US-Grossbanken mit starken Quartalsergebnissen – Aktienhandel als Erfolgsfaktor
Die US-Grossbanken Goldman Sachs, J.P. Morgan Chase und Citigroup konnten im dritten Quartal 2026 von einem florierenden Aktienhandel profitieren. Während Goldman Sachs und Citigroup die Erwartungen übertrafen, belastete bei J.P. Morgan ein Rückgang im Anleihenhandel das Ergebnis.

Das Wichtigste in Kürze
- Goldman Sachs erzielte einen Nettogewinn von 5,3 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 29 Prozent.
- J.P. Morgan verzeichnete einen Rückgang im Anleihenhandel, während der Aktienhandel Rekordwerte erreichte.
- Citigroup übertraf die Analystenerwartungen mit einem Umsatzanstieg von 8 Prozent.
- Der Aktienhandel war bei allen drei Banken ein wichtiger Ertragsbringer.
Key Facts
- Quelle
- finews.ch
- Veröffentlicht
- 13.10.2026, 15:36
- Rubrik
- Märkte
- Schwerpunkte
- Export & neue Märkte
- Einschätzung (KI)
- Neutral – Internationale Finanzmarktentwicklung
Ausgangslage
Die drei US-Grossbanken J.P. Morgan, Goldman Sachs und Morgan Stanley gehören zu den wichtigsten Finanzinstituten der Welt. Sie bieten eine breite Palette von Dienstleistungen an, darunter Investmentbanking, Vermögensverwaltung und Handelsaktivitäten. Diese Banken spielen eine zentrale Rolle in der globalen Finanzlandschaft und sind bekannt für ihre starke Marktpräsenz und ihren Einfluss auf die Wirtschaft.
Morgan Chase und Citigroup verzeichneten im dritten Quartal 2026 deutliche Gewinne. Diese resultierten aus einem robusten Aktienhandel sowie teilweise gesteigerten Erträgen im Kundengeschäft. Goldman Sachs und Citigroup übertraten die Erwartungen der Analysten, während J.P. Morgan einen unerwarteten Rückgang im Anleihenhandel verzeichnete.
Hintergrund
Goldman Sachs hat im abgelaufenen Jahr einen Gewinn von etwa 5,3 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Dieser Gewinn ist 29 Prozent höher als im Vorjahr. Die Gesamteinnahmen erhöhten sich um fast ein Viertel auf etwa 18,7 Milliarden US-Dollar. Der Aktienhandel war der Haupttreiber. Seine Erträge stiegen um über 70 Prozent. Sie erreichten 6,4 Milliarden Dollar.
J.P. Morgan Chase verzeichnete im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren einen Rückgang der Erträge um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die gesamten Handelserträge erreichten 10,3 Milliarden Dollar und blieben damit unter den Analystenerwartungen (Bloomberg) von 10,5 Milliarden Dollar.
Citigroup übertraf die Analystenerwartungen. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 2.85 Dollar gegenüber prognostizierten 2.65 Dollar. Der Umsatz stieg um rund 8 Prozent auf 23,8 Milliarden Dollar. Besonders gut entwickelte sich der Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen. Die Erträge dieser Sparte stiegen auf 4,4 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Erwartungen von 4,3 Milliarden Dollar.
Auch die Gebühren im Investmentbanking sowie die Erträge aus Fonds- und Vermögensverwaltung legten zu. Die Einnahmen aus dem Handel mit Anleihen, Währungen und Rohstoffen gingen dagegen leicht zurück.
J.P. Morgan hob seine Prognose für den Nettozinsertrag im Gesamtjahr auf 106,2 Milliarden Dollar an. Konzernchef Jamie Dimon verwies auf Risiken durch hohe Staatsdefizite, hartnäckige Inflation, erhöhte Vermögenspreise, steigende Zinsen und geopolitische Entwicklungen. Die Bank sei auf eine breite Palette möglicher Szenarien vorbereitet.
Was das für Unternehmen bedeutet
Dies könnte die Konditionen für Unternehmen verbessern, die auf Kapitalmärkte angewiesen sind. Gleichzeitig zeigen die uneinheitlichen Entwicklungen in anderen Geschäftsbereichen, dass Diversifikation und Anpassungsfähigkeit entscheidend sind.
Für Unternehmen könnte dies bedeuten, dass die Finanzierung über Kapitalmärkte attraktiver wird. Gleichzeitig sollten sie sich auf mögliche Veränderungen in den Zinsen und geopolitischen Entwicklungen einstellen, die ihre Geschäftsstrategien beeinflussen könnten.
Ausblick
Die Banken sind auf eine breite Palette möglicher Szenarien vorbereitet, einschliesslich Risiken durch hohe Staatsdefizite, hartnäckige Inflation und geopolitische Entwicklungen. Die Prognosen für die Zukunft sind vorsichtig optimistisch, mit Anpassungen in den Erwartungen für die kommenden Jahre.
Zahlen
- Goldman Sachs Nettogewinn
- 5,3 Milliarden Dollar
- J.P. Morgan Aktienhandel-Erträge
- 4,95 Milliarden Dollar
- Citigroup Umsatz
- 23,8 Milliarden Dollar
Einordnung
Die starken Quartalsergebnisse der US-Grossbanken zeigen die globale Dynamik im Finanzsektor. Der Aktienhandel bleibt ein zentraler Ertragsbringer, während andere Geschäftsbereiche uneinheitlich performen.
Was das für KMU bedeutet
Für Schweizer KMU könnte dies bedeuten, dass der Zugang zu Kapitalmärkten erleichtert wird, da Banken weiterhin stark in den Aktienhandel investieren. Gleichzeitig sollten Unternehmen auf mögliche Risiken durch geopolitische Entwicklungen und Inflation vorbereitet sein.
Wissen zur Meldung
Die wichtigsten Fragen, Fachbegriffe und Stichworte – kurz erklärt.
Fragen und Antworten
Welche Rolle spielt der Aktienhandel für die Erträge der Grossbanken?
Der Aktienhandel war bei allen drei Banken ein wichtiger Ertragsbringer, mit starken Anstiegen in den Erträgen.
Wie haben sich die anderen Geschäftsbereiche entwickelt?
Die Entwicklung in anderen Geschäftsbereichen war uneinheitlich. Während Citigroup im Anleihenhandel zulegte, musste J.P. Morgan dort Einbussen hinnehmen.
Begriffe
- Aktienhandel
- Handel mit Aktien, der zu Erträgen für Banken führt.
- Anleihenhandel
- Handel mit festverzinslichen Wertpapieren, der bei J.P. Morgan rückläufig war.
Originaltitel: US-Grossbanken mit starken Quartalsergebnissen – Aktienhandel boomt



