Datensouveränität: Mehr als nur Standortentscheidung
Datensouveränität ist komplexer, als viele denken. An der Seagate-Expertenrunde 2026 sprachen IT-Entscheider über Datensicherheit, nachhaltige Rechenzentren sowie die Kontrolle digitaler Infrastrukturen. Die Diskussion zeigte: Echte Souveränität endet nicht beim Speicherort.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Datensouveränität umfasst Kontrolle über Daten, Energie, Hardware, Software, Betrieb und Lieferketten.
- Unternehmen können mit Mozaic-Technologie Speicherkapazität effizienter nutzen und Ressourcen sparen.
- Nachhaltigkeit in Rechenzentren erfordert ganzheitliche Planung von Energieversorgung bis Kreislaufwirtschaft.
- Souveränität, Performance und Nachhaltigkeit können durch ganzheitliche Planung unterstützt werden.
- Laut einer Umfrage von TI&M und der Hochschule Luzern hat nicht einmal jedes dritte Schweizer Unternehmen eine Strategie für digitale Souveränität.
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Schweizer Unternehmen können von effizienteren Speicherlösungen profitieren.
- −Viele Schweizer Unternehmen haben noch keine Strategie für digitale Souveränität.
Key Facts
Überblick- Quelle
- it-markt.ch
- Veröffentlicht
- 03.11.2026, 16:20
- Rubrik
- Technologie
- Schwerpunkte
- Cyberangriffe & IT-Sicherheit, Digitalisierung & Verwaltung, Energiekosten & -versorgung
- Einschätzung (KI)
- NeutralThema für IT-Entscheider
Ausgangslage
Bei der Seagate Expertenrunde 2026 sprachen etwa 25 bis 30 IT-Entscheiderinnen und IT-Entscheider sowie Fachleute der Branche über das Thema Datensouveränität. Das Thema ist aktueller denn je, da Unternehmen mit steigenden Datenmengen, regulatorischen Anforderungen und dem Druck zur Nachhaltigkeit konfrontiert sind.
Die Seagate Expertenrunde 2026 fand am 27. Oktober statt. Das Event wurde von Seagate und Littlebit unter dem Motto "Zukunft gestalten. Daten schützen. Verantwortung übernehmen." organisiert. Die Teilnehmer diskutierten, wie Unternehmen ihre Daten sicher, souverän und nachhaltig verwalten können. Die steigenden Datenmengen und regulatorischen Anforderungen stellen dabei eine grosse Herausforderung dar.
Hintergrund
Datensouveränität umfasst mehr als nur den physischen Speicherort von Daten.
Tomas Strnatko, der für Vertiv arbeitet, beschäftigt sich mit der Versorgung von Rechenzentren mit Strom und deren Kühlung. Moderne Rechenzentren sind sein Schwerpunkt. Matthias Straubhaar, der bei Anapaya tätig ist, präsentierte die Netzwerktechnologie SCION. Er erklärte, wie Firmen damit ihre Datenströme besser steuern und schützen können. Littlebit-Chef Stefan Ebnöther legte den Schwerpunkt auf die Lieferketten: Wer langfristig Speicherplatz sichern wolle, müsse bei knappen Kapazitäten frühzeitig planen. Die Diskussion zeigte, dass digitale Souveränität ein multifaktorielles Konzept ist.
Was das bedeutet
Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie eine ganzheitliche Strategie entwickeln müssen. Sie müssen nicht nur über den Standort der Daten entscheiden, sondern auch über die Effizienz der Speicherung, die Nachhaltigkeit der Rechenzentren und die Sicherheit der Datenwege.
Die Expertenrunde diskutierte, ob eine lokale Datenspeicherung allein überhaupt ausreiche. Der Fokus richtete sich zudem auf die Nachhaltigkeit in Rechenzentren. Es ging dabei nicht nur um den Energieverbrauch, sondern um das ganze System. Dies umfasste die Energieversorgung, die Kühlung, die Speicherdichte, die Hardware-Lebensdauer, die Wiederverwendung und die Kreislaufwirtschaft. Zur Debatte stand, ob Nachhaltigkeit lediglich eine Kennzahl sei oder bereits bei der Architektur eines Rechenzentrums berücksichtigt werden müsse. Die Diskussion machte deutlich, dass echte Souveränität ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren erfordert.
Ausblick
Die Diskussion machte deutlich, dass Souveränität, Performance und Nachhaltigkeit nicht zwangsläufig miteinander konkurrierten, sondern sich durch eine ganzheitliche Planung sogar gegenseitig unterstützen könnten. Durch eine ganzheitliche Planung können sie sich sogar gegenseitig unterstützen. Unternehmen, die dies erkennen und umsetzen, werden langfristig von einer sicheren und nachhaltigen Datenverwaltung profitieren.
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Zahlen
- Speicherkapazität
- 1 Exabyte
- Laufwerke
- 33'300 auf 22'700 reduziert
Wissen zur Meldung
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