ETH-Bereich lanciert Climate Solutions Hub zur Skalierung von Klimalösungen
Der neue Climate Solutions Hub der Empa und Eawag will herausfinden, warum vielversprechende Klimatechnologien oft nicht über Pilotprojekte hinauskommen. Er entwickelt Strategien, um diese Hürden zu überwinden.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Der Climate Solutions Hub (CSH) wurde von der Empa und der Eawag lanciert.
- Der CSH untersucht, warum transformative Klimalösungen nicht skalieren.
- Der Hub entwickelt Strategien, um Hindernisse bei der Skalierung zu überwinden.
- In einer ersten Phase konzentriert sich der CSH auf klimapositive Infrastrukturen.
Key Facts
Überblick- Quelle
- Moneycab
- Veröffentlicht
- 16.10.2026, 07:20
- Rubrik
- Energie
- Region
- Aargau, Zürich
- Schwerpunkte
- Energiekosten & -versorgung, Neue Vorschriften & Compliance
Ausgangslage
Der Climate Solutions Hub (CSH) der Empa und Eawag wurde ins Leben gerufen, um die Lücke zwischen erfolgreichen Pilotprojekten und ihrer breiten Umsetzung zu schliessen. Viele innovative Klimalösungen scheitern oft an nicht-technologischen Barrieren wie regulatorischen Hürden, fehlenden Investitionen, mangelndem Wissen oder fehlender Akzeptanz.
Hintergrund
Der CSH erforscht, weshalb transformative Klimalösungen nicht vergrössert werden können und arbeitet mit Partnern aus Wissenschaft, Industrie und Behörden zusammen, um Lösungen für diese Hindernisse zu finden. Pilotprojekte wie CO₂-negative Baustoffe oder Technologien zur Wasserwiederverwendung zeigen, dass viele Lösungen existieren, aber der Schritt zur breiten Umsetzung oft ausbleibt.
Der CSH schafft als neue Einheit im ETH-Bereich einen Rahmen für drei zentrale Elemente: die Weiterentwicklung von Technologien, die Erstellung von Demonstrationsprojekten und «Living Labs» sowie die Integration der Sozialwissenschaften. Dies ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung der Skalierungsbarrieren und fördert die Entwicklung praxisorientierter Lösungen.
Einordnung für die Schweiz
Der CSH will diese Erkenntnisse nutzen, um die Skalierung zu beschleunigen. Dies ist besonders wichtig, da die Klimakrise schnelle und wirkungsvolle Lösungen erfordert.
Was das für Unternehmen bedeutet
Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie Zugang zu praxiserprobten Strategien und Tools erhalten können, um innovative Klimalösungen in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren. Dies kann neue Marktchancen eröffnen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Chancen und Risiken
Der Climate Solutions Hub bietet Unternehmen die Chance, innovative Klimalösungen schneller und effizienter in den Markt zu bringen. Durch die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und öffentlichen Partnern können Unternehmen von einer breiten Expertise profitieren, die nicht nur technische, sondern auch nicht-technische Barrieren adressiert. Dies kann die Zeit und die Kosten für die Skalierung von Technologien erheblich reduzieren.
Allerdings birgt die Skalierung von Klimalösungen auch Risiken. Unternehmen müssen bereit sein, in neue Technologien und Geschäftsmodelle zu investieren, ohne garantiert zu haben, dass diese sich am Markt durchsetzen. Zudem können regulatorische Hürden und mangelnde Akzeptanz in der Bevölkerung die Umsetzung verzögern. Unternehmen sollten daher sorgfältig abwägen, welche Technologien und Lösungen sie skalieren möchten, und sich frühzeitig mit potenziellen Hindernissen auseinandersetzen.
Betroffene Branchen und Berufe
Der Climate Solutions Hub konzentriert sich zunächst auf klimapositive Infrastrukturen, was insbesondere Branchen wie Bau, Wasser- und Sanitärversorgung sowie Stadtplanung betrifft. Unternehmen in diesen Bereichen können von den Erkenntnissen und Tools des Hubs profitieren, um ihre Angebote zu verbessern und neue Märkte zu erschliessen.
Auch Berufe, die sich mit der Planung, Umsetzung und Bewertung von Klimalösungen befassen, werden von den Aktivitäten des Hubs profitieren. Dazu gehören Ingenieure, Architekten, Stadtplaner und Berater, die in der Lage sein müssen, komplexe sozio-technische Systeme zu verstehen und zu gestalten. Die Zusammenarbeit mit dem Hub kann ihnen helfen, ihre Fähigkeiten zu erweitern und sich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten.
Ausblick
Der CSH legt in einer ersten Etappe den Fokus auf klimapositiven Infrastruktur – ein Bereich mit besonders starkem Einfluss auf Klimaschutz und Klimaanpassung. Im Mittelpunkt liegen drei Tätigkeitsbereiche: CO₂-arme Gebäudekonstruktion, kreislauforientierte Wasser- und Abwassersysteme sowie kombinierte Wasser- und Grünflächenanlagen. Das Portfolio wird in den nächsten Jahren laufend ausgebaut. (Empa/mc)
Einordnung
Der Climate Solutions Hub ist eine Initiative, die darauf abzielt, die Umsetzungslücke bei innovativen Klimalösungen zu schliessen und die Skalierung zu beschleunigen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Klimakrise effektiv zu bekämpfen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU bedeutet dies, dass sie Zugang zu praxiserprobten Strategien und Tools erhalten können, um innovative Klimalösungen in ihre Geschäftsmodelle zu integrieren. Dies kann neue Marktchancen eröffnen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
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Originaltitel: «Climate Solutions Hub» im ETH-Bereich lanciert



