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Globus-Tochter Hyperglobus in Russland: Unterstützung für Militärhilfeorganisation

Die Handelsgruppe Globus ist in Russland weiterhin aktiv, nun unter dem Namen Hyperglobus. Eine Recherche zeigt, dass ein Hyperglobus-Markt eine Organisation finanziert, die russische Soldaten unterstützt.

Titelbild zu: Globus-Tochter Hyperglobus in Russland: Unterstützung für Militärhilfeorganisation
Bild: tagesschau – Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Hyperglobus unterstützt eine Organisation, die russische Soldaten versorgt.
  • Die "Freiwilligen von Balaschicha" liefern Ausrüstung und organisieren Veranstaltungen für die russische Armee.
  • Wirtschaftsethiker kritisieren Unternehmen, die in Russland tätig bleiben.
  • Die Geschäfte in Russland bleiben riskant, insbesondere in Bezug auf Reputation und Vermögenswerte.

Key Facts

Überblick
Quelle
tagesschau – Wirtschaft
Veröffentlicht
21.10.2026, 15:31
Rubrik
Unternehmen
Schwerpunkte
Export & neue Märkte, Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NegativRussland-Sanktionen
  1. Ausgangslage

    Die Handelsgruppe Globus hat ihr Russlandgeschäft in eine eigenständige Gesellschaft namens Hyperglobus ausgegliedert. Die Familie Bruch, die das Unternehmen besitzt, hält weiterhin die Mehrheit der Anteile. Nun zeigt eine Recherche, dass ein Hyperglobus-Markt in Balaschicha eine Organisation namens "Freiwillige von Balaschicha" unterstützt.

    Die Ausgliederung sollte den Eindruck erwecken, dass Globus sich aus Russland zurückzieht, während die Eigentümerfamilie Bruch weiterhin die Kontrolle behält.

  2. Hintergrund

    Die "Freiwilligen von Balaschicha" wirken auf den ersten Blick wie eine lokale Hilfsorganisation. Beiträge in ihrem Telegram-Kanal belegen hauptsächlich Aktivitäten der russischen Streitkräfte. Die Gruppe stellt Tarnnetze her und liefert Ausrüstung für russische Soldaten. Sie kooperiert eng mit der lokalen Stadtverwaltung.

    Die "Freiwilligen von Balaschicha" nutzen soziale Medien, um ihre Aktivitäten zu verbreiten und Unterstützung zu mobilisieren. Die Gruppe zeigt sich in Videos und Fotos bei der Herstellung von Tarnnetzen und der Verladung von Ausrüstung für russische Soldaten.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Situation von Hyperglobus in Russland wirft Fragen über die Verantwortung von Unternehmen auf, die in Ländern mit Konflikten tätig sind.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Markus Scholz, Wirtschaftsethiker an der TU Dresden, bezeichnet deutsche Unternehmen, die in Russland aktiv bleiben, als heimliche Unterstützer des russischen Staates.

    Unternehmen, die in Konfliktgebieten tätig sind, müssen sich der Risiken bewusst sein, die mit solchen Geschäften verbunden sind. Neben den unmittelbaren finanziellen Risiken können auch langfristige Schäden für das Image und die Reputation eines Unternehmens entstehen.

  5. Chancen und Risiken

    Einerseits kann das Unternehmen von einem relativ stabilen Markt profitieren, der weniger Konkurrenz aus dem Westen hat. Andererseits sind die politischen und wirtschaftlichen Risiken hoch. Sanktionen, Vermögensbeschlagnahmungen und Reputationsschäden können die Geschäftstätigkeit stark beeinträchtigen.

  6. Ausblick

    Die Unternehmenstätigkeit in Russland ist weiterhin mit Gefahren verbunden, nicht allein für den Ruf. Das Beispiel der Metro zeigt, wie schnell der russische Staat Vermögenswerte beschlagnahmen kann. Unternehmen müssen abwägen, ob die wirtschaftlichen Vorteile die Risiken rechtfertigen.

    Die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen können sich schnell ändern, und Unternehmen müssen flexibel sein, um auf diese Veränderungen zu reagieren. Die Entscheidung, in Russland zu bleiben, könnte sich als kurzfristig vorteilhaft erweisen, aber langfristig zu erheblichen Risiken führen. Unternehmen müssen kontinuierlich die Lage bewerten und ihre Strategien entsprechend anpassen.

  7. Einordnung

    Die Situation von Hyperglobus in Russland zeigt die komplexen Herausforderungen, denen sich Unternehmen in Konfliktgebieten stellen müssen. Die Unterstützung von Organisationen, die indirekt militärische Handlungen fördern, wirft ethische Fragen auf und kann das Image eines Unternehmens schwer schädigen.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie bei der Expansion in ausländische Märkte besonders auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltschutz achten müssen. Die Risiken von Reputationsschäden und rechtlichen Konsequenzen sind hoch.

Zahlen

Steuerzahlungen von Globus an den russischen Staat
86 Millionen Euro (2022-2025)
Umsatzplus der russischen Märkte von Hyperglobus
rund sechs Prozent (laufendes Jahr)

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Das abgespaltene Russlandgeschäft von Globus wirft neue Fragen auf