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EU-Staaten lehnen Brüsseler Cookie-Banner-Vorschlag ab

Die EU-Staaten haben sich gegen einen Plan der Europäischen Kommission zur Vereinfachung von Cookie-Abfragen ausgesprochen. Die Mitgliedsländer bevorzugen stattdessen mehr Ausnahmen für Website-Betreiber.

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Bild: t3n

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • EU-Staaten lehnen Brüsseler Vorschlag zu Cookie-Bannern ab
  • Mitgliedsländer bevorzugen mehr Ausnahmen für Website-Betreiber
  • Verhandlungen zwischen EU-Staaten und Europaparlament noch nicht abgeschlossen
  • Auswirkungen auf die Schweiz möglich, aber noch ungewiss

Key Facts

Überblick
Quelle
t3n
Veröffentlicht
22.10.2026, 08:00
Rubrik
Politik
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
NeutralEU-Regulierung für Unternehmen
  1. Ausgangslage

    Die EU-Staaten haben sich auf eine gemeinsame Position zur Debatte um Cookie-Banner geeinigt. Sie lehnen einen Vorschlag der Europäischen Kommission ab, der eine automatische Übertragung von Cookie-Einstellungen vom Nutzergerät an Internetseiten vorsah.

    Die Entscheidung der EU-Staaten gegen den Brüsseler Vorschlag zeigt, dass die Mitgliedsländer eine andere Herangehensweise an das Problem der Cookie-Banner bevorzugen. Die aktuelle Praxis, bei der Nutzer ständig um Erlaubnis für Cookies gebeten werden, bleibt vorerst bestehen. Dies könnte die Nutzererfahrung weiterhin beeinträchtigen, da die häufigen Abfragen als störend empfunden werden.

  2. Hintergrund

    Die Kommission hatte vorgeschlagen, dass Nutzer ihre Cookie-Einstellungen auf ihren Geräten speichern und automatisch an Websites übermitteln können. Dies sollte die häufigen manuellen Abfragen überflüssig machen. Die Mitgliedsländer bevorzugen jedoch mehr Ausnahmen für Website-Betreiber.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Schweiz orientiert sich oft an EU-Regelungen, insbesondere im Bereich des Datenschutzes. Eine Änderung der EU-Regeln könnte daher auch Auswirkungen auf die Schweizer Praxis haben. Allerdings sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen.

    Die Schweiz könnte von den Entwicklungen in der EU profitieren, da viele Schweizer Unternehmen eng mit europäischen Partnern zusammenarbeiten. Eine Harmonisierung der Regelungen würde die Compliance für Schweizer Unternehmen erleichtern. Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich die Verhandlungen zwischen den EU-Staaten und dem Europaparlament entwickeln werden.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Unternehmen bedeutet die Entscheidung, dass sie weiterhin mit den aktuellen Cookie-Banner-Regelungen rechnen müssen. Die geplanten Ausnahmen könnten die Nutzung bestimmter Cookies ohne vorherige Einwilligung ermöglichen, was die Compliance vereinfachen würde.

  5. Betroffene Branchen und Berufe

    Die Diskussion um Cookie-Banner betrifft vor allem Branchen, die stark auf digitale Dienstleistungen angewiesen sind. Dazu gehören beispielsweise E-Commerce-Unternehmen, digitale Marketingagenturen und Tech-Startups. Diese Unternehmen müssen sich mit den aktuellen Cookie-Banner-Regelungen auseinandersetzen und möglicherweise ihre Compliance-Strategien anpassen.

    Auch Berufe, die sich mit Datenschutz und digitaler Nutzererfahrung befassen, sind von der Entscheidung betroffen. Dazu gehören Datenschutzbeauftragte, UX-Designer und Entwickler von Websites und Apps. Diese Fachkräfte müssen sich über die aktuellen Entwicklungen informieren und gegebenenfalls ihre Arbeitsprozesse anpassen.

  6. Ausblick

    Die Verhandlungen zwischen den EU-Staaten und dem Europaparlament könnten sich noch Wochen oder Monate hinziehen. Neben den Cookie-Bannern werden auch andere Änderungen an Digitalgesetzen diskutiert, was den Prozess weiter verzögern könnte.

  7. Einordnung

    Cookie-Banner sind ein zentrales Thema im Datenschutz und der digitalen Nutzererfahrung. Die Entscheidung der EU-Staaten zeigt, dass die Balance zwischen Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz weiterhin eine Herausforderung darstellt.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet die Entscheidung, dass sie weiterhin mit den aktuellen Cookie-Banner-Regelungen rechnen müssen. Die geplanten Ausnahmen könnten die Nutzung bestimmter Cookies ohne vorherige Einwilligung ermöglichen, was die Compliance vereinfachen würde.

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: Cookie-Banner: EU-Staaten kippen Brüsseler Plan gegen die nervigen Pop-ups