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EU-Parlament stimmt über Kompromiss zum Verbrenner-Aus ab

Ausschüsse im EU-Parlament diskutieren heute über eine Einigung zum Verbrenner-Aus. Die Abstimmungen werden zeigen, ob der Kompromiss zwischen den Fraktionen Bestand hat.

Titelbild zu: EU-Parlament stimmt über Kompromiss zum Verbrenner-Aus ab
Bild: tagesschau – Wirtschaft

Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Ausschüsse im EU-Parlament stimmen über Kompromiss zum Verbrenner-Aus ab
  • Neuwagen müssen ab 2035 nur noch 95 Prozent weniger CO2 ausstossen
  • Frankreich und Deutschland haben sich auf eine gemeinsame Position geeinigt
  • Die letzte Abstimmung im Europäischen Parlament ist noch ausstehend
  • Automobilhersteller müssen sich weiterhin auf den Umstieg auf E-Autos vorbereiten

Key Facts

Überblick
Quelle
tagesschau – Wirtschaft
Veröffentlicht
22.10.2026, 05:05
Rubrik
Politik
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance, Export & neue Märkte
Einschätzung (KI)
NeutralEU-Autopolitik
  1. Ausgangslage

    Ausschüsse im EU-Parlament stimmen heute über einen Kompromiss zum Verbrenner-Aus ab. Die Einigung der Unterhändler sieht vor, dass Neuwagen ab 2035 nur noch 95 Prozent weniger CO2 ausstossen müssen. Weitere 7,5 Prozentpunkte können durch den Einsatz von klimaschonend produziertem Stahl "Made in Europe" erreicht werden.

    Die Verhandlungen dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Der CDU-Politiker Jens Gieseke sagte: 'Darauf war ich gar nicht vorbereitet. Zum Glück gelang es mir, einer Genossin der Sozialdemokratie einige Nüsse zu entwenden. Die Debatte war stark emotional, vor allem wegen des Drucks aus Deutschland, den ursprünglichen Entschluss zu mildern.

    Die Abstimmungen in den Ausschüssen für Verkehr und Industrie sind entscheidend für den weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens. Ein Scheitern des Kompromisses könnte zu erneuten Verhandlungen führen und den Prozess verzögern. Die Diskussion ist besonders wichtig, da sie die Zukunft der Automobilindustrie in Europa massgeblich beeinflussen wird.

    Die heutige Abstimmung in den Ausschüssen des EU-Parlaments ist ein wichtiger Schritt im Gesetzgebungsverfahren. Die Unterhändler haben einen Kompromiss gefunden, der eine Abmilderung des ursprünglichen Verbrenner-Aus vorsieht. Die Diskussion ist besonders wichtig, da sie die Zukunft der Automobilindustrie in Europa massgeblich beeinflussen wird.

  2. Hintergrund

    Die Verhandler der Christdemokraten, Sozialdemokraten und Liberalen sind sich einig: Wie lange werden Autos mit Verbrennungsmotor in der EU noch eine Rolle spielen? Ziel ist es, den Umstieg auf E-Autos zu fördern, aber die ursprünglichen Pläne zum Verbrenner-Aus abzumildern. Die letzte Abstimmung im Europäischen Parlament ist noch nicht erfolgt.

    Frankreich und Deutschland haben sich auf eine gemeinsame Position geeinigt. Hersteller wären demnach ab 2035 verpflichtet, ihre durchschnittlichen Emissionen um 90 Prozent zu senken. Die restlichen 10 Prozent müssten nicht ausgeglichen werden. Im Gegenzug gibt Berlin bei "Made in Europe"-Vorgaben für staatliche Förderungen nach.

    Die Verhandlungen waren von Spannungen geprägt, insbesondere zwischen den Sozialdemokraten und den Christdemokraten. Die Liberalen zeigen sich eher kooperativ, während die Sozialdemokraten intern uneinig sind. Die Fraktionschefin Irátxe García Pérez steht in einem zerrütteten Verhältnis zu EVP-Chef Manfred Weber, was die Abstimmung zusätzlich erschwert.

  3. Einordnung für die Schweiz

    Die Schweiz beobachtet die Entwicklungen in der EU genau, da sie oft ähnliche regulatorische Massnahmen übernimmt. Ein Kompromiss beim Verbrenner-Aus könnte auch für die Schweiz relevant sein, insbesondere im Hinblick auf die Automobilindustrie und die Umweltpolitik.

    Die Schweiz könnte von den Entwicklungen in der EU profitieren, insbesondere wenn es um die Harmonisierung von Umweltstandards geht. Die Schweizer Automobilindustrie könnte von den weniger strengen Anforderungen profitieren, während gleichzeitig die Umweltziele erreicht werden. Die Diskussion zeigt auch, wie wichtig internationale Absprachen für die Schweiz sind.

  4. Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Automobilhersteller und Zulieferer könnte der Kompromiss mehr Flexibilität bedeuten. Die Anforderungen an die CO2-Reduktion sind weniger streng als ursprünglich geplant. Unternehmen müssen sich jedoch weiterhin auf den Umstieg auf E-Autos vorbereiten.

    Unternehmen müssen sich auf mögliche Änderungen in den regulatorischen Anforderungen vorbereiten. Die Flexibilität des Kompromisses könnte die Planung erleichtern, aber Unsicherheit bleibt bestehen. Langfristig müssen sich Unternehmen auf den Umstieg auf E-Autos vorbereiten, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Umweltzielen gerecht zu werden.

  5. Ausblick

    Die Abstimmungen in den Ausschüssen werden zeigen, ob der Kompromiss hält. Sollte er bestehen bleiben, könnte dies den Weg für eine finale Abstimmung im EU-Parlament ebnen. Die Diskussion bleibt emotional, insbesondere wegen der unterschiedlichen Positionen der Fraktionen.

  6. Einordnung

    Die Diskussion um das Verbrenner-Aus ist Teil einer breiteren Debatte über die Zukunft der Mobilität in Europa. Die EU strebt an, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und den Umstieg auf E-Autos zu fördern. Gleichzeitig gibt es politischen Druck, die Anforderungen an die Automobilindustrie nicht zu streng zu gestalten.

  7. Was das für KMU bedeutet

    Für Schweizer KMU in der Automobilindustrie könnte der Kompromiss mehr Flexibilität bedeuten. Die Anforderungen an die CO2-Reduktion sind weniger streng als ursprünglich geplant, was die Umstellung auf E-Autos erleichtern könnte. Gleichzeitig müssen sich Unternehmen weiterhin auf die Zukunft der Mobilität vorbereiten.

Zahlen

CO2-Reduktion
95 Prozent
Zusätzliche Reduktion durch Stahl
7,5 Prozentpunkte

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