitung, berichtete über die scharfe Äusserung des Handelsministeriums, das die USA beschuldigte, chinesische KI-Firmen zu diskriminieren. Die Drohung mit „allen notwendigen Massnahmen“ unterstreicht die ernste Lage.

    China hat bereits im September von einem „roten Telefon“ für KI-Krisen gesprochen, was zeigt, dass beide Länder trotz der Spannungen an einem Dialog interessiert sind. Die Drohungen aus Peking könnten jedoch die Beziehungen weiter belasten.

  3. Hintergrund

    Das Verbot begründet die US-Regierung mit der Sorge, dass sensible Daten abfliessen könnten, da DeepSeek-Server in China stehen. Wer aber für US-Behörden arbeitet, muss DeepSeek auch dann aus seinen Produkten entfernen, wenn das Modell auf eigenen Servern in den USA läuft. Das betrifft potenziell auch Microsoft, das DeepSeek V4 Flash gerade in Windows integriert.

    Begründet werden solche Pläne unter anderem mit dem Vorwurf der US-Behörden, chinesische Labore würden US-Modelle per Destillation im grossen Stil kopieren. Peking weist das zurück.

  4. Einordnung für die Schweiz

    Die Spannungen zwischen den USA und China im Bereich KI könnten auch Auswirkungen auf die Schweiz haben. Schweizer Unternehmen, die mit KI-Technologien arbeiten, sollten die Entwicklungen genau verfolgen. Insbesondere Exporteure von KI-Lösungen könnten von neuen Handelsbeschränkungen betroffen sein.

    Die Schweiz könnte von den Spannungen zwischen den USA und China im Bereich KI profitieren, indem sie sich als neutraler Standort für KI-Forschung und -Entwicklung positioniert. Dies könnte neue Chancen für Schweizer Unternehmen schaffen.

  5. Was das für Unternehmen bedeutet

    Unternehmen, die mit US-Behörden zusammenarbeiten, müssen DeepSeek aus ihren Systemen entfernen. Dies könnte zu zusätzlichen Kosten und technischen Herausforderungen führen. Auch die drohenden Gegenmassnahmen aus China könnten die globale KI-Landschaft verändern und neue Handelsbarrieren schaffen.

  6. Ausblick

    Die nächsten Schritte der USA und China werden sich Mitte November zeigen, wenn die Staatschefs Trump und Xi Jinping am Rande des APEC-Gipfels in Shenzhen zusammenkommen. KI wird dabei ein zentrales Thema sein. Gleichzeitig zieht China selbst die Zügel an und plant Exportkontrollen für bestimmte KI-Technologien.

  7. Einordnung

    Beide Länder versuchen, ihre eigenen Interessen durchzusetzen und gleichzeitig die Entwicklung von KI-Technologien zu kontrollieren.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte das Verbot und die drohenden Gegenmassnahmen neue Herausforderungen mit sich bringen. Insbesondere Unternehmen, die mit KI-Technologien arbeiten oder in die USA exportieren, sollten die Entwicklungen genau verfolgen und sich auf mögliche Anpassungen vorbereiten.

Zahlen

Frist für Ausnahmen
60 Tage
Anzahl der betroffenen KI-Firmen
10

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Wie stark betrifft Sie das DeepSeek-Verbot in den USA?

Überhaupt nicht.

Begriffe

Künstliche Intelligenz (KI)
Technologie, die maschinelles Lernen und automatische Entscheidungsfindung ermöglicht.
Exportkontrollen
Beschränkungen beim Export bestimmter Technologien oder Güter.

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Originaltitel: DeepSeek-Verbot: China droht den USA mit Gegenmaßnahmen