Britische Notenbank erhöht Leitzins auf 4,0 Prozent
Die Bank of England hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Die Entscheidung fiel wie erwartet aus, weitere Erhöhungen sind möglich.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Leitzins steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent
- Acht von neun Mitgliedern des geldpolitischen Ausschusses stimmten für die Erhöhung
- Iran-Krieg und Energiepreise beeinflussen die Inflation
- Inflationsrate soll im zweiten Quartal 2027 4,9 Prozent erreichen
- Zielinflation von 2,0 Prozent erst 2029 erwartet
- Pfund und Aktienmarkt reagieren kaum auf die Entscheidung
Für die Schweiz Einschätzung der KI
- +Geringere Auswirkungen auf Schweizer Wirtschaft durch direkte Handelsbeziehungen mit Grossbritannien
- −Mögliche indirekte Effekte durch globale Energiepreisentwicklung
Key Facts
Überblick- Quelle
- Moneycab
- Veröffentlicht
- 05.11.2026, 13:51
- Rubrik
- Finanzen
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NeutralLeitzinsänderung in Grossbritannien
Entscheidung
Leitzins steigt auf 4,0 Prozent
Die Bank of England hat den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent erhöht. Die Entscheidung fiel nicht einstimmig aus, da acht von neun Mitgliedern des geldpolitischen Ausschusses für die Erhöhung stimmten. Die letzte Zinsanpassung der britischen Notenbank datiert auf August 2023.
Die Erhöhung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent markiert einen wichtigen Schritt in der Geldpolitik der Bank of England. Diese Anpassung folgt auf eine längere Phase der Stabilität, in der der Leitzins seit Dezember 2024 unverändert blieb. Die Entscheidung unterstreicht die Vorsicht der Notenbank, die trotz der Erwartungen der Volkswirte keine überstürzten Massnahmen ergreifen will.
Die Entscheidung der Bank of England, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent anzuheben, fiel nach einer sorgfältigen Abwägung der wirtschaftlichen Indikatoren. Die Notenbank hatte den Leitzins zuletzt im Dezember 2024 gesenkt, was die aktuelle Erhöhung umso bedeutsamer macht. Die Anpassung zeigt, dass die Notenbank die Inflation und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Kriegs ernst nimmt.
Hintergrund
Iran-Krieg als Unsicherheitsfaktor
Die Notenbank begründete die Erhöhung mit der robusten Konjunktur und der Sorge vor höheren Energiepreisen. Der Konflikt im Iran sowie die teilweise Sperrung der Hormusstrasse liessen die Energiepreise steigen, was wiederum die Inflation in die Höhe trieb. Die Inflationsrate soll im zweiten Quartal 2026 ein Hoch von 4,9 Prozent erreichen.
Der Iran-Krieg und die damit verbundenen Unsicherheiten in der Energieversorgung spielen eine zentrale Rolle in der aktuellen geldpolitischen Strategie. Die teilweise Schliessung der Strasse von Hormus hat die Energiepreise in die Höhe getrieben, was wiederum die Inflation beeinflusst. Die Notenbank muss abwägen, wie stark diese externen Faktoren die wirtschaftliche Stabilität gefährden.
Die Inflationsprognose der Bank of England zeigt, dass die Preise voraussichtlich weiter steigen werden. Die Schweizerische Nationalbank erwartet, dass die Teuerung im zweiten Quartal des Jahres 2026 auf 4,9 Prozent ansteigen wird. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber der aktuellen Rate von 3,5 Prozent im September. Die Zielinflation von 2,0 Prozent wird voraussichtlich erst im Jahr 2029 erreicht.
Was das bedeutet
Ungewisse Zukunft
Die Notenbank betonte, dass die heutige Erhöhung nicht zwangsläufig der Beginn eines langen Zinserhöhungszyklus sei. Allerdings schloss sie weitere Erhöhungen nicht aus, solange der Konflikt im Nahen Osten andauert. Die Renditen britischer Staatsanleihen stiegen leicht, während Pfund und Aktienmarkt kaum reagierten.
Die Renditen britischer Staatsanleihen legten leicht zu, was auf eine gewisse Unsicherheit hinweist. Das britische Pfund und der Aktienmarkt zeigten kaum Reaktionen, was darauf hindeutet, dass die Entscheidung der Notenbank bereits erwartet wurde.
Dazu passt
Zahlen
- Leitzins
- 4,00 Prozent
- Inflationsrate
- 4,9 Prozent (prognostiziert für Q2 2027)
- Zielinflation
- 2,0 Prozent (erst 2029 erwartet)
Wissen zur Meldung
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Originaltitel: Britische Notenbank hebt Leitzins wie erwartet auf 4,0 Prozent an



