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Di., 20. Okt. 2026

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Schweizer Aktienmarkt stabil trotz globaler Unsicherheiten

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag widerstandsfähig. Trotz schwacher internationaler Vorgaben und steigender Energiepreise stützen defensive Schwergewichte den Leitindex. Technologiewerte hingegen geraten unter Druck.

Titelbild zu: Schweizer Aktienmarkt stabil trotz globaler Unsicherheiten
Bild: Moneycab

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Der Schweizer Marktindex legt 0,13 Prozent zu und erreicht 14’387,29 Punkte.
  • Ölpreis Brent über 110 Dollar je Fass
  • ABB verliert 5,5 Prozent trotz besserer Quartalszahlen
  • Technologiewerte unter Druck, Comet steigt um 2,3 Prozent
  • Uhrenexporte im September um 12 Prozent gestiegen

Key Facts

Überblick
Quelle
Moneycab
Veröffentlicht
20.10.2026, 09:39
Rubrik
Märkte
Schwerpunkte
Energiekosten & -versorgung
Einschätzung (KI)
NeutralAktienmarktentwicklung
  1. Marktentwicklung

    Der Schweizer Aktienmarkt startete am Dienstag mit geringen Veränderungen in den Handel. Die Unsicherheiten durch schwache internationale Vorgaben, steigende Energiepreise und höhere Anleiherenditen dämpften die Risikobereitschaft der Anleger. Dennoch konnten defensive Schwergewichte den Leitindex stabilisieren.

    Die Berichtssaison nimmt allmählich Fahrt auf, was zusätzliche Volatilität in den Markt bringen könnte. Anleger halten sich derzeit zurück und warten auf weitere Unternehmensberichte, die Klarheit über die wirtschaftliche Entwicklung geben könnten. Die defensiven Schwergewichte bieten in dieser unsicheren Phase eine gewisse Stabilität.

  2. Energiepreise und Anleiherenditen

    Der Ölpreis der Sorte Brent erreichte zwischenzeitlich über 110 Dollar je Fass, den höchsten Stand seit Mai. Die Sorgen um mögliche Lieferausfälle aus dem Nahen Osten und die steigenden Renditen an den Anleihemärkten belasten die Stimmung. Besonders Frankreich steht im Fokus, da dort fiskalische und politische Risiken bestehen.

    Die steigenden Anleiherenditen könnten langfristig die Finanzierungskosten für Unternehmen erhöhen. Dies könnte insbesondere für Unternehmen mit hoher Verschuldung zu einer Herausforderung werden. Die politischen Risiken in Frankreich könnten sich zudem auf die gesamte europäische Wirtschaft auswirken.

  3. Indexentwicklung

    14 Gewinner standen sechs Verlierern gegenüber.

    Der SMI zeigt sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen stabil. Die defensive Ausrichtung des Index könnte in den kommenden Wochen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Investoren suchen nach sicheren Häfen, und die Schweizer Blue Chips bieten hier eine attraktive Anlageoption.

  4. Einzelwerte im Fokus

    ABB stand mit einem Verlust von 5,5 Prozent im Mittelpunkt. Trotz besser als erwarteter Quartalszahlen und angepasster Ziele belastete die schwache Stimmung im Sektor die Aktie. Alcon (+2,0%), Roche (+1,4%) und Novartis (+0,9%) stützten den Leitindex. Roche profitierte zusätzlich von einer Hochstufung durch Oddo BHF.

    Dies könnte zusätzliche Kaufinteressen wecken und den Kurs weiter stützen. Nestlé trägt mit einem moderaten Plus von 0,4 Prozent zur Stabilisierung des Index bei und zeigt, dass auch Konsumgüterwerte in schwierigen Zeiten gefragt sind.

  5. Technologiewerte unter Druck

    Technologiewerte zeigten sich schwach. AMS Osram verzeichnete einen Kursrückgang von 5,9 Prozent. VAT verlor 2,6 Prozent an Wert. Inficon gab 2,1 Prozent nach. Diese drei Unternehmen standen unter Druck. Comet (+2,3%) trotzte dem Trend dank besser als erwarteter Zahlen und einer angehobenen Jahresprognose. Huber+Suhner (-1,0%) notierte trotz solider Geschäftszahlen im Minus.

    Comet trotzt Techschwäche.

  6. Uhrenexporte im Blick

    Richemont (+0,2%) und Swatch (+0,4%) standen im Fokus nach den Daten zu den Uhrenexporten. Die Exporte verzeichneten im September einen Anstieg von 12 Prozent, wobei die Vereinigten Staaten deutlich zunahmen, Grosschina jedoch einen Rückgang zeigte.

    Die starken Zuwächse bei den Uhrenexporten in die USA zeigen, dass die Nachfrage in diesem Marktsegment weiterhin robust ist. Grosschina rückläufig blieb. Unternehmen wie Richemont und Swatch müssen diese Entwicklungen genau beobachten und ihre Strategien entsprechend anpassen.

  7. Einordnung

    Die aktuellen Entwicklungen am Schweizer Aktienmarkt spiegeln die globalen Unsicherheiten wider. Steigende Energiepreise und politische Risiken in Europa belasten die Stimmung, während defensive Werte wie Roche und Novartis Stabilität bieten.

  8. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU bedeutet die aktuelle Marktentwicklung, dass sie sich auf mögliche Volatilität einstellen müssen. Besonders Unternehmen in exportorientierten Branchen sollten die Entwicklungen an den internationalen Märkten genau beobachten.

Zahlen

SMI
14’387,29 Punkte
SMIM
3131,58 Punkte
SPI
20’275,73 Punkte
Ölpreis Brent
über 110 Dollar je Fass
Uhrenexporte September
Plus 12 Prozent

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

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Originaltitel: CH-Eröffnung: Defensive Schwergewichte stützen – Techwerte schwach