Streit um Lex Koller: Verschärfung des Heimatschutzes für Immobilien geplant
Die Lex Koller regelt, wer in der Schweiz Immobilien kaufen darf. Jacqueline Badran fordert eine Verschärfung, während Beat Walti vor negativen Folgen für Investoren warnt. Der Nationalrat hat sich bereits für eine Änderung ausgesprochen.

Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Jacqueline Badran fordert eine Verschärfung der Lex Koller.
- Beat Walti warnt vor negativen Folgen für Investoren.
- Der Nationalrat hat sich für eine Änderung ausgesprochen.
- Der Ständerat wird sich als nächstes mit der Vorlage befassen.
Key Facts
Überblick- Quelle
- SRF News – Wirtschaft
- Veröffentlicht
- 20.10.2026, 06:42
- Rubrik
- Immobilien
- Schwerpunkte
- Neue Vorschriften & Compliance
- Einschätzung (KI)
- NeutralWichtige Diskussion für Immobilienmarkt
Ausgangslage
Ursprünglich als Lex von Moos in den 1950er-Jahren eingeführt, sollte sie Spekulationen mit Schweizer Immobilien durch Ausländer verhindern.
Die Lex Koller hat ihre Wurzeln in den 1960er-Jahren, als sie zunächst als Lex von Moos eingeführt wurde. Ziel war es, die Kontrolle über den Schweizer Immobilienmarkt zu behalten und zu verhindern, dass ausländische Investoren die Preise in die Höhe treiben. Die Regelung hat sich im Laufe der Jahre mehrfach verändert, was zu unterschiedlichen Interpretationen und Anwendungen geführt hat.
Die Lex Koller hat sich im Laufe der Jahre mehrfach verändert, was zu unterschiedlichen Interpretationen und Anwendungen geführt hat. Diese Änderungen haben die Debatte darüber, wie streng die Regelungen sein sollten, neu entfacht. Die aktuelle Diskussion zeigt, wie wichtig es ist, den Immobilienmarkt in der Schweiz zu regulieren, um Spekulationen zu verhindern.
Hintergrund
Jacqueline Badran, SP-Nationalrätin und Vorstandsmitglied des Mieterinnen- und Mieterverbands Schweiz, plädiert für eine Verschärfung der Lex Koller. Sie argumentiert, dass Boden ein limitiertes Gut sei und daher der Erwerb von Immobilien auf Personen mit Wohnsitz in der Schweiz beschränkt werden sollte.
Beat Walti, Präsident des Verbands Immobilien Schweiz (VIS), widerspricht dieser Position. Er vertritt institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen und betont, dass die Bodennutzung durch Raumplanung gesteuert werden könne. Walti sieht keine Notwendigkeit, ausländische Investoren auszuschliessen.
Jacqueline Badran argumentiert, dass die Mieten trotz tiefer Zinsen nicht gesunken seien, was ihre Forderung nach einer Verschärfung der Lex Koller unterstützt. Sie argumentiert, dass eine strengere Regelung den Immobilienmarkt stabilisieren und die Mieten senken könnte.
Einordnung für die Schweiz
Die Lex Koller ist ein zentrales Instrument des Schweizer Heimatschutzes. Sie soll verhindern, dass ausländische Investoren den Immobilienmarkt dominieren und die Preise in die Höhe treiben. Die aktuelle Debatte zeigt, wie unterschiedlich die Positionen zu diesem Thema sind.
Was das für Unternehmen bedeutet
Eine Verschärfung der Lex Koller könnte den Zugang zu Schweizer Immobilien für ausländische Investoren erschweren. Dies könnte die Nachfrage nach Immobilien in der Schweiz verringern und die Preise stabilisieren. Gleichzeitig könnten institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen betroffen sein, die auf ausländisches Kapital angewiesen sind.
Ausblick
Der Ständerat wird sich als nächstes mit der Verschärfung der Lex Koller befassen. Dort könnte die Vorlage auf stärkeren Widerstand stossen, da Mitte und FDP im Ständerat stärker vertreten sind als im Nationalrat.
Einordnung
Die Lex Koller ist ein zentrales Instrument des Schweizer Heimatschutzes. Sie soll verhindern, dass ausländische Investoren den Immobilienmarkt dominieren und die Preise in die Höhe treiben. Die aktuelle Debatte zeigt, wie unterschiedlich die Positionen zu diesem Thema sind.
Was das für KMU bedeutet
Eine Verschärfung der Lex Koller könnte den Zugang zu Schweizer Immobilien für ausländische Investoren erschweren. Dies könnte die Nachfrage nach Immobilien in der Schweiz verringern und die Preise stabilisieren. Gleichzeitig könnten institutionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherungen betroffen sein, die auf ausländisches Kapital angewiesen sind.
Zahlen
- Lex Koller in Kraft seit
- 1985
- Wohnungswechsel in der Schweiz
- 12 bis 14 Prozent
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Originaltitel: Verschärfung geplant – Heimatschutz für Schweizer Immobilien: Streit um Lex Koller


