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Ständeratskommission will UBS allein für PLB-Abgeltung belasten

Die WAK des Ständerats schlägt vor, dass nur noch die UBS eine Vorabentschädigung für die Liquiditätsunterstützung im Rahmen des Public Liquidity Backstop (PLB) zahlen muss. Die Bankiervereinigung lehnt diese Regelung ab und argumentiert mit Wettbewerbsnachteilen für die UBS.

Bild: finews.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Die WAK des Ständerats schlägt vor, dass nur die UBS eine Vorabentschädigung für den PLB zahlen muss.
  • Die Bankiervereinigung lehnt diese Regelung ab und argumentiert mit Wettbewerbsnachteilen für die UBS.
  • Die Bemessungsgrundlage für die Abgeltungspauschale soll erweitert werden.
  • Die UBS könnte durch zusätzliche Kosten in ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt werden.
  • Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Parlament.

Key Facts

Quelle
finews.ch
Veröffentlicht
13.10.2026, 17:47
Rubrik
Politik
Schwerpunkte
Neue Vorschriften & Compliance
Einschätzung (KI)
Negativ – Belastung für eine Grossbank

Ausgangslage

Die Wirtschaftskommission des Ständerates hat sich für eine gesetzliche Verankerung des Public Liquidity Backstop ausgesprochen. Dieser Mechanismus soll die Liquiditätsunterstützung für systemrelevante Banken in Krisensituationen sicherstellen. Nun müsste einzig die UBS noch eine Vorauszahlung für die Bereitstellung der Liquiditätshilfe leisten.

Die Kommission begründet diese Entscheidung damit, dass das Auslandgeschäft der UBS mit höheren Risiken verbunden sei als das Inlandgeschäft anderer Banken. Dies rechtfertige aus ihrer Sicht die alleinige Belastung der UBS mit einer Abgeltungspauschale.

Diese könnten sich fragen, ob sie in Zukunft ebenfalls mit zusätzlichen Abgaben rechnen müssen, falls ihre Geschäftstätigkeit als risikoreicher eingestuft wird.

Hintergrund

Der PLB ist Teil des Too-big-to-fail-Dispositivs und soll die Finanzstabilität in der Schweiz stärken. Die Kommission schlägt vor, die Bemessungsgrundlage für die Abgeltungspauschale zu erweitern. Dazu gehören Schuldinstrumente zur Verlusttragung, vorbereitete Sicherheiten bei ausländischen Zentralbanken sowie langfristige Finanzierungsquellen wie Covered Bonds und Pfandbriefanleihen.

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) unterstützt zwar die Einführung des PLB, lehnt jedoch die Ex-ante-Abgeltung ab. Sie vertritt die Ansicht, dass Banken keinen Anspruch auf den PLB besitzen. Im Krisenfall bestimmen die Behörden über dessen Verwendung. Zudem würden zusätzliche Abgaben die internationale Wettbewerbsfähigkeit der UBS schwächen.

Dies könnte langfristig zu einer stabileren und gerechteren Bewertung der Liquiditätsunterstützung führen.

Einordnung für die Schweiz

Die gesetzliche Verankerung des PLB stärkt das Too-big-to-fail-Regime und trägt zur Stabilität des Schweizer Finanzsystems bei.

Was das für Unternehmen bedeutet

Für die UBS bedeutet die Regelung jedoch zusätzliche Kosten, die ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Umfeld beeinträchtigen könnten.

Auswirkungen auf die Bankenbranche

Die Branche könnte sich weiter konsolidieren, was sowohl Chancen als auch Risiken für die Finanzstabilität mit sich bringt.

Offene Fragen und nächste Schritte

Die Diskussion um die Ex-ante-Abgeltungspauschale wirft mehrere offene Fragen auf. Wie wird die Wettbewerbsfähigkeit der UBS im internationalen Umfeld sichergestellt, wenn sie allein mit zusätzlichen Kosten belastet wird? Welche Auswirkungen hätte eine mögliche Konsolidierung des Bankensektors auf die Finanzstabilität und die Vielfalt der Finanzdienstleistungen in der Schweiz?

Ausblick

Die Diskussion um die Ex-ante-Abgeltungspauschale wird voraussichtlich weitergehen. Die Bankiervereinigung wird sich weiterhin gegen diese Regelung aussprechen, während die Kommission des Ständerats an ihrer Position festhält. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Parlament.

Zahlen

Bezeichnung
1 Basispunkt

Einordnung

Der Public Liquidity Backstop (PLB) ist ein Mechanismus zur Sicherstellung der Liquiditätsunterstützung für systemrelevante Banken in Krisensituationen. Er ist Teil des Too-big-to-fail-Regimes und soll die Finanzstabilität in der Schweiz stärken.

Was das für KMU bedeutet

Für Schweizer KMU könnte die alleinige Belastung der UBS mit einer Abgeltungspauschale zu einer stärkeren Konzentration im Bankensektor führen. Dies könnte die Wettbewerbssituation im Finanzmarkt verändern und langfristig die Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen beeinflussen.

Wissen zur Meldung

Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.

Fragen und Antworten

Warum soll nur die UBS eine Vorabentschädigung für den PLB zahlen?

Die Kommission begründet dies mit den höheren Risiken des Auslandgeschäfts der UBS im Vergleich zum Inlandgeschäft anderer Banken.

Wie reagiert die Bankiervereinigung auf den Vorschlag der Kommission?

Die Bankiervereinigung lehnt die Ex-ante-Abgeltung ab und argumentiert mit Wettbewerbsnachteilen für die UBS.

Begriffe

Begriff
Public Liquidity Backstop (PLB): Ein Mechanismus zur Sicherstellung der Liquiditätsunterstützung für systemrelevante Banken in Krisensituationen.
Begriff
Too-big-to-fail: Ein Regelwerk zur Bewältigung von Krisen bei systemrelevanten Banken, um die Finanzstabilität zu gewährleisten.
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Originaltitel: WAK des Ständerats: Die UBS allein soll für den PLB bezahlen