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Chalkogenid-Perovskite: Effizientere Lichtausbeute als erwartet

Forschende der Empa haben die Lichtausbeute von Chalkogenid-Perovskiten experimentell bestimmt. Die Materialien leuchten effizienter als bisher angenommen. Dies könnte neue Anwendungen in der Energieumwandlung und Lichttechnologie ermöglichen.

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Chalkogenid-Perovskite leuchten effizienter als bisher angenommen.
  • Die Lichtausbeute wurde erstmals experimentell bestimmt.
  • Defekte in Dünnschichten dämpfen die Photolumineszenz.
  • Die Materialien haben Potenzial für Solarzellen, Fotodetektoren und andere Anwendungen.
  • Nadelartige Strukturen zeigen unerwartete Eigenschaften als Supraleiter und Quantenmaterialien.

Key Facts

Überblick
Quelle
Bundesverwaltung (News Service Bund)
Veröffentlicht
13. Oktober 2026
Rubrik
Energie
Schwerpunkte
Energiekosten & -versorgung, Künstliche Intelligenz
Einschätzung (KI)
Neutralneue Technologie ohne KMU-Bezug
  1. Ausgangslage

    Chalkogenid-Perowskite gehören zu den vielseitigen Materialien. Sie werden in der Energiewandlung und der Lichttechnologie genutzt. Solarzellen und Fotodetektoren zählen zu ihren Anwendungsgebieten. Die Erforschung dieser Werkstoffe ist im Gange. Bislang konnte die Lichtausbeute dieser Materialien jedoch nicht experimentell bestimmt werden.

  2. Hintergrund

    Ein Team von Empa-Forschenden unter der Leitung von Mirjana Dimitrievska hat erstmals die Lichtausbeute von Chalkogenid-Perovskiten experimentell ermittelt. Sie führten eine Untersuchung durch. Dabei kamen fortschrittliche Spektroskopie-Methoden zum Einsatz.

    Die Ergebnisse zeigen, dass das Material eine relativ starke Photolumineszenz aufweist. Allerdings wird diese Photolumineszenz in dünnen Schichten durch Defekte gedämpft. Die Defekte entstehen bei der Synthese und Verarbeitung. Am Einkristall stimmen die Ergebnisse jedoch sehr gut mit der Theorie überein.

    Die experimentelle Bestimmung der Lichtausbeute ist ein wichtiger Schritt in der Materialentwicklung. Bisher basierten viele Annahmen auf theoretischen Modellen, doch die praktische Bestätigung dieser Eigenschaften ist entscheidend für die weitere Forschung und kommerzielle Anwendung. Die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis ist in der Materialwissenschaft nicht ungewöhnlich und erfordert oft aufwendige Untersuchungen.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Forschung an Chalkogenid-Perovskiten ist Teil der breiteren Bemühungen, effizientere und nachhaltigere Materialien für die Energieumwandlung zu entwickeln. Die Schweiz ist in diesem Bereich gut positioniert, mit starken Forschungsinstitutionen wie der Empa und dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF).

    Diese Forschung könnte auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz stärken.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Unternehmen in der Energie- und Lichttechnologie könnten Chalkogenid-Perovskite neue Möglichkeiten eröffnen. Dies könnte die Herstellung von Solarzellen und anderen Anwendungen kostengünstiger und umweltfreundlicher machen.

  5. Ausblick

    Die weiteren Entwicklungen werden zeigen, ob Chalkogenid-Perovskite tatsächlich zum Einsatz kommen. Die Forschenden betonen jedoch, dass ihre Studie gezeigt hat, dass diese Materialien grosses Potenzial haben und sich ihre weitere Erforschung lohnt.

    Zusätzlich zu den Anwendungen in Solarzellen und Fotodetektoren könnten die Materialien auch für andere optoelektronische Anwendungen interessant sein. Zudem haben die Forschenden unerwartete Eigenschaften in nadelartigen Strukturen des Materials entdeckt, die Potenzial als Supraleiter und Quantenmaterialien haben.

    Die weitere Erforschung der nadelartigen Strukturen und ihrer einzigartigen Eigenschaften könnte zu völlig neuen Anwendungen führen. Diese Strukturen zeigen Potenzial als Supraleiter und Quantenmaterialien, was die Bandbreite der möglichen Anwendungen erheblich erweitern könnte. Die Integration dieser Materialien in erste photonische und elektronische Komponenten wird ein wichtiger nächster Schritt sein.

  6. Einordnung

    Chalkogenid-Perovskite sind eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Solarzellenmaterialien. Sie bestehen aus stabilen, ungiftigen und reichlich vorkommenden Elementen, was sie für die Energieumwandlung und Lichttechnologie interessant macht.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU könnte die Entwicklung von Chalkogenid-Perovskiten neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. Die Materialien könnten die Herstellung von Solarzellen und anderen Anwendungen kostengünstiger und umweltfreundlicher machen, was insbesondere für Unternehmen in der Energie- und Lichttechnologie von Interesse ist.

Zahlen

Lichtausbeute
relativ stark (exakter Wert nicht angegeben)
Wirkungsgrad typischer Solarzelle
rund 20 Prozent

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Warum ist die Lichtausbeute wichtig?

Die Lichtausbeute ist ein Mass für die Effizienz, mit der ein Material Licht in elektrische Energie umwandeln kann. Eine höhere Lichtausbeute bedeutet eine effizientere Solarzelle oder Fotodetektor.

Begriffe

Chalkogenide
Materialien, die aus Elementen der Chalkogen-Gruppe (z.B. Schwefel, Selen, Tellur) und anderen Elementen bestehen.
Perovskite
Materialien mit einer bestimmten kristallinen Struktur, die für ihre optischen und elektronischen Eigenschaften bekannt sind.
Photolumineszenz
Die Fähigkeit eines Materials, Licht zu absorbieren und dann in einer anderen Wellenlänge wieder abzugeben.
Supraleiter
Materialien, die bei tiefen Temperaturen elektrischen Strom ohne Widerstand leiten können.
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Originaltitel: Chalkogenid-Materialien kommen näher zur Anwendung: Leuchtende Kristalle